Verstoß gegen allgem. Gleichbehandlungsgebot?

Hallo, ich bin neu hier und hoffe, dass mir jemand helfen kann.


Zur Situation:

Arbeitnehmer A ist seit 2 Jahren in einer Firma als Sekretär/in beschäftigt und übernimmt anspruchsvolle Aufgaben, die kein/e Sekretär/in vor ihm/ihr übernahm. Die Fluktuation der Firma (um die 5-10 MA) ist sehr hoch und jeder AN im Sekretariat hat max. 2-3 Jahre ausgehalten.

AN A arbeitete ca. ein halbes Jahr mit AN B zusammen, welcher ca. 500 € mehr Gehalt bekam. Die Arbeiten die AN B verrichtet, sind nicht zu vergleichen mit denen von AN A. Der einzigste Grund, warum AN B mehr Gehalt bekommen könnte, ist dass dieser viel älter ist als AN A.

AN B eckte ständig mit dem Chef an, machte eine schlechte Arbeit, der Chef ist unzufrieden.Auch beim Weihnachtsgeld bekam AN B ein 13. Monatsgehalt, während AN A nur mit „1000 €“ abgespeist wurde. AN B ist mittlerweile gekündigt worden und AN A übernimmt alle Aufgaben mit + noch viele Zusatzaufgaben.

Vor ein paar Monaten erfährt AN A, dass alle anderen Sekretäre/innen vor ihm/ihr mind. 600 € mehr Gehalt bekamen (bei einem auch 1.000 €). Außer das diese AN alle älter waren als AN A gibt es keine großen Unterschiede- der Chef war jedoch mit allen unzufrieden und alle besassen nicht das technische Know-How von AN A.

Chef verrät AN A sogar private Details, mag ihn/sie, bei Gehaltserhöhungsfragen wird er/sie jedoch abgeblockt. Das Unternehmen stünde nicht gut da ist die Ausrede, welche AN A nicht so ganz glauben kann. Dass AN A viele Aufgaben übernimmt, die vorher kein AN übernommen hat, wird ignoriert.

Verstößt diese Vorgehensweise gegen das allgemein Gleichbehandlungsgebot, weil Vorgesetzter AN A klein halten will und sich freut für bessere Arbeit weniger zahlen zu müssen? Wie kann AN A argumentieren? Wie sieht die Situation rechtlich aus?


Vielen lieben Dank Ihr Lieben!!! LG

Hallo

Das ist kein Verstoß gegen ein Gleichbehandlungsgebot. Der AN hat einfach nur schlecht verhandelt. AN A sollte sich also einen neuen Arbeitgeber suchen, bzw dem AG klar machen, daß es entweder mehr Kohle gibt oder man ein Zwischenzeugnis für die Bewerbungen möchte.

Gruß,
LeoLo

hallo,

Gehalt ist immer Verhandlungssache. Man muss sich Dessen bewusst sein, bevor man einen Arbeitsvertrag abschliesst, denn mit dem verhandelten Verdienst sollte man einige Jahre klar kommen.
Wenn sich andere Mitarbeiter besser verkaufen und höhere Gehälter bzw ein 13. Gehalt aushandeln, dann soll es ihnen gegönnt sein …

So ist das nunmal im Leben, geschenkt bekommt man nichts. Wenn man sich billig verkauft, darf man sich später nicht ärgern. Beim der nächten gehaltsverhandlung des neuen AG hat man dazu gelernt :smile:

In meinem Fall war es einmal so extrem, dass ich ganze 1000 Euro mehr verdient hatte als meine Kollegin in selber Stellung. Ich hatte ganze 7 Jahre mehr Berufserfahrung und sehr gute zeugnisse und Referenzen, sie alleridngs hatte eine intensivere Ausbildung. Ich habe hart verhandelt, sie hatte angenommen was ihr angeboten wurde.

LG Jasmin