Verteilung von Unternehmensanteilen

Hallo,

ich habe eine Frage zur Bewertung von Internetprojekten und Durchschnittswerten zu Unternehmensanteilen, wenn man einen neuen Gesellschafter mit aufnimmt.

Kurz zu meinem Projekt: Ich habe zusammen mit einem Freelancer eine Internetplattform entwickelt mit der ich jetzt online gehen möchte. Ich arbeite an dem Projekt nebenberuflich etwa 1-2 Jahre und habe rund 20 Tsd. Euro investiert. Die Plattform ist jetzt komplett fertig und startbereit. Das Feedback von Personen, die die Plattform gesehen haben, war durchweg positiv und die meisten sehen ein mehr oder weniger großes Potential. Das Geschäftsmodell basiert auf Gebühren ähnlich wie bei eBay. Die Plattform ist dreisprachig. Ein Business Plan ist vorbereitet genauso wie Marketingmaterial für den Start.

Ich habe das Projekt bislang alleine vorangetrieben und bin daran alleine beteiligt. Ich möchte vor dem Start gerne noch einen weiteren Gesellschafter mit aufnehmen, der den technischen Part verantwortet (Maintenance und Weiterentwicklung), weil mir hier leider die Kenntnisse fehlen und die Zusammenarbeit mit dem Freelancer im Live-Betrieb zahlreiche Probleme mit sich bringt (insbes. Reaktionszeiten). Ich selber möchte mich auf die Bereiche Marketing, Vertrieb, Kooperationen, Finanzen und Support konzentrieren.

Meine Frage ist wie in ähnlichen Fällen die Anteile verteilt werden und zu welchen Konditionen ein neuer Gesellschafter mit aufgenommen werden sollte. Ich habe ja schon sehr viel Vorarbeit geleistet. Gibt es hierbei irgendwelche Erfahrungswerte? Ich möchte nicht zu sehr auf mein Projekt eingehen, sondern mich interessiert eher wie es in anderen (evtl. auch branchenfremden) Fällen gelöst wird.

Ich dachte grob an folgende Konditionen:

  • Unternehmensanteil für neuen Gesellschafter: 20-25% (Sind 20% zu wenig? Sind 25% zuviel? Was ist üblich?)
  • Einmalzahlung von 3000 EUR, um zumindest mit meinen Investitionen einigermaßen gleichzuziehen
  • Im ersten Jahr zahlen beide Gesellschafter monatlich paritätisch 200 Euro ein, um ggfls. laufende Kosten zu decken

Wie kann man sicherstellen, dass der neue Gesellschafter denselben Input liefert wie ich selber und sich nicht einfach den Anteil nimmt und anschließend verabschiedet? Sollte man Milestones und Deadlines festlegen, an die die Übertragung der Anteile geknüpft wird (z.B. wenn x% der Roadmap entwickelt sind, dann erhält der neue Gesellschafter x% der Anteile)? Welche Sicherungsklauseln sind üblich, um den Anteil zurückzubekommen, wenn es absolut nicht so verläuft wie geplant und der neue Gesellschafter einfach aus dem operativen Geschäft aussteigt nachdem die Anteile verteilt sind?

Ich würde mich sehr über Feedback freuen!

Beste Grüsse,

Philip

Hallo Philip,

welche Rechtsform hat denn dein Unternehmen? bzw. soll es denn haben?

MFG,
Uri