Verstört die Brille mein normales Sehvermögen?

Statt der billigen sog. Sehhilfe (für 2,50€) wollte ich jetzt endlich mal eine maßgeschneiderte Brille zum computern, lesen und schreiben, dachte ich ; schließlich werde ich jetzt 80. (Bin bislang normal weitsichtig, fahre Auto und Fahrrad und hab für Texte am Laptop und in Büchern die sog. Sehhilfe um den Hals hängen.
Etwa 30 bis 40 Minuten lang verwöhnt mich der Optiker beim sog. Vermessen/Anpassen mit gestochen scharfen Ansichten durch seine Apparaturen, die mich regelrecht süchtig machten.

Als ich endlich hinter den Meßgeräten wieder auftauche und in den Raum gucke, ist alles verschwommen, die Türe ebenso wie die eigene Hand vor Augen. Ich bin erschrocken. Hoffentlich werde ich wieder normal sehen können. Langsam innerhalb einer Stunde bei einem Kaffee wird meine Sicht etwas besser. Ist aber erst nach einem Mittagschläfchen wieder normal, - glaube ich wenigstens.

Ich fürchte, ich werde auf eine maßgeschneiderte Brille lieber verzichten.

Oder? Hat Jemand ähnliche Erfahrungen?

Ganz herzlich
Friedhelm

Hallo,

erst mal herzlichen Glückwunsch! 80 Jahre und anscheinend noch topp gesund!!!

Wenn man älter wird, damit erzähl ich dir sicher nichts neues, braucht einfach alles bisschen länger. Deinen Augen mussten sich von den Apparaten erholen.

Hol dir die Brille probiere diese aus, du hast bestimmt Rückgaberecht wenn du damit nicht klar kommst.

Ich würde dir gern zu den nächsten 4 Runden Geburstagen gratulieren.

Alles Gute dir!
Kati

Hi,

ich bin kurzsichtig. Alles nicht so dramatisch!
Früher bin ich, außer bei Autofahrten, ausschließlich ohne Brille durch das Leben gekommen.
Irgendwann habe ich mich für Kontaktlinsen entschieden. Diese trage ich wirklich regelmäßig.
Seit dem fühle ich mich ohne Sehhilfe echt verloren, selbst in Situationen, wo ich früher immer ohne Sehilfe rumgerannt bin, komplett verloren.
Augen ruhen sich auf Sehhilfen nunmal aus…
Warum sollen sie sich anstrengen, wenn sie merken, dass es auch anders geht?!

Ich denke deinen Augen wird es auch so gehen! :wink: Bisher strengen deine Augen sich einfach ganz dolle an um dir ein nahezu „normales“ Sehvermögen zu vermitteln.
Nimm ruhig die Brille in Anpruch, sie wird dir dauerhaft Freude bereiten!

Grüße,
Tina

Hallo Friedhelm,

(Bin bislang normal weitsichtig, fahre Auto und Fahrrad und

Heißt das, dass Du zum Autofahren (Fernsicht) keine Brille benötigst?

hab für Texte am Laptop und in Büchern die sog. Sehhilfe um
den Hals hängen.

Je nach Müdigkeit verwende ich diese Lesehilfen auch in den verschiedenen Stärken.

Ich fürchte, ich werde auf eine maßgeschneiderte Brille lieber
verzichten.

Der Optiker versucht die physikalisch/optisch beste Anpassung zu finden, diese ist aber nicht immer physiologisch optimal.

Ich trage z.B. meine Fernbrille (fast)nie, ich fahre allerdings auch nicht mehr Auto. Wenn ich die Brille trage und bei Kunstlicht (Kaufhaus)herumlaufe, bekomme ich Kopfschmerzen.

Man muss sich immer an die „neue Sicht“ gewöhnen.

Wenn Du beim Autofahren (überprüft?) gut siehst und mit den Lesehilfen auch klar kommst, sehe ich auch keinen Grund eine „richtige“ Lese/PC-Brille anfertigen zu lassen.

Gruß Volker

Hallo Volker

(Bin bislang normal weitsichtig, fahre Auto und Fahrrad und

Heißt das, dass Du zum Autofahren (Fernsicht) keine Brille
benötigst?

genau, ich habe beim Autofahren keine Probleme, d.h. ohne Brille

Je nach Müdigkeit verwende ich diese Lesehilfen auch in den
verschiedenen Stärken.

genau so, eine Zeit lang benutzte ich 2,5 und 3 Stärke abwechelnd, jenachdem, wie der zu lesende Text groß war, seit etwa 10 Jahren benutze ich zu allem die Stärke 3 - und komme mit einer Brille aus. Bei manchen Brillen - die ich neu kaufe - schmerzen mir die Augen. Die benutze ich dann eben nicht.

Ich fürchte, ich werde auf eine maßgeschneiderte Brille lieber
verzichten.

Der Optiker versucht die physikalisch/optisch beste Anpassung
zu finden, diese ist aber nicht immer physiologisch optimal.

denke ich auch. Die „objektiv“ optimale Messung ist vielleicht subjektiv d.h. faktisch nicht optimal.

Wenn Du beim Autofahren (überprüft?) gut siehst und mit den
Lesehilfen auch klar kommst, sehe ich auch keinen Grund eine
„richtige“ Lese/PC-Brille anfertigen zu lassen.

Danke! Ist - vorerst jedenfalls - auch meine Meinung!

ganz herzlich
Friedhelm

Danke Kati für Deine guten Wünsche und Komplimente!!!
Aber mit einer angepaßten Brille warte ich lieber noch etwas.

ganz herzlich
Friedhelm

Hallo Tina,
Danke für den Erfahrungsbericht. Frauen sind wahrscheinlich tapferer.

Seit dem fühle ich mich ohne Sehhilfe echt verloren, selbst in
Situationen, wo ich früher immer ohne Sehilfe rumgerannt bin,
komplett verloren.
Augen ruhen sich auf Sehhilfen nunmal aus…
Warum sollen sie sich anstrengen, wenn sie merken, dass es
auch anders geht?!

Ich denke deinen Augen wird es auch so gehen! :wink: Bisher
strengen deine Augen sich einfach ganz dolle an um dir ein
nahezu „normales“ Sehvermögen zu vermitteln.
Nimm ruhig die Brille in Anpruch, sie wird dir dauerhaft
Freude bereiten!

davor habe ich eben Angst. Vor Kontaktlinsen ohnehin, wenn ich sie auch noch je nach Situation auswechseln müßte.

Grüße,

Friedhelm

Hi,

Deine Augen verschlechtern sich nicht durch eine Brille, sie verbessern sich auch nicht. Die Brille ergänzt nur den Rest, den die Augen nicht können. Und wenn du die Brille absetzt / den Apparat verläßt, hast du den direkten Vergleich zwischen wie du sehen KÖNNTEST und wie Du TATSÄCHLICH siehst.
Ich habe vor ein paar Jahren meine Brille verlegt (ich bin leicht kurzsichtig, -1 und -1,5), und musste beim Optiker eine neue anfertigen lassen. Die verlorene Brille hatte ich vorher jahrelang, und ich trage sie den halben Tag lang. Die neue Brille hatte exakt die gleichen Werte. Wenn eine Brille die Augen verschlechtern würde, dann hätte ich doch eine stärkere Brille bekommen müssen, oder?
Und es geht mir, seit ich eine Brille habe (seit meinem 17. Lebensjahr, ich bin jetzt 39) so wie Dir: wenn ich sie absetze, habe ich kurzzeitig das Gefühl, schlechter zu sehen. Dann gewöhne ich mich dran, und wenn ich die Brille wieder aufsetze, sehe ich wieder besser.

Ich würde auch nciht so leichtfertig auf eine maßgefertigte Brille verzichten. Wenn die Brillenstärke nicht genau passt, dann muss das Augen den Unterschied kompensieren, und das verursacht Kopfweh und Augenschmerzen. Und zu „genau passen“ gehörenein paar mehr Werte als „nur“ die korrekte Sehstärke.

Auch an das Problemfreie Sehen beim Autofahren glaube ich nicht so ganz. Die oben von mir angegebenen Werte für meine Kurzsichtigkeit sind deutlich genug, um den Führerschein mit der Auflage „nur mit Brille“ zu bekommen.

Alles Gute,
die Franzi

Hallo,

das Problem bei den Fertigbrillen ist, dass beide Linsen gleich geschliffen sind, während deine Augen aber vielleicht unterschiedliche Diotrin brauchen würden. Meine Augen weichen z.B. ungefähr um 0,75 Dioptrin voneinander ab und ich habe auf einem Auge auch noch einen hübschen Astigmatismus. Fertigbrillen können das nicht berücksichtigen. Ich vermute mal, dass du bei den Fertigbrillen ein bevorzugtes Auge hast, dass die Seharbeit übernimmt, während das andere Auge vom Gehirn „ausgeschaltet“ wird. Bei der Optikerbrille sehen auf einmal beide Augen gleich gut, was deine Schaltzentrale erstmal mühsam verarbeiten muss. Du musst wie ein kleines Kind wieder beidseitig sehen lernen, das dauert und ist verdammt anstrengend!

Außerdem entpricht u.U der Scharfpunkt der Linsen im Gestell nicht deinem Augenabstand (das werden die Brillen sein, die du dann einfach nicht benutzt).

Es gibt die Möglichkeit (und ein guter Optiker macht das auch), dass die angepassten Linsen eben nicht überoptimal ausgemessen werden. Bei meiner Lesebrille ist das der Fall (allerdings bin ich kurzsichtig, mit den Fertigbrillen kann ich eh nix anfangen). Ein klein wenig muss ich mich also immer anstrengen, und die Tagesschwankungen kann ich so auch gut kompensieren.

Der Wechsel zwischen Brille / ohne Brille ist auch Übungssache (wie oben bereits angedeutet). Wenn ich zwischen Lesebrille und „Weitsichtbrille“ hopse, brauche ich inzwischen nur noch wenige Minuten, bis sich meine Augen angepasst haben. Da ich nicht mehr drüber nachdenke, stört es mich auch nicht mehr. Vor ein paar Monaten dachte ich noch, das klappt niemals und war mittelprächtig verzweifelt. Man muss also ein wenig Geduld (wenn man Pech hat, ein paar Wochen) mitbringen, bis der Wechsel störungsfrei funktioniert. Das Gehirn muss an die verschiedenen Bilder, die durch den Wechsel zwischen unterschiedlichen Linsen produziert werden, erstmal gewöhnen. Das ist aber vollkommen normal!

Also meine Meinung ist: Nimm angepasste Linsen und wappne dich mit Geduld. Je älter man wird, desto länger kann die Eingewöhnungszeit dauern, also nimm noch ein wenig mehr Geduld mit.

LG Barbara

Danke Barbara!

das Problem bei den Fertigbrillen ist, dass beide Linsen
gleich geschliffen sind, während deine Augen aber vielleicht
unterschiedliche Diotrin brauchen würden.

So ist es

Ich vermute
mal, dass du bei den Fertigbrillen ein bevorzugtes Auge hast,
dass die Seharbeit übernimmt, während das andere Auge vom
Gehirn „ausgeschaltet“ wird. Bei der Optikerbrille sehen auf
einmal beide Augen gleich gut, was deine Schaltzentrale
erstmal mühsam verarbeiten muss. Du musst wie ein kleines Kind
wieder beidseitig sehen lernen, das dauert und ist verdammt
anstrengend!

genau, so ist es. Die Frage ist, ob sich diese „Eingewöhnungszeit“ mit der Zeit verkürzt, oder ob die Zeit im Nebel (ohne Brille) ein Normalzustand wird. Dann verzichte ich lieber auf ein bißchen mehr Schärfe beim Lesen mit der „Lesehilfe“ - eben wie gewohnt.

Außerdem entpricht u.U der Scharfpunkt der Linsen im Gestell
nicht deinem Augenabstand (das werden die Brillen sein, die du
dann einfach nicht benutzt).

So ist es. manche „Lesehilfen“ im „Ein Euro Shop“ schmerzen und manche nicht.

Es gibt die Möglichkeit (und ein guter Optiker macht das
auch), dass die angepassten Linsen eben nicht überoptimal
ausgemessen werden.

Wer weiß?

Der Wechsel zwischen Brille / ohne Brille ist auch Übungssache
(wie oben bereits angedeutet). :Vor ein paar Monaten dachte ich noch, das klappt niemals und
war mittelprächtig verzweifelt.

Das ist die Frage

Also meine Meinung ist: Nimm angepasste Linsen und wappne dich
mit Geduld. Je älter man wird, desto länger kann die
Eingewöhnungszeit dauern, also nimm noch ein wenig mehr Geduld
mit.

Wie nach einer voreiligen Amputation? natürlich gewöhnt man sich dann auch an die Krücken. ;-(

ganz herzlich
Friedhelm

Danke, liebe Franzi!

Deine Augen verschlechtern sich nicht durch eine Brille, sie
verbessern sich auch nicht. Die Brille ergänzt nur den Rest,
den die Augen nicht können. Und wenn du die Brille absetzt /
den Apparat verläßt, hast du den direkten Vergleich zwischen
wie du sehen KÖNNTEST und wie Du TATSÄCHLICH siehst.

Genau. Aber faktisch, real kann ich lesen und bin ohne Brille problemlos weitsichtig, vielleicht etwas weniger scharf und weit.

Ich habe vor ein paar Jahren meine Brille verlegt (ich bin

leicht kurzsichtig, -1 und -1,5), und musste beim Optiker eine
neue anfertigen lassen. Die verlorene Brille hatte ich vorher
jahrelang, und ich trage sie den halben Tag lang. Die neue
Brille hatte exakt die gleichen Werte. Wenn eine Brille die
Augen verschlechtern würde, dann hätte ich doch eine stärkere
Brille bekommen müssen, oder?
Und es geht mir, seit ich eine Brille habe (seit meinem 17.
Lebensjahr, ich bin jetzt 39) so wie Dir: wenn ich sie
absetze, habe ich kurzzeitig das Gefühl, schlechter zu sehen.
Dann gewöhne ich mich dran, und wenn ich die Brille wieder
aufsetze, sehe ich wieder besser.

Ich würde auch nciht so leichtfertig auf eine maßgefertigte
Brille verzichten. Wenn die Brillenstärke nicht genau passt,
dann muss das Augen den Unterschied kompensieren, und das
verursacht Kopfweh und Augenschmerzen. Und zu „genau passen“
gehörenein paar mehr Werte als „nur“ die korrekte Sehstärke.

Auch an das Problemfreie Sehen beim Autofahren glaube ich
nicht so ganz. Die oben von mir angegebenen Werte für meine
Kurzsichtigkeit sind deutlich genug, um den Führerschein mit
der Auflage „nur mit Brille“ zu bekommen.

Ich glaube Dir ohne Einschränkung. Nach der sehr aufwendigen „Vermessung“ meiner Augenleistung stand ich im Nebel und wäre auch niemals in ein Auto gestiegen (um selbst zu fahren).

Wenn ich nun darauf verzichten müßte, nur um etwas schärfer lesen zu können, wäre mir echt der Preis zu hoch. Ich bräuchte immer zwei Brillen.

ganz herzlich
Friedhelm

Hi,

das neblige Sehen, wenn du aus dem Apparat beim Optiker rauskommst, ist das, was du wirklich siehst. Normalerweise vergisst du das nur. Du siehst nicht wirklich scharf.
Bitte, gönne Dir eine Brille.

die Franzi

Hallo, liebe Franzi, Danke für den besorgten Rat!

das neblige Sehen, wenn du aus dem Apparat beim Optiker
rauskommst, ist das, was du wirklich siehst. Normalerweise
vergisst du das nur. Du siehst nicht wirklich scharf.
Bitte, gönne Dir eine Brille.

Ich weiß, was Du meinst. Danke. Mit der Frage jedoch „Was ist wirklich?“ geraten wir in die Philosophie.

ganz herzlich
Friedhelm