Hallo,
vielleicht könnt ihr mir Ratschläge für meine Schwägerin geben:
Seit ihrer Jugend (fast 50 Jahre) leidet sie an Polyarthritis. Sehr massiv, sehr viele OPs, künstliche Gelenke etc. Jetzt steht ein sehr akutes Problem an (ich schreibe hier die telefonisch erhaltenen Infos, Fachbezeichnungen weiß ich auch nicht).
Der Kopf sitzt irgendwie auf einem spitzen Knochenende der HWS auf (Name habe ich vergessen), der sich so verschoben hat, dass er immer weiter Richtung Stammhirn wandert. Es soll/muss eine komplette Versteifung der HWS mittels Metallplatte erfolgen, so dass kein Drehen und kein Auf-Ab mehr möglich sein wird. Aufgrund der durch ihre Krankheit eh schon geschädigten Wirbel und ihrer grazilen Statur wegen kann diese OP nur durch Spezialisten erfolgen (Mikrochirurgie?), da sehr feine Schrauben verwendet werden müssen. Wiesbaden sei eine oder einzige Möglichkeit nach Auskunft der Klinik.
Eine Alternative für uns wegen der Betreuung wäre der süddeutsche Raum (München, aber auch in Richtung Stuttgart/Allgäu).
Wer kennt in diesem Raum Kliniken, die auf derartige Operationen spezialisiert sind? Wo wir nachfragen können?
Es scheint sehr akut, nach Angabe der Ärzte können durch leichte unbedachte Bewegung sofort und jederzeit Lähmung und Atemstillstand eintreten. Sehr starke Schmerzen (Morphium), obwohl sie ein Leben mit diversen Schmerzen gewohnt ist. Und die OP ist auch sehr riskant. Wird wohl ein einmaliger Versuch sein. Wir möchten daher alle Möglichkeiten nutzen.
Danke und Grüße
Franz
Hallo,
das hört sich nicht gut an. Aber fachlich kann ich dazu nichts sagen - außer, holt eine zweite Meinung. Da du nicht schreibst, in welcher Klinik oder welchem Arzt ihr wart, hier ist eine Liste von Fachärzten im Bereich München.
http://www.tz-online.de/specials/top-aerzte-muenchen…
Viel Erfolg.
Gruß Maren
Hallo Franz,
ich bin Ergotherapeutin und seit 15 Jahren in der Rheumatologie, speziell in der Rheumachirurgie, tätig. Allerdings werden in unserer Klinik alle Gelenke außer der Wirbelsäule operiert, woran man erkennen kann, dass die Wirbelsäule ein ganz spezielles Thema ist. Aus diesem Grund ist es hier wichtiger, eine gute und qualifizierte Klinik zu wählen, als auf die räumliche Nähe zur Familie zu achten. Leider weiß ich nicht welche Klinik hier die beste wäre, weil ich zu wenig damit konfrontiert bin.
Ich kann dir und deiner Schwester aber Tipps geben, wie ihr die richtige Klinik findet.
- Wenn die Klinik in Wiesbaden sagt, dass sie darauf spezialisiert ist, ist das schon mal ein guter Ansatz. Sie dürfen das nicht behaupten, wenn es nicht nachprüfbar ist.
- Ihr könnt bei der Krankenkasse nachfragen: dort gibt es entsprechende Listen, die die Mitarbeiter euch ausdrucken können.
- Ihr könnt im Internet selbst recherchieren (ich werde auch selbst mal schauen, was ich finde). Hierbei solltet ihr v.a. darauf achten, wie lange die Klinik besteht und wie viele gleichartige OPs pro Jahr dort durchgeführt werden (jede Klinik führt entsprechende Statistiken, die man abfragen kann).
Viele Grüße
Elke 151
Hallo,
auch bei meiner Krankheit steht irgendwann die Versteifung an, deshalb guck ich mir zwiscchendurch immer mal Kliniken an, die sich damit befassen, bzw. rede mit anderen, die schon versteift wurden.
Bei Kliniken.de findet man zu jeder Klinik eine Häufigkeit, nach der bestimmte Diagnosen in dieser jeweiligen Klinik behandelt werden/ wurden.
Ich stimme allerdings auch der anderen Antwort hier zu: ich persönlich würde bei der Wahl der Klinik, zumal schon gesagt wurde, dass es nicht viele Kliniken gibt, die das können, auf die Ärzte hören. Selbst wenn man andere Betroffene fragt, wird es schwer sein, jemanden mit wirklich der gleichen Diagnose zu finden, denke ich.
Ich wünsche euch alles gute!
Da du nicht
schreibst, in welcher Klinik oder welchem Arzt ihr wart, hier
ist eine Liste von Fachärzten im Bereich München.
http://www.tz-online.de/specials/top-aerzte-muenchen…
Dieser blümerant formulierten Liste, in der ein Arzt besser ist als der andere, jeder zweite weltweit führend (was schon Unsinn an sich ist) und die für wirkliche Spezialisten eine viel zu hohe Dichte für München auswirft würde ich nicht trauen.
Zur Ausgangsfrage: Wenn man bereits mehrere OPs hinter sich hat, dann hat man hoffentlich den Operateur seines Vertrauens, der die eigene Person und die Wirbelsäule kennt. Die Frage gehört unbedingt da gestellt und nicht anonym in eine Forum! Für einen guten Operateur würde ich Kilometerweit fahren. Auch und gerade bei eine solch komplizierten Operation. Die „Versorgung“ mag zwar etwas schwieriger sein, ist aber locker handhabbar und der Besuch verzichtbar, wenn man dafür ein gutes OP-Ergebnis hat.
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Hi, der Atlas = C1, stellt zusammen mit dem Axis = C2 eine Einheit dar und dieser Axis hat den von Dir beschriebenen Dorn, auch Zahn genannt.
Von den operativen Eingriffen an der Wirbelsäule, sind die an der HWS die kompliziertesten und risikoreichsten!
Wenn der behandelnde Arzt schon die Klinik in Wiesbaden als einzig kompetente dafür empfiehlt, dann sollte man, sowohl als Patient wie als Angehöriger, dieser Empfehlung auch Folge leisten.
Die Organisation der Versorgung des Patienten während seines Klinikaufenthaltes kann doch wohl so gestaltet werden, dass Angehörige nur am Wochenende die Fahrt nach Wiesbaden antreten müssen um den Patienten mit allem erforderlichen für die Folgewoche zu versorgen.
MfG ramses90
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