Vor knapp 1 Monat hat sich meine Ehefrau das Leben gekommen. Wegen gewisser verschiedener Bobachtungen (verringerte Nahrungsaufnahme, Verlust körperlicher Leistungsfähigkeit) kam mir nun der Gedanke, dass sie vielleicht an einer (vielleicht tödlichen) Krankheit litt, die sie mir verschwiegen hatte.
Wir hatten vor ca. 5 Jahren geheiratet und sie sprach immer von Ängsten, die die sber nicht erklären konnte (oder wollte).
Vielleicht wollte sie einem langen Kliniksaufenthalt oder lamfamem Sterben entgehen?
Bekäme ich von ihrer Hausärztin als Ehemann eine Auskunft? Oder könnte die Therapeutin, die sie lange behandelt hat, unter Kollegen eine Ausdkunft einholen?
Gruss
Rolf
Hallo Rolf
Bekäme ich von ihrer Hausärztin als Ehemann eine Auskunft?
Oder könnte die Therapeutin, die sie lange behandelt hat,
unter Kollegen eine Ausdkunft einholen?
Die ärztliche Schweigefplicht gilt grundsätzlich auch über den Tod des Patienten hinaus. Im Fall deiner Frau liegt wahrscheinlich auch keine Schweigepflichtentbindung vor. Vielleicht sieht ddie Ärztin aber Gründe anzunehmen, dass es ihr mutmaßlicher Wille war, dass du als hinterbliebener Ehemann Auskunft erhalten darfst. Sprich doch einfach mal mit ihr.
Gruß, Medizinmann
Hallo und mein Beileid. Der Suizid ist für die Angehörigen mit eine der schrecklichsten Arten, wie ein Mensch sterben kann.
Zu deiner Frage: Verminderte Nahrungsaufnahme und Verlust körperlicher Leistungsfähigkeit kann sehr viel sein. Diese beiden Symptome passen aber, ebenso wie die Ängste, in das Bild einer (Angst-)Depression. Dazu passt auch der Suizid. Insofern hatte sie wohl eine Krankheit, an der sie zuletzt verstorben ist: Depression. Was der Auslöser (wenn es denn einen gab) dafür war, kann dir unter Umständen niemand sagen. Und selbst wenn, können sie dir extrem irrational erscheinen.
Ob du über Hausärztin oder Therapeutin eine Auskunft über eventuelle andere Krankheiten kriegst, kann ich dir nicht sagen.
MfG,
TheSedated
Vielen Dank erst mal für den Kommentar. Wenn es zutrifft (was durchaus anzunehmen ist), wäre das für mich zumindest ein seelisches „Loch“. Denn ich suche ja auch nach Antwort, ob die Ängste mit mir bzw. unserer Beziehung zu tun gehabt haben könnten. Das ist zwar Ihren Äußerungen gegenüber Dritten äußerst unwahrscheinlich, aber ich hätte so eine Erklrung, warum sie diese Tat -wie eine Kurzschlusshandlung- innerhalb von 10-20 „unbewachten“ Minuten vollzogen hat, obwohl sie mir und Freunden, und auch Ärzten lange Zeit glaubwürdig versichert hatte, so etwas nicht mehr zu wollen. Es hatte vor über 10 Jahren mal einen „leichten“ Versuch gegeben, der an „unprofessioneller“ Ausführung escheitert war (oder sollte).
Nach der Anwort wäre es da vielleicht eine Entscheidung der Hausärztin, mir doch aukunft zu geben. Scließlich könnten irgenwelche ihrer Recht und Würde dadurch eigentlich kein Abbruch getan werden, im Gegenteil.
Gruss
Rolf
Guten Tag,
nun, da es sich um eine Selbsttötung handelt, was ergab denn der Obduktionsbericht?
Der sollte doch Aufschluss über eine ggf tödlicher Erkrankung geben.
Hallo!
Vielen Dank für Dein Beileid, ich habe sie selbst gefunden und es war ein Horror, nach 25 Jahren ohne größere Probleme…
Ja, leider spricht viel für eine Depression aus Unklaren Ängsten, beim ersten Mal vor vielen Jahren ging es immer um Kontrollen der Leistung (z.B.) durch so eine Art „Großen Bruder“. Das hatte aber über 12 Jahre vollkommen aufgehört und sie war ohnehin praktisch in Rente. Niemend hatte geglaubt, sowas kommt wieder hoch. In zwölf Jahren hätte aber auch eine körperliche Kranheit entstanden bzw. diagnostziert (und/oder nachgewiesen werden können.
Und vor langem Leiden unter Krankheit hatte sie fürrchterliche Angst, das hat sie mir schon vor 20 Jahren eingestanden.
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Daran hatte ich auch schon gedacht, auf diesem Weg zu Fragen (ich kenne den Bericht nicht). Natürlich hat die Polizei sie in die Gerichtsmedizin gebracht, man hat mir aber schon am Folgetag die (Wieder-)Freigabe mitgeteilt. Was natürlich nicht ausschlißt, das nicht doch noch sowas gefunden wurde. Bekannt war mir eine chronische Bronchitis, die in unserem Alltag zwar durch häufiges leichte Husten erkennbar war, aber, das wir beide nicht rauchten, nicht so wichtig schien.
Da ihre Therapeutin selbst Dr. med. ist (sie aber nie medizinisch behandelt hat), dachte ich, vielleicht kann sie das einschätzen oder kollegial erfragen?
Danke für den Beitrag,
Rolf
Hallo,
Mein Beileid als erstes.
Leider wird in der Regel bei Selbsttötung keine wirkliche Obduktion durchgeführt. Denn warum jemand gestorben ist weiss man ja. Die Ursache für den Suizid sucht man in der Regel leider nicht.
Da die Schweigepflicht auch über den Tod hinaus Gültigkeit hat, wird es schwierig eine sichere Aussage zu bekommen. Der Therapeut könnte sich ja im Verlauf auch in Schwierigkeiten bringen, wenn er Gründe nennt und man danach ihm vorwirft, er hätte falsch gehandelt und so es nicht geschafft den evtl. absehrbaren Suizid zu verhindern…
Aber ich denke der Therapeut sollte auf jeden Fall in der Lage sein, im Sinne deiner Frau mit Dir ein Gespräch zu führen, dass dir hilfreich ist…
Ich wünsche Dir viel Kraft bei der Aufarbeitung.
Liebe Grüsse
Anja
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Hallo Anja,
danke Für Dein Beileid. So stereotyp das auch klingen mag, es gibt einem doch immer wieder ein klein bisschen sowas wie Trost.
Deine Aussagen dürften stimmen, denn da sie nach 1 Tag bereits freigegeben wurde, konnte ja wohl nicht viel untersucht worden sein.
Einer schrieb, dass vielleicht die Hausärztin ein bisschen Einsehen haben könnte, und sei es nur zu sagen „Es gab was“ oder eben „es gab da nichts“.
Zudem gibt es nur 1 nahen Verwandten, einen Bruder, den kenne ich gut und weiss, dass das auch ihn interessieren würde.
Die Therpeutin hat sich bisher auf das beschränkt, was man so sagt: „Eigene Entscheidung“, „menschliche Würde“ „Akzeptanz“. Das ist aber nicht das Problem: Ich will ihr ja nichts davon streitig machen, und auch wenn ich der einzige „Dumme“ bin (und der Kater, den sie so geliebt hat), habe ich ihr das Entscheidende längst verziehen, 100%ig, weil ich gut verstehe, wie es ihr gegengen sein muss, um 14 Tage vor der Ulaubsreise, auf die sie sich nach langen Zögern sehr gefreut hatte, so ein Art Kurzschlusshandlung zu begehen. Und einen anderen Begriff bekam ich auch von den Ärzten bisher nicht zu hören.
Naja, ich werde noch mal versuchen. Natürlich will sich kein Arzt juristisch „in Gefahr“ bringen, aber ein kleiner Hinweis würde mich vielleich auch schon beruhigen.
Liebe Grüße zurück
Rolf
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Hallo Rolf,
du erwähnst neben der Hausärztin noch eine Therapeutin. Bekam deine Frau evtl. Antidepressiva? Es ist seit langem bekannt, dass Menschen durch die Einnahme dieser Präparate zu Amokläufern oder Selbstmördern werden, siehe z. B. hier:
http://gegen-pfizer.blogspot.com/2008/12/frontal-21-…
Ich wünsche dir viel Kraft und Gottes Segen in dieser Zeit!
Liebe Grüße,
sine
Guten Tag sine,
ich weiss es nisht genau. Da sie aber gegenüber Ärzten ihre Lage immer mal wieder als „Depression“ beschrieben hat, ist das möglich. Es existieren Verodnungen einer Klinik und sie hat auch selber ziemlich genau aufgeschrieben, was sie einnehmen „Musste“, da müsste ich mir ein Herz fassen und all die Zettelchen mal studieren.
Natürlich gehe ich davon aus, dass ale Ärzte „ihr Bestes“ getan haben, oder tun wollten. Es hilft mir nichts, darunter einen „Schuldigen“ zu finden, denn ich glaube (auch) daran, dass es nur einer schlechten Minute, eines „seelischen Schubes“ bedurft hatte, in Verwirrung ihren latenten Plan nun doch durzusetzen, obewohl sie sich gerade zu was anderem entschlossen hatte… nämlich in Kürze mit mir in Urlaub zu fahren.
Vielen Dan fpr den Beitrag