'Vertragsbruch' wenn Job nicht angetreten wird?

Hallo Experten - meine Frage ist folgende: wenn ich einen Vertrag unterschreibe, aber vor Arbeitsantritt wieder abspringe: was für Konsequenzen hat das für mich? (Ich muss mich bis Mittwoch entscheiden, hätte aber lieber eine andere Stelle. Von der weiss ich aber nicht bis Mittwoch, ob ich sie habe sondern erste in 1 - 2 Wochen)

Antworten bis morgen würden mir sehr sehr helfen!!! Danke schon mal, Eure Corrie

Hallihallo

In der Regel steht bezüglich des Vertragsbruches (in der Regel x mal Bruttobetrag) was in deinem Arbeitsvertrag.
Halte Sie halt hin. Als Beispiel: Der Vertrag liegt noch zur Prüfung. oder so.
Unterschreiben und dann nicht antreten ist ja auch nicht unbedingt die feine Masche. Wenn du natürlich den Arbeitsvertrag noch nicht zu Hause hast, würde ich sagen, dass du diesen halt noch in Ruhe durcharbeiten möchtest. Dafür haben AG in der Regel Verständniss.

gruß Marco

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Hallo Experten - meine Frage ist folgende: wenn ich einen
Vertrag unterschreibe, aber vor Arbeitsantritt wieder
abspringe: was für Konsequenzen hat das für mich?

Da brauchste dich dann nicht nochmal bewerben, bzw. wenn dir diese Leute dann nochmal als Kunde über den Weg laufen: Vergiß den Auftrag.

(Ich muss

mich bis Mittwoch entscheiden, hätte aber lieber eine andere
Stelle.

Wenn du nicht mit Überzeugung in diesen Job gehst, bleib weg und gib jemandem, der es mit seinem neuen Arbeitgeber ehrlich meint die Chance.

Von der weiss ich aber nicht bis Mittwoch, ob ich sie

habe sondern erste in 1 - 2 Wochen)

Wie wärs, wenn du den 2. AG anrufst und sagst, daß du eine 2. Chance hast, dich aber kurzfristig entscheiden sollst, frage ihn ob du in der näheren auswahl bist, dann würdest du den ersten Job absagen. Wenn nicht würdest du gerne erstere Stelle annehmen.
Wenn Nr. 2 dich will und er es entscheiden kann, läßt er sich dir nicht vor der Nase wegschnappen!!!

Antworten bis morgen würden mir sehr sehr helfen!!! Danke
schon mal, Eure Corrie

gruss
winkel

hi corrie,

und wie wärs, wenn du job A erst mal antrittst, und ihn, wenn du job B doch bekommst, kurzfristig kündigst? in der probezeit kannst du das ohne angabe von gründen. (aber das argument „hab was besseres gefunden“ ist doch legitim!)

gruß
ann

hi annja

und wie wärs, wenn du job A erst mal antrittst, und ihn, wenn
du job B doch bekommst, kurzfristig kündigst? in der probezeit
kannst du das ohne angabe von gründen. (aber das argument „hab
was besseres gefunden“ ist doch legitim!)

Stell dir mal vor beim Thread ein bißchen tiefer „Nachfragen legitim?“ käme auf die Nachfrage die Antwort: Hab was besseres gefunden!

Es gibt feiner Arten zu jemandem „Ar…loch“ zu sagen. Hier schlägt mir mal wieder so die Denke durch: Der Boß ist sowieso doof, was geht´s mich an.

Oder stell dir vor, du tritts einen Job an, wirst in der Probezeit gekündigt und auf Nachfrage sagt dir der Boss: Hab was besseres gefunden!

Zuviel Egoismus. Behandelt euren Boss doch so, wie ihr behandelt werden möchtet. Gäb sicher nen tolles Betriebsklima.

gruss
winkel

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hallo winkel - also ich habe mir deine antworten gut durchgelesen und muss sagen: hört sich ein bisschen so an, als wenn du selber die absage bekämst. es ist ja nicht so als wenn ich da in die zicke raushängen würde. ich möchte einfach wissen, was fair ist und wie man in so einer situation damit umgeht. mehr wollte ich nicht.

Es gibt feiner Arten zu jemandem „Ar…loch“ zu sagen. Hier
schlägt mir mal wieder so die Denke durch: Der Boß ist sowieso
doof, was geht´s mich an.

das ist NICHT meine absicht, da ich die stelle ja nicht mal angetreten habe. (ich weiss, du hast auf ann’s artikel geantwortet aber ich möchte das noch mal klar stellen)

Zuviel Egoismus. Behandelt euren Boss doch so, wie ihr
behandelt werden möchtet. Gäb sicher nen tolles Betriebsklima.

habe bisher immer gute referenzen bekommen, da ich ein loyaler mitarbeiter bin, wenn ich denn mal dort bin.

keiner ist sooo abhängig von einem arbeitgeber (vor allem dem zukünftigen) dass sich firmen eine arrogante haltung leisten können. bewerber auch nicht. ich denke, wenn das beiden seiten klar ist, kann man vernünftig reden. bisschen off-topic jetzt vielleicht aber wollte das mal loswerden.
tschüssieh, corrie

Hallo Experten - meine Frage ist folgende: wenn ich einen
Vertrag unterschreibe, aber vor Arbeitsantritt wieder
abspringe: was für Konsequenzen hat das für mich? (Ich muss
mich bis Mittwoch entscheiden, hätte aber lieber eine andere
Stelle. Von der weiss ich aber nicht bis Mittwoch, ob ich sie
habe sondern erste in 1 - 2 Wochen)

Corrie.

Soweit vertraglich die Kü vor Arbeitsbeginn nicht ausgeschlossen oder offensichtlich ungewollt ist, kannst Du jederzeit - auch vor Arbeitsaufnahme - den geschlossenen Arbeitsvertrag unter Einhaltung der vereinbarten Küfrist schriftlich kündigen. Sollte die Küfrist dabei zu lang sein, kannst Du versuchen mit dem AG, wo Du nicht mehr arbeiten willst, einen Aufhebungsvertrag abzuschließen. Diesem muß er aber zustimmen.

Gruß,
LeoLo

häää?
hi winkel,

in welchen reservat lebst du???

Stell dir mal vor beim Thread ein bißchen tiefer „Nachfragen
legitim?“ käme auf die Nachfrage die Antwort: Hab was besseres
gefunden!

genau das (nur geringsfügig netter ausgedrückt) ist doch die aussage, die ein abgewiesener bewerber bekommt!?

Es gibt feiner Arten zu jemandem „Ar…loch“ zu sagen. Hier
schlägt mir mal wieder so die Denke durch: Der Boß ist sowieso
doof, was geht´s mich an.

was eine freundliche aber wahrheitsgemäße absage - egal wer wem - mit beleidigenden äußerungen zu tun hat, erschließt sich mir jetzt nicht völlig. ich bin aber sicher, du wirst mich aufklären.

Oder stell dir vor, du tritts einen Job an, wirst in der
Probezeit gekündigt und auf Nachfrage sagt dir der Boss: Hab
was besseres gefunden!

klar, das ist die kernaussage, wenn jemandem in der probezeit gekündigt wird. oder aber: du bist nicht ganz die besetzung für diesen job, die wir uns vorgestellt haben - ODER: es ist nicht ganz der job, den ich mir vorgestellt habe. das ist der sinn dieser einrichtung (= probezeit)

Zuviel Egoismus. Behandelt euren Boss doch so, wie ihr
behandelt werden möchtet. Gäb sicher nen tolles Betriebsklima.

hör auf! mir kommen die tränen! aber du hast mich bekehrt: sollte ich jemals wieder einen anderen boß haben als mich, werde ich ihm den hintern küssen und den boden, auf dem er wandelt.

gruß
ann

hi winkel,

in welchen reservat lebst du???

in dem Reservat, wo die menschen nicht nur selbstsüchtig auf ihr eigenens Wohl bedacht sind, sondern sich auch ein bißchen darum kümmern wie es dem anderen geht! Und: Du ich kann dir sagen es ist schön hier.

Stell dir mal vor beim Thread ein bißchen tiefer „Nachfragen
legitim?“ käme auf die Nachfrage die Antwort: Hab was besseres
gefunden!

genau das (nur geringsfügig netter ausgedrückt) ist
doch die aussage, die ein abgewiesener bewerber bekommt!?

nein, da sieht eben der Bewerber manchmal so. aber das ist es nicht. Da steht ja auch in dem anderen Thread nahezu so als Frage formuliert: Was habe ich falsch gemacht, daß der andere einen besseren Eindruck hingekriegt hat?
Und es besteht zwischen Bewerber und Firma noch kein Vertrauensverhältnis wie zwischen einem Eingestellten und der Firma.

Es gibt feiner Arten zu jemandem „Ar…loch“ zu sagen. Hier
schlägt mir mal wieder so die Denke durch: Der Boß ist sowieso
doof, was geht´s mich an.

was eine freundliche aber wahrheitsgemäße absage - egal wer
wem - mit beleidigenden äußerungen zu tun hat, erschließt sich
mir jetzt nicht völlig. ich bin aber sicher, du wirst mich
aufklären.

„Ich habe was Besseres gefunden“ ist sicherlich nicht freundlich. Und wer den Aufwand kennt, den Bewerbungen für eine firma mit sich bringen, der weiß, daß jeder andere Grund verständlich ist, aber nicht dieser. Dann sollten sich die Leute nicht bewerben, wenn es was besseres gibt, denn dann kriegt wenigstens jemand den Job, der selbst besser, weil loyaler ist.

Oder stell dir vor, du tritts einen Job an, wirst in der
Probezeit gekündigt und auf Nachfrage sagt dir der Boss: Hab
was besseres gefunden!

klar, das ist die kernaussage, wenn jemandem in der probezeit
gekündigt wird. oder aber: du bist nicht ganz die besetzung
für diesen job, die wir uns vorgestellt haben - ODER: es
ist nicht ganz der job, den ich mir vorgestellt
habe.
das ist der sinn dieser einrichtung (= probezeit)

Das sind aber andere Aussagequalitäten, oder?
(Sprachgefühl?? vorhanden? mal Training machen?)

Zuviel Egoismus. Behandelt euren Boss doch so, wie ihr
behandelt werden möchtet. Gäb sicher nen tolles Betriebsklima.

hör auf! mir kommen die tränen! aber du hast mich bekehrt:
sollte ich jemals wieder einen anderen boß haben als mich,
werde ich ihm den hintern küssen und den boden, auf dem er
wandelt.

Wenn du diese Verhalten als Fairness bezeichnest, solltest du mal prüfen, in welchem Reservat du wohnst.

gruss
winkel

Hi,

üblicherweise findet sich in Arbeitsverträgen eine Klausel, die sinngemäß folgendes aussagt: Beide Parteien sind sich darüber einig, daß eine Kündigung vor Dienstantritt nicht möglich ist.

Das ist erst einmal die theoretische Grundlage. Aus dem Vertrag kann der Arbeitgeber aus Vertrag 1 gegen Dich klagen und z.B. Vertragserfüllung bzw. Schadenersatz verlangen.

(Ich muss
mich bis Mittwoch entscheiden, hätte aber lieber eine andere
Stelle. Von der weiss ich aber nicht bis Mittwoch, ob ich sie
habe sondern erste in 1 - 2 Wochen)

Praktisch gesehen ist dem Arbeitgeber 1 natürlich nicht damit gedient, daß Du am ersten Tag erscheinst und dann entsprechend der Bestimmungen bzgl. der Probezeit sofort kündigst. Insofern wird er wahrscheinlich einer vorzeitigen Vertragsauflösung zustimmen.

Aber: Man trifft sich im Leben immer zweimal.

Wie Du das für Dich klärst, mußt Du auch selber wissen.

Gruß
Christian

Hi Corrie,

ich geb dir ja recht, ich hab mich auch nur über diesen Ratschlag aufgeregt.

gruss
winkel

hallo winkel,

in dem Reservat, wo die menschen nicht nur selbstsüchtig auf
ihr eigenens Wohl bedacht sind, sondern sich auch ein bißchen
darum kümmern wie es dem anderen geht! Und: Du ich kann dir
sagen es ist schön hier.

ok, aber nicht jeder kann im pflege- oder sozialbereich tätig sein.
im bereich jenseits von ABM und staatlicher subventionen gehts darum, daß jemand für seinen job taugt und plus erwirtschaftet, bzw. dazu beiträgt, daß seine firma das tut. hier kann es sich niemand leisten, eine(n) einzustellen, der seinen job nicht kann. schmusepappe gibts hier nicht. (aber das darfst du mir nicht anlasten! lol)

ich habe sowohl mich beworben, und bin eingestellt oder ablehnt worden, als auch leute eingestellt oder abgelehnt, kenne also beide seiten.
am besten sind alle beteiligten immer dann gefahren, wenn ehrlich miteinander verfahren wurde. auch eine ablehnung konnte so eine wertvolle erfahrung sein (ich meine das NICHT ironisch!)
heuchelei und weichschmus, wie von dir empfohlen, hilft keiner partei - im gegenteil, ich finde es dem bewerber gegenüber sogar ziemlich unfair, gedanken- und verantwortungslos, wenn er als ablehnung eine dieser standardbegründungen verpackt in höflichkeitsfloskeln bekommt. ebenso ist es mir als arbeitgeber lieber, ich kenne das motiv des jenigen, der von sich aus kündigt oder die stelle ausschlägt, als mich fragen zu müssen, was denn wohl mit meinem laden nicht stimmt.

auch wenn es dir an der nötigen fähigkeit mangeln sollte, derartiger sachverhalte/begründungen in worte zu kleiden, die nicht verletzten, sondern vielleicht sogar ermuntern, solltest du dich nicht erdreisten, ausgerechnet mein sprachgefühl in frage zu stellen. das steht dir nicht zu.

Wenn du diese Verhalten als Fairness bezeichnest, solltest du
mal prüfen, in welchem Reservat du wohnst.

heuchelei hat nix mit fairneß zu tun. da hat EXC schon ganz recht: man trifft sich im leben immer zweimal - und dann ist es schön, wenn man sich auch in die augen sehen kann.

ich beende jetzt diesen thread.

gruß
ann

hallo Winkel,

eigentlich bin ich von deinen Postings immer sehr angetan. Hier rührt sich aber der Widerspruch und die noch nicht geschluckte Wut. Folgendes ist meiner Tochter passiert:
unterschriebener Lehrvertrag als Zahnarzthelferin, 6 Monate vor Ausbildungsbeginn,
3 Monate vorher Schreiben des Zahnarztes, dass er sich überlegt habe, nur 1 auszubilden und die ältere sei halt nicht mehr von den Jugenschutzvorschriften betroffen, demzufolge Widerrruf des Ausbildungsvertrages

super, oder??? keine Rechtsmöglichkeit als Auszubildende, zumal ironisch bemerkt wurde, dass sie ja 1 Tag kommen könne, dann würde er ihr halt in der Probezeit kündigen.

Konkret hieß es, nun einen neuen Ausbildungsplatz suchen in einem überlaufenen Ausbildungsberuf.

Dann allerdings hat sie sich bei mehreren Ausbildungsstellen beworben - und nun mußte ein anderer Zahnarzt leider das Nachsehen haben, weil sie schon unterschrieben hatte, und dann das attraktivere Angebot kam.

Der aber versuchte nun den Ausbildungsbeginn bei ihm einzuklagen.

Auf wessen Seite würdest du nun stehen???

Ich kann seitdem j e d e n verstehen, der sich mehrfach bewirbt, erst einmal einen Vertrag unterschreibt .,… dann aber noch weitersucht nach was besserem.

Das Arbeitsamt sagte übrigens, dass sei bei ArbeitGEBERN normales Verhalten … genau deshalb sei es so schwierig kurz vor Ausbildungsbeginn die Jugendlichen noch anderweitig zu vermitteln.

Gruß Chris

Huhu Chris,

genau so einen Fall habe ich eingestellt. Das Mädel war völlig verzweifelt weil sie eine Absage von ihrem Ausbildungbetrieb bekommen hatte. Dazu noch mit der Begründung, eine andere Kollegin sei „Arbeitswilliger“ und könne bereits im August ein Praktikum beginnen (kostenlos).

Gleichzeitig muss ich mich weiter oben im Brett beschimpfen lassen weil ich es unmöglich finde dass sich jemand einstellen lassen will obwohl sie gleichzeitig ein Kind plant.

Die Schweinereien sind doch auf beiden Seiten möglich. Wenn sich heut der Achim im Psychobrett über das (un)Wort Sorry aufregt dann hat er ganz recht. Die Verantwortung liegt immer beim Anderen und selbst hat man immer Recht. Selbst die Politiker machen es uns vor. Sie bauen Mist, entschuldigen sich und „übernehmen die volle Verantwortung“.

Schlimm ist es halt weil das Betriebsklima durch solche Aktionen nachhaltig gestört wird. Von einer Vertrauensbasis kann zumindest nicht mehr gesprochen werden.

Bye
Rolf
der sein Team nicht missen möchte

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hallo Rolf

" und könne bereits im August ein

Praktikum beginnen (kostenlos).

das wurde bei beiden Zahnärzten für die Osterferien angeordnet…

Gleichzeitig muss ich mich weiter oben im Brett beschimpfen
lassen weil ich es unmöglich finde dass sich jemand einstellen
lassen will obwohl sie gleichzeitig ein Kind plant.

Diesen Tread finde ich auch schlimm, zumal ja bewusst der Arbeitgeber „angesch…“ werden soll. Ich finde die umfangreichen Mutterschutzrechte absolut in Ordnung - es kann aber nicht zulasten einer kleinen Firma gehen.

Es hat sich leider in fast allen Lebensbereichen eingebürgert, dass "man"selbst nie was dafür kann, es liegt immer an den anderen. Übernahme von Eigenverantwortlichkeit ist leider nicht modern.
Gruß Chris