Guten Abend Rechtsgelehrte,
in verschiedenen Foren des Internets liest man häufiger von Online-Anbietern, die mit folgendem Trick versuchen, Kunden für einen kostenpflichtigen Service zu „fangen“:
Auf der Startseite des Anbieters findet man etwas, dass einen interessiert (z.B. ein Kochrezept).
Man klickt nun auf das Rezept und gelangt nicht auf das Rezept sondern auf eine Seite, auf der man seine email-Adresse angeben soll. Keinerlei Hinweis auf Kosten.
Also gibt man die Adresse ein und klickt bei der automatisch an den Rezeptinteressierten versandten Mail auf den mitgeschickten Link.
Auch hier kein Hinweis auf Kosten.
Nun vergehen 3 Monate, die Seite ist längst vergessen, und da flattert per Mail eine Zahlungsaufforderung ins Haus. Man habe das Angebot 3 Monate genutzt und gem. AGB würden nun ~ 40,-- Euro fällig.
Nur gab es keine AGB auf der Seite, zumindest nicht direkt ersichtlich.
Auch in der ersten Mail (zum Aktivieren des Angebots) keinerlei Hinweis auf AGB und Kosten.
Allerdings eine angehängte PDF-Datei mit AGB, die derjenige aber nicht gesehen hat, da kein Hinweis darauf dabei war und er ja nur zur Aktivierung aufgefordert wurde.
So z.B. hätte der Text aussehen können:
_um die … downloaden und nutzen zu können, müssen Sie nur noch Ihre Anmeldung aktivieren.
Bitte rufen Sie dazu folgenden Link auf:
Link: http ://www…-server.com/?ac=v&i=671&s=iyfq0TWC7WgY
(Sollte die Adresse nicht als Link dargestellt werden, kopieren Sie sie bitte vollständig in die Adresszeile Ihres Browsers.)
Mit freundlichen Grüßen,
…_
Nun zur Frage:
Wäre hier ein rechtlich bindender Vertrag zustande gekommen, obwohl kein Hinweis auf die Kosten bzw AGB angegeben wurden?
Auch sind dem Anbieter keine realen Daten des Rezeptinteressierten bekannt. Es ist nur die email-Adresse angegeben wurden, an die der Anbieter in der Folge auch alle Mahnungen schickt.
Danke schonmal für Eure Antworten
Gruß
R.