Guten Tag liebe Community!
Ich hänge momentan bei einer DGL 2. Ordnung, die ausser der Angabe der Formel keine Informationen bringt und daher für mich ein wenig komplex erscheint.
Die komplette Angabe für ebenjenes Beispiel lautet wie folgt:
Löse die nebenstehende DGL 2. Ordnung und überprüfe dein Ergebnis durch eine Probe:
y’ - 4y’ + 4y = e2x
Zuerst, möchte ich, wie es der Usus ist, die homogene Gleichung lösen. Daher nehme ich mir diesen Ansatz für y her:
y = eλx
Diesen muss ich dann auch dementsprechend ableiten. Dieser Vorgang bringt mir folgende Ergebnisse:
y’ = λ * eλx
y’’ = λ2 * eλx
Diese kann ich nun in meine Grundformel einsetzen:
λ2 eλx + 4λeλx + 4 eλx = 0
So, damit das ganze etwas übersichtlicher wird, hebe ich das e heraus, was zu diesem Ergebnis führt:
eλx * (λ2+4λ+4)
Nun muss ich mir meine Lösung(en) für Lambda ausrechnen. Dies mache ich wie folgt
( -a1 ± [WURZEL] a12/4 - a2[WURZEL] ) / 2
Wenn ich nun meine Werte einsetze erhalte ich das Ergebnis, dass der Wurzelausdruck 0 ist und ich somit nur eine Lösung habe, die ich erfahre, wenn ich die Rechnung löse.
λ = 2
Anschließend habe ich mich wieder schlau gemacht und habe (wieder) herausgefunden, dass mir der Wurzelausdruck nicht nur die Möglichkeiten von λ verrät, sondern auch den nächsten Schritt.
Hier habe ich meine erste Frage: Da ich in meinen Skripten einmal den den Ansatz für die Lösung von yh in der Form
(C1 + C2) * eλx geschrieben habe, dann aber ein anderes Mal (C1 + C2 * x) * eλx geschrieben habe, bin ich nun leicht verwirrt. Stimmt die Variante mit x oder die ohne x?
Dann hänge ich leider und frage mich, wie ich denn nun die Konstanten berechnen kann. Mittels Recherche habe ich herausgefunden, dass man den Ansatz ableiten sollte und dann die beiden Formeln übereinanderschreiben, sodass man mittels Eliminationsverfahren die Konstanten berechnen kann.
Dazu müsste ich aber wie bei jeder anderen DGL auch, einen Punkt einsetzen. Den habe ich aber nicht in der Angabe.
Soll ich nun einen imaginären Punkt annehmen und hoffen, dass dieser auch auf der Kurve ist?
Weiters habe ich dann noch das Problem, dass ich zwar eine Angabe habe, wie ich den Ansatz für yp gestalten soll, aber mir unklar ist, ob ich es auch richtig verstanden habe.
Laut meiner Angabe habe ich für den Fall, dass meine Störfunktion die Form A * emx hat,
und das verwirrt mich
3 Möglichkeiten:
falls m KEINE Wurzel soll yp = b * emx sein
falls m EINFACHE Wurzel soll yp = b * x * emx sein
falls m ZWEIFACHE Wurzel soll yp = b * x2 * emx sein
Gehe ich recht in der Annahme, dass mit keiner, einfacher oder zweifacher Wurzel gemeint ist, dass m kein, ein oder zwei WERTE der Wurzel ist, die ich benutzte, um λ zu berechnen?
Frei der Annahme nach, dass meine Vermutung richtig ist, interpretiere ich das Beispiel:
Meine Wurzel war (nach Vereinfachung auf einzelne Werte) [root] 4 - 4 [root]
Da der Exponent der Angabe meines Beispieles aber nun den Wert 2 hat, MÜSSTE ich rein theoretisch den ersten Ansatz verwenden, da ja mein Angabewert keinem der Werte in der Wurzel entspricht.
Sollte meine Vermutung richtig sein, habe ich aber noch eine Frage. Nachdem ich den richtigen Ansatz für yp gefunden habe, wie kann ich yp lösen? Wie komme ich auf den Wert von b bzw. x (wenn ich einen anderen Fall hätte) im Ansatz?
Sollte ich mich in einem Bereich schlecht ausgedrückt haben, kann ich versuchen, es besser auszudrücken.
Vielen, lieben Dank schon im Vorraus für eure Hilfe
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