Verstärker für B&O-Regallautsprecher gesucht

Hallo,

mir ist vorgestern mein ONKYO AV-Receiver (R-805 TX) kaputt gegangen - soll heißen, laut HiFi Händler ist die Endstufe des rechten Kanals defekt.
Er meinte, dass die Reparatur wohl sehr aufwändig sei und es demnach bei diesem ca. 10 Jahre alten Gerät wohl eher wenig Sinn machen würde, dieses zu reparieren.

Nun ja beim Umsehen in seinen Geschäftsräumlichkeiten sind mir Geräte von den Herstellern DENON, Cambridge Audio, NAD, Audiolab, TEAC und Pioneer untergekommen, die preislich größtenteils bei 500 EUR aufwärts beginnen.

Auf die Frage hin, ob ich mit meinem Setup, also den beiden Regallautsprechern von Bang & Olufsen (Beovox CX 100) und einem Aktiv-Subwoofer von Wharfedale (Diamond SW 150), derart teuere und „große“ Verstärker kombinieren könne, meinte er „theoretisch ja, aber praktisch auf Dauer nein, da derart leistungsstarke Verstärker auf Dauer meine kleinen Regallautsprecher kaputt machen würden“ und hat mir eine Microanlage von Pioneer (XC-HM70-K) empfohlen, die ich im Moment auch bei mir zu Hause zum Testen habe…

Ich weis nun ehrlich gesagt nicht was ich von der ganzen Geschichte halten sollte, da ich mich in der Elektrotechnik zu wenig auskenne und dementsprechend ihm sozusagen glauben muss, was er sagt…

Zunächst erstmal würde mich interessieren, was man von den Aussagen meines HiFi-Händlers halten soll?
> Stimmen technisch gesehen seine Aussagen oder ist spricht der Verkäufer in ihm, der ein schnelles Geschäft machen will?

Ich für meinen Teil möchte in einen neuen CD-Player und Stereo Verstärker nicht mehr als insgesamt 1000 - 1200 EUR investieren, dafür sollte das jeweilige Gerät aber möglichst kompakte Ausmaße tragen und möglichst wertig (äußerlich und innerlich) verarbeitet sein.

Die von mir gehörten Genres sind im Übrigen: Jazz, Soul, Blues

Nun zu meinem derzeitigen Testgerät, dem Pioneer XC-HM70-K: klanglich Hui, Verarbeitung pfui:

Prinzipiell hat das Gerät jeden Spaß, den sich ein junger Mensch wie ich nur wünschen könnte, angefangen von iPod/iPhone Unterstützung via integrierter Docking Station, Netzwerkfähigkeit zum Streamen von Musik z.B. über mein 15" MacBook Pro (via AirPlay (iTunes)), ein integriertes CD-Laufwerk, das auch MP3’s lesen kann, eine Subwoofer-Verbindungsmöglichkeit und zwei USB-Ports.

An und für sich wäre bis hierhin das Gerät wirklich perfekt auf mich zugeschnitten, da ich viel Musik (i.d.R. lossless) am MacBook höre (in etwa 60% Musik am MacBook und 40% über CD-Player) und aufgrund der Netzwerkfähigkeit des Pioneer CD-Receivers meine Musik ausgehend vom MacBook streamen könnte und somit keine Kabel mehr rumziehen müsste, wie bisher das Cinch-Klinke-Kabel.

Rein klanglich macht der Pioneer auch recht viel her - ein Zuwachs ist zumindest subjektiv im Vergleich zum ONKYO vorhanden.

Auch optisch finde ich das Gerät sehr schlicht und dementsprechend auch sehr ansprechend.

Allerdings lässt die Verarbeitung des Geräts schon etwas zu wünschen übrig. Die Laufwerksschublade ist wohl aus billig Plastik und wackelt. Des Weiteren ist der Dock-Deckel an der Oberseite des Gerätes ebenfalls aus billig Plastik und wird womöglich recht bald abbrechen…

So und dafür 400 EUR ausgeben? Nein danke!

Eine Alternative muss also her, aber nur welche?
a) Den alten ONKYO noch einmal reparieren lassen (er wurde vor ca. 1 Jahr schon einmal repariert, da (ebenfalls) Kanalausfall) und versuchen das Thema Neukauf aufzuschieben?

b) ein anderer Verstärker und CD-Player muss her?
> Aber welcher Verstärker macht auf Dauer meine Lautsprecher nicht kaputt?
> Worauf muss ich achten?

Ich hoffe nun auf gut gemeinte Ratschläge eurerseits!

Viele Grüße
phonophunk

Hi
zunächst einmal die technichen Daten der BEO Lautsprecher :

Kurze Technische Daten:
2 Wege Regalbox passiv
100 Watt Belastbarkeit
Gewicht 5 Kg
Frequenzgang 64-20000 Hz
Durchmesser:
Hochtöner 25 mm
Tieftöner 100 mm
Gehäuseprinzip geschlossen
Impedanz 6 Ohm

Wenn da der Verkäufer sagt , das der Onkyo oder andere ähnliche Verstärker die Boxen kaputt machen , dann hat er keine Ahnung und davon sogar viel.
die meisten Verstärker in der Preisklasse warten so mit 60 - 70 Watt ( Sinus ) auf , die man aber im Wohnzimmer nie ausprobiert , weil dabei die Bilder von der Wand fallen würden.

Ob man einen 10 Jahre alten Onkyo reparieren lassen soll ?
Gute Frage , zumindest ist es wert das Gerät zur erstellung eines Kostenvoranschlages weg zu geben und nicht labidar auf den Verkäufer hören , der einfach ins Blaue sagt : Das wird teuer .

Wie allerdings der aktive Wharfedale Sub nach Deutschland gekommen ist und wie der an den Onkyo angeschlossen war , gibt mir ein Rätsel auf.
Wharfedale ist eine englische Firma die dort eigentlich nur über die Grossmarktkette Agros verteibt .

In Deutschland könnte man das in etwa als eine Hausmarke des Metro Konzerns sehen oder vergleichen.

Wenn der Onkyo wirklich durch externen Einfluss schaden genommen hat , dann nicht durch die BEO , sondern durch einen unbegreiflichen Anschluss des Sub’s

gruss

Toni

Hallo cali-toni,

zunächst vielen Dank für deine schnelle Antwort.

„Wenn da der Verkäufer sagt , das der Onkyo oder andere ähnliche Verstärker die Boxen kaputt machen , dann hat er keine Ahnung und davon sogar viel.
die meisten Verstärker in der Preisklasse warten so mit 60 - 70 Watt ( Sinus ) auf , die man aber im Wohnzimmer nie ausprobiert , weil dabei die Bilder von der Wand fallen würden.“

Nun, der Verkäufer hat nicht unbedingt behauptet, dass mein derzeitiger ONKYO die Lautsprecher kaputt macht, sondern nur nachfolgend aufgeführte Verstärker der höheren Preisklasse würden meine LS kaputt machen, sofern ich mir eine derartige Kombination zu meinen vorhandenen LS kaufen würde, wie z.B.:
> Audiolab 8200A (+ Audiolab 8200CD)
> DENON PMA-1510AE (+ DENON DCD-1510AE)
> Cambridge Audio Azur 740a (+ Cambridge Audio Azur 740c)
> etc.

Also so nach dem Motto, kleiner Verstärker für kleine LS (Regallautsprecher) und große LS für große LS (Standlautsprecher im höheren Preissegment)

Versteh ich dich richtig, sofern ich mir eine der oben genannten Verstärker-CD-Player-Kombinationen kaufen würde, dass ich mir mittel- bis langfristig dabei keinerlei Sorgen um meine Lautsprecher machen müsste?

„Ob man einen 10 Jahre alten Onkyo reparieren lassen soll ?
Gute Frage , zumindest ist es wert das Gerät zur erstellung eines Kostenvoranschlages weg zu geben und nicht labidar auf den Verkäufer hören , der einfach ins Blaue sagt : Das wird teuer .“

Das dachte ich mir auch und das werde ich auch tun! Ich mein klar ist von Seiten des Verkäufers, dass dieser Neugeräte verkaufen möchte und mir natürlich nicht ewig viel Geld für eine womöglich sehr aufwändige Reparatur abknöpfen kann und es von daher für ihn vielleicht wirtschaftlicher ist, einfach ein Neugerät zu verkaufen…

„Wie allerdings der aktive Wharfedale Sub nach Deutschland gekommen ist und wie der an den Onkyo angeschlossen war , gibt mir ein Rätsel auf.
Wharfedale ist eine englische Firma die dort eigentlich nur über die Grossmarktkette Agros verteibt .“

Nun, um ehrlich zu sein habe ich den Subwoofer ebenfalls von dem besagten HiFi-Händler. Der Subwoofer war über zwei Cinch-Kabel mit dem Ein- bzw. Ausgang des „Sound Processor“ verbunden.

„Wenn der Onkyo wirklich durch externen Einfluss schaden genommen hat , dann nicht durch die BEO , sondern durch einen unbegreiflichen Anschluss des Sub’s“

Nun ja, der Subwoofer hängt da schon mittlerweile 1,5 Jahre dran, ich weis nicht ob man den Defekt der Endstufe des rechten Kanals des ONKYO AV-Receivers unbedingt auf den Subwoofer schieben darf?.

PS: Mehrere Händler in meiner Gegend vertreiben Wharfedale-Produkte…

Einerseits ziemlicher Schwachsinn, andererseits auch totaler Stilbruch den Schrott von heute (wenn ich mir die Geräte von heute im Schaufenster anschaue bekomm ich nicht die mindeste Lust nen Laden zu betreten) mit den Beovox CX 100 zu kombinieren. Da würde ich eher zu etwas zeitlich passendem gebraucht greifen. Bei 500€-Konkurrenz und zur Verfügung steht dir gebraucht alles bis zur Oberklasse offen…