Gerade eben kam im Radio die Meldung, „dass der Täter später verstorben ist“, so gesagt von einem Polizeisprecher…
und in einem Polizeibericht lese ich:
„Die 20-Jährige wurde festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt verbracht.“
Ich habe diese Wörter natürlich schon öfter gehört, und jedes Mal frage ich mich: ist „versterben“ eine andere Art von „sterben“, …und soll „verbringen“ in diesem Kontext nicht einfach „bringen“ heißen???
Was sagt ihr dazu? Mir sträuben sich die Haare, wenn ich solche Wörter höre oder lese…Oder müssen Polizei- und andere Beamte sich so verquer ausdrücken??
Gerade eben kam im Radio die Meldung, „dass der Täter später verstorben ist“, so gesagt von einem Polizeisprecher…
und in einem Polizeibericht lese ich:
„Die 20-Jährige wurde festgenommen und in die
Justizvollzugsanstalt verbracht.“
Ich habe diese Wörter natürlich schon öfter gehört, und jedes
Mal frage ich mich: ist „versterben“ eine andere Art von
„sterben“, …und soll „verbringen“ in diesem Kontext nicht
einfach „bringen“ heißen???
Was sagt ihr dazu? Mir sträuben sich die Haare, wenn ich
solche Wörter höre oder lese…Oder müssen Polizei- und
andere Beamte sich so verquer ausdrücken??
Hi Uschi
werden Lehrer nicht verbeamtet? *g*
Beaufschlagt ist auch sehr nett
Hast Recht, klingt scheußlich, aber so sind sie nun mal, unsere Bürokraten.
Gruß
Rainer
nehme ich keinen Anstoß.
Passt in jede Leichenrede: „Der Verstorbene war langjähriges Mitglied des Hasenzüchtervereins, der Feuerwehr, … .“;
auf jeden Leichenschmaus: „Haben Sie den Verstorbenen gut gekannt?“
„Verbringen“ hat, wie Rainer schon andeutete, die Konnotation, dass dies „Bringen“ auf Grund eines Verwaltungsaktes geschieht.
So reden die, um zu zeigen, WIR bestimmen das!
hi! das verb „versterben“ ist im infinitiv bereits verstorben. nur mehr im präteritum und im perfekt gebräuchlich. ist eben aus der mode gekommen.
„verbringen“ ist amtssprache! sowas gibts auch noch, tztz.
gruß, barbie
drückt in diesem Fall so etwas wie „er ist vorbei, zu Ende, Vergangenheit“ aus, das Verb wird „perfektiv“; deshalb kann man halt nicht sagen: Jetzt verstirbt unser lieber XY.
versuch es doch mal mit dem Silbchen „ent“. Daraus läßt sich auch schön was machen. Statt „der Verstorbene wurde von der Behörde nach seiner Ruhestätte verbracht“ schreiben wir dann „der entlebte Leib, das entleibte Leben wurde mit dem Leichenwagen, übrigens einer prachtvolle Kutsche, gezogen von vier stolz trabenden Amtsschimmeln, zur endgültigen Ruhe dem hektischen Treiben auf den Behördenfluren entzogen“.
Das können wir so lange perfektionieren, bis die Sprache verentet ist.
Gruß, Bernd
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