Hallo,
angenommen, die gerade 18 gewordene Tochter hat ihre Ausbildung in einer anderen Stadt begonnen und bekommt Schüler Bafög.
Erfreut über ihre neue Freiheit, hat sie sich ein Hypoxi-Studio angeschaut und gleich beim ersten Beratungsgespräch unterschrieben. Ihr war nicht klar, dass sie einen Vertrag über 490€ unterschrieben hat. Nach diesem Termin hatte sich das Thema erledigt und sie hatte es vergessen.
Nun bekam sie Post von dem Studio, sie soll die vertraglich vereinbarten 490€ überweisen und die Behandlungen langsam mal angehen.
In ihrer Not hat sie mit der Chefin des Studios einen neuen Vertrag ausgehandelt, wo sie nur noch 150€ zahlen muss.
Ist es überhaupt möglich, einen derart hohen Vertrag mit einer Schülerin einzugehen. Hat das Studio da nicht „unmoralisch“ gehandelt? Oder wie kann man so etwas bezeichnen? Klar ist das Mädel 18, aber deswegen noch lange nicht finanziell eigenständig.
Besteht eine Möglichkeit, generell aus diesem Vertrag (auch aus dem 150iger) rauszukommen? Immerhin hat sie keinerlei Leistung in Anspruch genommen. Es gibt auch keinen Grund für etwaige Schadenersatzansprüche.
Hallo,
angenommen, die gerade 18 gewordene Tochter
Die junge Dame ist volljährig? Mit allen dazu gehörenden Rechten und Pflichten?
Besteht eine Möglichkeit, generell aus diesem Vertrag (auch
aus dem 150iger) rauszukommen? Immerhin hat sie keinerlei
Leistung in Anspruch genommen. Es gibt auch keinen Grund für
etwaige Schadenersatzansprüche.
Ich gehe davon aus, daß der Vertragspartner Aufwendungen hatte. Dafür möchte er die 150 Euronen.
Die Tochter mag den Betrag unter „Lehrgeld“ abbuchen und froh sein, daß sie mit einem blauen Auge davon gekommen ist.
Gruß
Jörg Zabel
Hallo,
Ihr war nicht klar, dass sie
einen Vertrag über 490€ unterschrieben hat.
Wie stand das denn drin? Wenn der Betrag auf einmal fällig wird sollte das doch sogar als Summe irgendwo auftauchen …
Ist es überhaupt möglich, einen derart hohen Vertrag mit einer
Schülerin einzugehen. Hat das Studio da nicht „unmoralisch“
gehandelt? Oder wie kann man so etwas bezeichnen?
Naja, als Vertrag? Mit 18 ist die junge Dame nun einmal mündig, also im Normalfall zumindest. Was soll denn der Vertragspartner machen? Jedes mal nach Alter und Beruf fragen? Ich wäre meinerseits stinkig, wenn alle Vertragsgesuche ab 150EUR mit einer kompletten Alters- und Berufsanhörung einhergehen.
Zudem gibt es zahlreiche andere Verträge die einen wesentlich höheren Vertragswert haben, sei es die Wohnung für 200EUR/mt mit 3 Mon Kündigungsfrist, der DSL/Kabelanschluss für 40EUR/mt. mit 24Mon Mindestlaufzeit … da kommen ganz andere Summen zusammen und doch müssen auch 18jährige irgendwo Wohnen und wollen vielleicht auch ins Internet.
Darum wie erwähnt als Lehrgeld abschreiben, zu dem klingt es von dem Studio erst einmal durchaus kulant den ungewünschten Vertrag um 340EUR zu reduzieren …
lg, Sabrina
Hallo
18 ist 18 Punkt!
Wenn sie Lotto gespielt hätte und den Jackpot geknackt hätte, würde man sich ja auch nicht beschweren, dass sie sich den Einsatz eigentlich nicht hätte leisten können.
SP
Hallo,
mit 18 ist man offensichtlich nicht nur nicht finanziell unabhängig, sondern auch doch noch nicht so eigenständig und erwachsen, wie vermutet.
Die 18jährige sollte ihr Selbstbild noch einmal überdenken, die Eltern vielleicht anbieten, mal in einem längeren Gespräch die Möglichkeiten und Gefahren von Verträgen durchzusprechen, bzw. vor Abschluss von Verträgen diese durchzusehen.
Das wird der 18jährigen evtl. nicht schmecken (weil die Freiheit ein Stück verlorengeht), aber entweder lernt sie jetzt sehr schnell selbst dazu, oder sie wird weiter Lehrgeld bezahlen.
Sicherlich können die meisten von ähnlichen Erfahrungen berichten. Teilweise kann man auch über die Moral von solchen Verträgen sprechen, aber letztendlich wird niemand gezwungen seine Unterschrift abzugeben.
Im übrigen wird zu den Kündigungsmöglichkeiten sicherlich etwas im Vertrag stehen. Sonderkündigung jedenfalls sehe ich hier auch nicht als möglich soweit die Bedingungen bekannt sind.
Gruß
Nita
Ihr war nicht klar, dass sie
einen Vertrag über 490€ unterschrieben hat.
warum?
Stand der Preis irgendwo versteckt?
Hallo,
ich denke, da sollten die Eltern mal ihre Erziehungsmethoden überdenken und sich fragen, was sie da wohl falsch gemacht haben.
Normalerweise gibt man den Kindern von klein auf Taschengeld, damit sie den Umgang mit Geld lernen. Auch sollte man sie zur Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit erziehen, damit sie später einmal wissen, was eine Unterschrift ist, und daß man abgeschlossene Verträge einzuhalten hat.
Diese Tochter kann einem eigentlich nur leid tun, denn sie muß jetzt mit hoffentlich nicht so viel Lehrgeld das Unvermögen ihrer Eltern ausbaden.
Gruß Ebi