Über die allgemeinen Grundsätze bei der Versteuerung thesaurierter Erträge bei ausländischen Investmentfonds in einem inländischen Depot weiss ich Bescheid.
Mein Fall: Meine Bank informierte mich im September 09 über thesaurierte Erträge des Indexfonds zum EuroStoxx50 (nach luxemburger Recht) WKN: A0LF0C in Höhe von 0,9€ pro Anteil. So steht es auch in der Steuererklärung der Bank für das Jahr 2009. Bezogen auf den Kurswert von 6,06€ am Ex-Tag 30.04.09 sind das 13,65%!
Diese Erträge können nicht im Geschäftsjahr angefallen sein, da andere Indexfonds zum EuroStoxx50 in diesem Geschäftsjahr nur 2% thesauriert oder ausgeschüttet haben. Weiterhin ist der Kursverlauf meines Indexfonds im Geschäftsjahr um ca. 1% negativer als der Index selbst.
Mein Anlageberater vermutet, dass alle Erträge, die seit Auflegung des Fonds Ende 2006 dem Fonds zugeführt wurden, zum 30.04.09 verbucht wurden, da in den vorherigen Geschäftsberichten keine Thesaurierungen aufgeführt sind. Die Fondgesellschaft Fidelity verweigert mir dazu Aukünfte und verweist mich auf die Jahresberichte. Im Übrigen seien das Steuerfragen, zu denen sie grundsätzlich nichts sagen könnten. Ein telefonischer Kontakt zum Fondsmanagement wird ebenfalls abgelehnt.
Das Finanzamt hält sich an die Steuererklärung der depotführenden Bank. Ich möge dort eine Änderung erwirken. Natürlich ist das illusorisch, da die Bank die Daten weitergeben muss, die ihr von der Emittentin mitgeteilt wurden.
Wie kann ich das Finanzamt überzeugen, dass die Erträge wohl in einem nicht genau definierten Zeitraum dem Fondvermögen zugeflossen sind, mir persönlich aber nur zu einem geringen Teil zugeordnet weden können, da ich ie Fondsanteile erst im Oktober 2008 erstanden habe.
Eine wahrhaft harte Nuss? Kann sie einer knacken?

