Vertrag zum Wechsel in die PKV rückgängig machbar?

Hallo,

meinem Mann wurde im letzten Jahr der Wechsel in die PKV nahegelegt und er hat den Vertrag, der in 2 Monaten beginnen soll, leider auch bereits unterschrieben. Wir haben ein gemeinsames Kind und planen weitere. Für verheiratete Familienväter ist ja bekanntermaßen eine PKV denkbar ungünstig und ich bin gerade richtig sauer über das, was er uns als Familie mit dieser Entscheidung finanziell antut. Deshalb meine Frage: kann der Vertrag noch rückgängig gemacht werden und lohnt es sich für mich, noch einmal eindringlich mit ihm darüber zu sprechen? Oder muss ich wohl oder übel damit leben?

Ich danke euch schon im Voraus für eure Antworten!

Hallo,

wo ein gemeinsamer Wille ist, finden sich auch gemeinsame Wege.

Die PKV hier aufzulösen dürfte nicht das Problem sein. Wichtig ist, dass eine Aufnahme in der GKV erfolgt. Da aus den Ausführungen ersichtlich ist, dass die GKV (als freiwilliges Mitglied) noch besteht, sollte erst die Kündigung rückgängig gemacht werden.

Die PKV kann widerrufen werden, wenn der Versicherungsschein und die Versicherungsbedingungen noch nicht zugegangen sind und noch nicht auf das Widerrufsrecht hingewiesen wurde.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,sich auf die Verletzung der vollständigen Beratungspflicht zu berufen. Bei Abschluss der KV muss nämlich ein Beratungsprotokoll ausgehändigt werden. Darin sollte auch stehen, dass auf die Folgen bei Familienzuwachs hingewiesen wurde. Fehlt das, oder wurde darüber nicht ausgiebig gesprochen,liegt ein Beratungsfehler vor. Stellt sich die Versicherung quer, einfach den Versicherungsombudsmann einschalten. Die Adresse muss im Versicherungsschein stehen.

Gruß Woko

meinem Mann wurde im letzten Jahr der Wechsel in die PKV
nahegelegt und er hat den Vertrag, der in 2 Monaten beginnen
soll, leider auch bereits unterschrieben.

Wir haben ein gemeinsames Kind und planen weitere. Für verheiratete
Familienväter ist ja bekanntermaßen eine PKV denkbar ungünstig.

In fast jedem denkbaren Fall ist die PKV teurer als die GKV.
Chefarzt und Sonderbehandlung wollen bezahlt werden. Das, was Dein Mann jetzt an Beiträgen spart, zahlt er als Rentner dreifach drauf. Das weiß Dein Mann sicherlich auch selber.

Die PKV ist kein Mittel zum Geld sparen, sondern um eine hochwertige medizinische Versorgung zu erlangen.

Deshalb meine Frage: kann der Vertrag noch rückgängig gemacht werden
und lohnt es sich für mich, noch einmal eindringlich mit ihm
darüber zu sprechen? Oder muss ich wohl oder übel damit leben?

Die PKV kann Dein Mann jederzeit kündigen, falls er aus der GKV noch nicht raus ist. Vielleicht hat er einfach vergessen, die GKV zu kündigen?

Mein Rat:
Dein Mann muss zuerst überzeugt werden, dass seine Alleingang- Aktion evtl. suboptimal war.
Er muss mit seiner alten GKV telefonieren, und die Möglichkeiten zur Rückkehr ausloten.
Dein Mann kann, falls er Angestellter ist, auch einfach vorübergehend weniger als die Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Dann wird er evtl. GKV- pflichtversichert…
Du kannst das, falls Du nicht sein gesetzlicher Vormund bist, nicht für ihn tun.

Hinweis: Alles ist nur meine Meinung als Laie.
Eine rechtssichere Auskunft zu Deinem Anliegen gibt Deinem Mann z.B. einer der von der IHK bestellten Versicherungsberater (z.B. der hier: http://www.schütt-versicherungsberater.de).

immer diese Pauschalurteile
Hallo an alle,

meiner Meinung kann man nicht sagen, so oder so ist richtig oder falsch. Es ist durchaus denkbar, und viele Familien halten es so, sich privat abzusichern. Richtig ist, dass das zunächst nicht eine Frage der finanziellen Betrachtung sein sollte.

Von dem geschilderten Fall fehlen für eine angemessene Beurteilung sämtliche relevanten Fakten; jeder, der hier konkret seinen Senf dazu gibt, macht seibst eine „Falschberatung“.

Viele Grüße,
Andreas

In fast jedem denkbaren Fall ist die PKV teurer als die
GKV.

Chefarzt und Sonderbehandlung wollen bezahlt werden. Das, was
Dein Mann jetzt an Beiträgen spart, zahlt er als Rentner
dreifach drauf. Das weiß Dein Mann sicherlich auch selber.

Hallo,
mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass du dich in Dinge einschaltest, von denen du keine Ahnung hast! Wenn ich schon die Begründung höre „Chefarzt und Sonderbehandlung wollen bezahlt werden“, dann fällt mir nichts mehr ein!
Ich biete dir kostenlosen Nachilfeunterricht in Sachen der unterschiedlichen Systeme zwischen GKV und PKV an!

Gruß cooler

P.S. Hier im Forum wird es doch sicher ein Brett geben, wo du deine fachlichen Qualitäten, z.B. Kreditkarten, Vermarktung von Krediten, usw., einbringen kannst, aber verschone hier die Fragesteller mit undifferenzierten Aussagen und unterlasse endlich die Werbung!

Hallo Andreas,

im Prinzip hast du Recht. Mein Posting zielte auch auf eine einvernehmliche familäre Entscheidung „gemeinsamer Wille“ hin.

Bis dieser herbeigeführt ist, sollten nur Möglichkeiten aufgezeigt werden, bevor der Point-of-no-return erreicht ist.

Die andere Richtung GKV zur PKV kann dann immer noch gegangen werden.

Gruß Woko

Wenn ich schon die Begründung höre „Chefarzt und Sonderbehandlung
wollen bezahlt werden“, dann fällt mir nichts mehr ein!

Es ist einfach so: Die PKV ist teurer als die GKV!
Da kannst Du Rumpelstilzchen spielen und ums Feuer tanzen. Da ändert sich nichts dran.
Ein GKV- Versicherter zahlt durchschnittlich 150€ Beitrag. Der PKV- Beitrag ist in jungen Jahren auf diesem Niveau (oft deutlich darüber), und im Alter (wenn das Geld knapper wird) ein vielfaches davon.

unterlasse endlich die Werbung!

Wenn Du den Link zu dem Versicherungsberater meinst: Ich habe mit dem guten Mann nichts zu tun. Das ist einfach nur jemand, der 30 Jahre lang bei Stiftung Warentest Versicherungen getestet hat, und eine gewisse Sachkentnis aufweisen kann.

Hallo,

Es ist einfach so: Die PKV ist teurer als die GKV!

Die PKV ist nicht teurer oder billiger, sondern anders.

Ein GKV- Versicherter zahlt durchschnittlich 150€ Beitrag.

Womit dann geklärt wäre, das der durchschnittliche GKV-Versicherte ein Einkommen unterhalb 900 EUR Brutto im Monat hat…?

PKV- Beitrag ist in jungen Jahren auf diesem Niveau (oft
deutlich darüber), und im Alter (wenn das Geld knapper wird)
ein vielfaches davon.

Das trifft doch so alles gar nicht zu. Es gibt längst wirksame
Möglichkeiten um gegen Beitragssteigerungen im Alter vorzubeugen bzw.
gegenzusteuern. Bitte hier keine Stammtischparolen, damit ist doch keinem gedient. Danke!
Gruß Joerg Koenig

Ein GKV- Versicherter zahlt durchschnittlich 150€ Beitrag.

Womit dann geklärt wäre, das der durchschnittliche
GKV-Versicherte ein Einkommen unterhalb 900 EUR Brutto im Monat hat…?

Insgesamt gesehen, ja (Kinder und Hausfrauen mitgerechnet).
Die 150€ sind pro Versichertem gerechnet. Der Mann verdient z.B. 2700€, und Frau und Kind sind mitversichert.

PKV- Beitrag ist in jungen Jahren auf diesem Niveau (oft
deutlich darüber), und im Alter (wenn das Geld knapper wird)
ein vielfaches davon.

Das trifft doch so alles gar nicht zu. Es gibt längst wirksame
Möglichkeiten um gegen Beitragssteigerungen im Alter vorzubeugen

Rechne doch einfach mal aus, wieviel der Mann der Threaderstellerin zahlt: In der GKV zahlt er jetzt ca. 600€ (falls er selbstständig ist und wenig verdient, dann ab 300€). In der PKV würde er zur Zeit bei mäßigem Leistungsniveau vielleicht 250+200+150€=600€ zahlen. Also dasselbe oder das doppelte. Und wenn einer der 3 Krankheiten hat, werden aus 600€ leicht 800€.

Und jetzt rechne mal aus, wieviel derzeit Rentner bezahlen:
Mann + Frau bekommen insgesamt z.B. 2500 € Rente, und zahlen insgesamt ca. 400€ in der GKV. In der PKV zahlen Rentner trotz Rücklagen leicht einzeln 400€, also zusammen 800€…

Wenn mir jemand sagt, dass die PKV ein Geldsparmodell ist, dann spendiere ich ihm ggf. einen Volkshochschulkurs in Mathematik.

Bitte hier keine Stammtischparolen, damit ist
doch keinem gedient. Danke!

Aber gern. Was ich anwende, sind die Grundrechenarten.

Gruß Joerg Koenig

was ich mich gerade frage…
Hallo,

wer genau soll denn in der PKV versichert werden? Versicherte Personen müssen, sofern sie volljährig sind, auf dem Antrag mitunterschreiben. Ist das nicht der Fall, kann der Antrag von der Versicherungsgesellschaft nicht angenommen werden.

Gruß
Andreas

Ironie, leicht off topic
Hi Caspar,

(…)

Der Mann verdient
z.B. 2700€, und Frau und Kind sind mitversichert.

Das ist ja gerade die Ironie: Sie zahlen zwar nichts, aber „versichert“ sind sie nicht. „Versichert“ ist in der GKV nichteinmal der Mann in deinem Beispiel.

Gruss,
TR

Du solltest mit Deinen ausasgen vorsichtig sein, sie sind teilweise an den Haaren herbeigezogen.

In fast jedem denkbaren Fall ist die PKV teurer als die GKV.

Das ist Unsinn, Bei jungen, gut verdienenden Angestellten ist die PKV sogar billiger als die GKV.

Dein Mann jetzt an Beiträgen spart, zahlt er als Rentner dreifach drauf.

Auch diese ausagen stimmt in dieser Allgemeinheit nicht. Erkundige Dich mal bnach der Beitragsberechnugn der GKV für freiwillig versicherte Rentner und Du wirst Dein blaues Wunder erleben.

Die PKV ist kein Mittel zum Geld sparen, sondern um eine
hochwertige medizinische Versorgung zu erlangen.

Hier stimme ich Dir ohne Einschränkung zu. Die entscheidung PKV/GKV sollte nicht unter Beitragsgesichtspunkten gefällt werden.

Die PKV kann Dein Mann jederzeit kündigen, falls er aus der

Auch das ist falsch. Ein Voll-KV hat eine Mindestlaufzeit. In der Regel zwei Jahre, innerhalb dieser Zeit kommt man nicht raus. Man könnte hier höchstens verhindern, überhaupt reinzukommen, wenn das nach lage der Dinge mit der GKV noch geht.

Hinweis: Alles ist nur meine Meinung als Laie.

Das war ganz deutlich zu merken.

Eine rechtssichere Auskunft zu Deinem Anliegen gibt Deinem
Mann z.B. einer der von der IHK bestellten Versicherungsberater

Ein sachkundiger Versicherungsfuzzi wie ich tuts auch, und dazu noch kostenlos.

So langsam macht´s keinen Spass mehr - jeder Unkundige darf hier Riesenartikel über ein Spezialgebiet loslassen! Im „Kleingedruckten“ steht dann, dass man Laie ist!
Warum nicht gleich schweigen?

Hallo,

Rechne doch einfach mal aus, wieviel der Mann der
Threaderstellerin zahlt: In der GKV zahlt er jetzt ca. 600€
(falls er selbstständig ist und wenig verdient, dann ab 300€).
In der PKV würde er zur Zeit bei mäßigem Leistungsniveau
vielleicht 250+200+150€=600€ zahlen. Also dasselbe oder das
doppelte. Und wenn einer der 3 Krankheiten hat, werden aus
600€ leicht 800€.

Prima. Und wenn der Mann Beamter ist? Oder die Ehefrau weiterhin
GKV-pflichtig bleibt? Das Kind beitragsfrei in der GKV der Mutter versichert bleiben kann? Woher sind die Eckdaten der Fragenden bekannt?

Und jetzt rechne mal aus, wieviel derzeit Rentner bezahlen:
Mann + Frau bekommen insgesamt z.B. 2500 € Rente, und zahlen
insgesamt ca. 400€ in der GKV. In der PKV zahlen Rentner trotz
Rücklagen leicht einzeln 400€, also zusammen 800€…

Und was ist mit evtl. GKV-Beitrag für Renten aus BAV? Der Möglichkeit, den PKV-Beitrag im Alter mittels Zusatztarif zu reduzieren? Und letztendlich: wie wird der Gesetzgeber das kommende Generationenproblem in der GKV lösen? Aus Steuermitteln? Leistungskürzungen? Höhere Beiträge?

Wenn mir jemand sagt, dass die PKV ein Geldsparmodell ist,
dann spendiere ich ihm ggf. einen Volkshochschulkurs in
Mathematik.

Wie bereits geschrieben: PKV ist anders. Versicherung hat mit Geld-
spar- oder Gewinnmodell nichts gemein.

Aber gern. Was ich anwende, sind die Grundrechenarten.

Aber leider ohne Sachkenntnis.
Gruß Joerg Koenig