Verteidigung der Werte?

Hallo,
Die Presse- und die Meinungsfreiheit ist wohl ein hohes GUt, den man verteidigen sollte.

Leider werden die kläglichen Verscuhe von Moslems Einfluss auszuüben als „inakzeptaler EIngriff“ in das Wertsystem verstanden…aber auf der anderen Seite dreht man weiter Däumchen wenn kirchenvertreter ihre Macht nicht nur kläglich sondern wirkungsvoll einsetzen gegen das hiesige Wertesystem:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,397…

Der baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner hat wegen der umstrittenen Äußerungen gegenüber dem katholischen Bischof Fürst seinen Rücktritt erklärt. Renner sagte, er gehe „erhobenen Hauptes“, um Schaden von der Landesregierung abzuwenden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,397…
Grund für die verbale Auseinandersetzung: Renner hatte im Sommer 2005 die Schirmherrschaft über das Homosexuellen-Fest „Christopher-Street-Day“ übernommen. Die vier katholischen und evangelischen Bischöfe in Baden-Württemberg äußerten daraufhin in einem Brief ihr Missfallen über das Werteverständnis Renners.

Am 12. Juli eskalierte der Streit bei einem Besuch von Kirchenvertretern bei der CDU-Landtagsfraktion. Renner und Weihbischof Thomas Maria Renz lieferten sich einen Disput. Als sich Bischof Gebhard Fürst in das Gespräch einschaltete, soll Renner gesagt haben: „Halten Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen.“

Mich würde interessieren wie man zu diesen Sachen steht.

MfG

Ein Minister hat sich anders zu benehmen. Beschimpfungen dieser Art würden nicht nur gegenüber Kirchenvertretern zu Problemen führen.

Einen Einfluss der Kirche kann man also nicht belegen.

Einen Einfluss der Kirche kann man also nicht belegen.

Nein, nein, eine Kirche, die politische Entscheidungen kritisiert (was freilich ihr gutes Recht ist), die mischt sich nicht ein, sie übt keinen Einfluss aus. Der Vorfall steht in keinem Verhältnis zum Rücktritt, das geht nicht mit rechten Dingen zu.

Levay

Nein, nein, eine Kirche, die politische Entscheidungen
kritisiert (was freilich ihr gutes Recht ist), die mischt sich
nicht ein, sie übt keinen Einfluss aus. Der Vorfall steht in
keinem Verhältnis zum Rücktritt, das geht nicht mit rechten
Dingen zu.

Dann sieh’ Dir mal an, wegen was für Nichtigkeiten Leute zurücktreten. (Gysi und Bonusmeilen, ein vollständig entlasteter Seiters in Sachen Bad Kleinen oder auch ein Bremer Senator wegen der berühmten Sektattacke). Renner war sowieso schon innerparteilich angeschossen. Der Abschuss seitens der Partei ist nicht außergewöhnlich.

Und selbst wenn es hier einen Einfluss der Kirche gegeben hätte (der nicht belegbar ist), sind die beiden Angelegenheiten nicht vergleichbar. Der Mann war Regierungsmitglied in einem Bundesland, das unzweifelhaft mehrheitlich christlich ist.

Eine dänische Zeitung wiederum spricht nicht für arabische Staaten.

… ein vollständig
entlasteter Seiters in Sachen Bad Kleinen …

Scheinbar weiß er, wie es tatsächlich war, und nimmt daher nicht ernsthaft an, dass man ihn davon entlasten kann :wink:

moe.

Nein, nein, eine Kirche, die politische Entscheidungen
kritisiert (was freilich ihr gutes Recht ist), die mischt sich
nicht ein, sie übt keinen Einfluss aus. Der Vorfall steht in
keinem Verhältnis zum Rücktritt, das geht nicht mit rechten
Dingen zu.

Es geht mit rechten Dingen zu. Es ist Wahlkampf im katholischen Ländle.

André

… ein vollständig
entlasteter Seiters in Sachen Bad Kleinen …

Scheinbar weiß er, wie es tatsächlich war, und nimmt daher
nicht ernsthaft an, dass man ihn davon entlasten kann :wink:

Er kann es annehmen, da er wohl wirklich keine Schuld daran hat. Dass er die politische Verantwortung übernimmt, ist etwas, dass viele nicht getan haben. Und bei allen Verschwörungstheorien, die zu dem Thema existieren, ist Seiters meines Wissens nicht bei den Schuldigen zu finden.

Und ich mag garnicht daran denken, wie viel besser es gelaufen wäre, wenn Seiters Innenminister geblieben wäre und nicht Kanther.

Gerade Seiters halte ich für eine der wenigen durchweg positiven Erscheinungen der letzten 15 bis 20 Jahre in der deutschen Regierungsperonalität.

Gruß

ALex

Leider werden die kläglichen Verscuhe von Moslems Einfluss
auszuüben als „inakzeptaler EIngriff“ in das Wertsystem
verstanden…aber auf der anderen Seite dreht man weiter
Däumchen wenn kirchenvertreter ihre Macht nicht nur kläglich
sondern wirkungsvoll einsetzen gegen das hiesige Wertesystem:

Deutschland ist mehrheitlich ein christliches Land. Der Einfluß der Kirche (und auch die Kritik daran) hat einen völlig anderen Status als der Einfluß islamischer Gruppen (und die Kritik daran). Das befindet sich eben nicht auf derselben Stufe. Vergleiche einfach einmal, wie es mit dem Einfluß nichtislamischer Kräfte in islamischen Ländern aussieht.

Gruß
dataf0x

Deutschland ist an sich ein säkulares Land, das eine zwar mäßige aber immerhin eine erkennbare Trennung zwischen Kirche und Staat vollzogen hat.

Diese Trennung kann man unter keinen Umständen aushebeln- auch nicht unter dem Aspekt der Mehrheitsreligion.

Wenn die Mehrheitsreligion in den Staat eingreifen kann…Dann brauchen wir die Trennung gar nicht. Dann können wir dirket das Christentum als Staatsreligion akzeptieren.

Das wäre mir lieber als wenn wie es jetzt läuft mir einen von Säkularer Staat zu erzählen.

MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Deutschland ist an sich ein säkulares Land, das eine zwar
mäßige aber immerhin eine erkennbare Trennung zwischen Kirche
und Staat vollzogen hat.

Ich finde es schon frech, wenn sich diese dänischen Moslems in einem Land niederzulassen, das ihnen Freiheiten gewährt, die sie zuhause nicht haben, und sich dann auch noch darüber aufzuregen, wenn diese Freiheiten einen dann auch einmal selber treffen.

Diese Trennung kann man unter keinen Umständen aushebeln- auch
nicht unter dem Aspekt der Mehrheitsreligion.

Es gibt speziell in Deutschland einen ziemlich starken Kritikpunkt bei diesem Thema, nämlich die Kirchensteuer, aber der hier angesprochene Punkt ist keiner. Wo wird sich da eingemischt? Eher hat offenbar ein Politiker keine Manieren und beleidigt einen Geistlichen… (ich kenne die Geschichte nicht. Nur das was da steht.)

Wenn die Mehrheitsreligion in den Staat eingreifen kann…Dann
brauchen wir die Trennung gar nicht. Dann können wir dirket
das Christentum als Staatsreligion akzeptieren.

Das ist nicht nötig. Die mehrheitliche ideologische Ausrichtung einer Bevölkerung bestimmt nunmal die Politik mit. Mit Religion hat das nicht mehr viel zu tun, wo doch die meisten gar nicht religiös leben. Islamische Werte haben keinen Rückhalt in einem Land mit mehrheitlich christlichen Vorstellungen. Wer würde etwas anderes erwarten? Dagegen nutzt auch eine Trennung von Staat und Religion nichts. Beispielsweise würde es wohl kaum eine Mehrheit finden, den Sonntag als Werktag einzuführen oder das Kirchengeläut um 7 Uhr früh zu verbieten.

Das wäre mir lieber als wenn wie es jetzt läuft mir einen von
Säkularer Staat zu erzählen.

Der „säkuläre Staat“ bezieht sich auf seine Organisation und nicht auf die ideologischen Trends.

Gruß
dataf0x

Wenn die Mehrheitsreligion in den Staat eingreifen kann…Dann
brauchen wir die Trennung gar nicht. Dann können wir dirket
das Christentum als Staatsreligion akzeptieren.

Kann Sie nicht.