Dieses Gedicht von Robert Frost hat mich, seitdem ich es das erste mal gelesen habe, wegen der Sprachmelodie stark fasziniert. Obwohl ich den Text rein sprachlich verstehe, verstehe ich den tieferen Sinn nicht so recht. Was will R.F. damit ausdrücken?
fragt sich
Gandalf
Stopping By Woods On A Snowy Evening
Whose woods these are I think I know.
His house is in the village though;
He will not see me stopping here
To watch his woods fill up with snow.
My little horse must think it queer
To stop without a farmhouse near
Between the woods and frozen lake
The darkest evening of the year.
He gives his harness bells a shake
To ask if there is some mistake.
The only other sound’s the sweep
Of easy wind and downy flake.
The woods are lovely, dark and deep.
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
And miles to go before I sleep.
das ist nach meiner Meinung ein Weihnachtsgedicht.
Das Schlüsselwort dazu ist „darkest evening of the year“ sowie die Verpflichtungen, die der Reiter (der nicht unbedingt ein Mensch sein muß, wenn auch nicht gerade der Weihnachsmann, wie wir ihn in Deutschland kennen) speziell an diesem Abend zu erfüllen hat.
Aber ich gebe zu, daß ist natürlich nur meine Interpretation.
Hallo, Gandalf,
da schließe ich mich meiner Vorrednerin an. Für mich ist in den Versen von einem die Rede, der am Weihnachtsabend unterwegs ist, am Waldrand ein Verschnaufpäuschen hält und dabei an den Weihnachtsmann denkt.
Dieses Gedicht von Robert Frost hat mich, seitdem ich es das
erste mal gelesen habe, wegen der Sprachmelodie stark
fasziniert. Obwohl ich den Text rein sprachlich verstehe,
verstehe ich den tieferen Sinn nicht so recht. Was will R.F.
damit ausdrücken?
Hier eine Anmerkungen in deiner Diskussionsgruppe, die ich recht treffend fand:
Well, the poem was written at a very melencholy moment in the poets life and was publish in 1923 in the compilation, „New Hampshire“. „Stopping By Woods on a Snowy Evening“ symbolizes a dramatic change in Rpbert Frost’s social styles and life. The poem is set on Christmas Eve returning from the nearby town after attempting to purchase gifts for his children that he put off until the last minute. Frost uses the poem as an alagory for his own life contrasting life death, good and evil, and the unusiallity that he was a part of. At the poem’s conclusion the poet debates death, which is „lovely, dark, and deep,“ but realizes that he has „miles to go before he sleeps,“ and by repeating this Frost show obligation rather than actual desire. The poem is characterist of Frost’s usual themes of human and natural relationships along with his collioquil language, rhythems, and moral symbols. Frost himself as a character in the work.
Ich schließe mich dieser Meinung an.
Hier wir durch die Betrachtung der Natur und das „Versinken“ in ihre Ruhe eine Todessehnsucht offenbart, die sich im letzten Vers verdeutlicht und der Gedanken an die übernommenen Pflichten und Verantwortung entgegengesetzt werden.
im Thriller „Telefon“ (http://us.imdb.com/Title?0076804) mit Charles Bronson spielt der letzte Vers des Frost-Gedichts eine Schlüsselrolle:
Nicolai Dalchimski, a mad KGB agent steals a notebook full of names of „sleeping“ undercover KGB agents sent to the U.S. in the 1950’s. These agents got their assignments under hypnosis, so they can’t remember their missions until they’re told a line of a Robert Frost poem. Dalchimski flees to the U.S. and starts phoning these agents who perform sabotage acts against military targets…
Voller unheimlichen Suspense die Momente, wo Donald Pleasance (wie immer als Irrer) die Zeilen
The woods are lovely, dark and deep.
But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep…
in den Hörer flüstert und auflegt. Die Schläfer machen sich daraufhin wie hynotisiert auf den Weg um zu töten (und zu sterben).
Das ist das Thema: Pflicht und Tod, pervertiert im Filmthema Kalter Krieg.
ja denn Film kenn ich, ist wirklich gut. Auch die Szene im Kremel, als der Diener durch hören einer Gedichtzeile zum ‚Killer‘ wird und fünf Minuten später, als wär nichts gewesen wieder seinen Dienst schiebt.
Aber ich kannte das Gedicht schon vorher aus einem Roman, wo ein Motoradfahrer es als sein Lieblingsgedicht nennt. Er gibt sich ziemlich prollig und die Leute nehmen ihm das auch ab; in Wirklichkeit ist er aber sehr sensibel und hochgebildet, aber ein Aussteiger. Wobei nie so recht klar wird warum er ausgsstiegen ist. Aber das Thema Todessehnsucht und Pflichterfüllung (oder eben hier Nichterfüllung) sind auch hier ein Thema.
Leider ist das Buch bei irgendeinem Umzug verloren gegangen und den Titel und den Autor hab ich auch vergessen *schäm*