Vertrauen

Hi @ all,

Vertrauen ist wohl eines der wichtigsten Dinge im Leben wenn es um das geht was im Unterbewusstsein abläuft. Was macht man aber wenn das Vertrauen schwindet oder verloren gegangen ist?

Nehmen wir zum Beispiel mal das Vertrauen welches man in seinen Arzt setzt, ich kenne viele die den Gang zum Arzt scheuen weil sie kein Vertrauen (mehr) in den Erfolg haben.

Gleiches gilt auch in Beziehungen, ist das Vertrauen erst einmal dahin, heißt es oft ich weiß nicht ob ich dir je wieder vertrauen kann, ich brauche Zeit.

Bei mir ist es gerade so, dass ich sehr schwer Vertrauen zu Personen aufbauen kann, wenn es, wie in einem aktuellen Beispiel, missbraucht wurde (zum Beispiel durch Lügen) stelle ich erst einmal alles in Frage. Realistisch betrachtet weiß ich das es nicht richtig ist, das nur weil einer mich ein-zwei-drei mal angelogen hat nicht alles gelogen sein muss aber das Vertrauen ist trotzdem dahin und ich weiß nicht wie ich es Anfangen soll dieses wieder aufzubauen.

Es wäre nett wenn mir einer mal ein bisschen auf die Sprünge helfen könnte und mir vielleicht auch ein bisschen den Background erklären kann.

Dafür schon jetzt vielen Dank.

Viele Grüsse
Me

Hi @ all,
Background erklären kann.
Dafür schon jetzt vielen Dank.
Me

Hi You,
letztendlich bleibt nach vielen Enttäuschungen nur das Vertrauen in sich selbst. Nach Fleisch- und Justizskandalen muss sich der Mensch auf sein eigenes Urteilsvermögen verlassen können.
Viel Glück und Erfolg
Borat

Hallo!
Die Frage ist doch: Warum wirst du angelogen?
Es gibt verschiedene Gründe, aus denen man lügt. Man kann lügen, weil man jemanden, den man mag, nicht verletzen will.
Man kann lügen, weil es für einen selbst Vorteile bringt.
Man kann lügen, weil man in den Augen der Person, die man angelogen hat, nicht schlecht dastehen will.

Wenn du belogen wurdest, weil dein Gegenüber sich ein Vorteil verschaffen wollte, würde ich mir gut überlegen, ob es überhaupt in deinem Interesse liegt, wieder vertrauen zu schöpfen.
Hat dich dieser jemand belogen um dich nicht zu verletzen, würde ich ihm klar machen, dass gerade die Lüge verletzt hat.

Außerdem:
Es liegt nicht an DIR daran zu arbeiten, dass DU wieder vetrauen schaffen kannst!
Die Arbeit liegt immer bei demjenigen, der haben möchte, dass ihm vertraut wird. Und wenn dieser jemand dein Vetrauen verloren hat, dann liegt es an IHM daran zu arbeiten dein Vertrauen wieder zu gewinnen.

Wenn das Problem für dich sehr komplex und belastend ist, würde ich dir raten erst mal mit einem guten Freund, dem du vertrauen kannst, das Problem zu besprechen und eine gute Lösung für dich zu finden.
Du kannst mir auch gerne ein email schreiben, wenn dir das leichter fällt.

Viel Glück für deine Zukunft
lg infi

grüssd dich :smile:

ich würde wohl genau erfahren wollen, warum ich belogen wurde. war es angst und wenn ja welche und wovor? oder was war es sonst?
wenn ich hinterblicken kann, warum ich belogen wurde, man darüber mehr spricht als über die lüge selbst - die ja nur eine auswirkungen ist im grunde, kann (je nach beziehung zu der person und nat. dem sonstigen verhalten) man sich evtl absprechen wie zukünftig vermeidbar ist, das die person sich so fühlt dass sie meint lügen zu müssen.

egal ob sie lügt ums sich zu schützen oder dich oder was es auch immer sei.
wenn sie begreift und versteht, dass die lüge nicht nötig ist, wird sie es nicht mehr tun. aber dazu gehört mehr als nur die blanke behauptung, man will nicht belogen werden.
es mag sich blöde anklingen - aber wenn mir wirklich nahe steht und ich behalte die nerven, versuche ich zu erfahren warum wie was dahinter steckt und dieses problem als auslöser für die lüge aufzulösen.

beispiel: belügt mich jemand weil sie angst vor meiner ablehnung hat oder ähnliches - so erfahre ich dies ja beim hinterfragen und kann berichten wie ich ohne die lüge damit umgegangen wäre - also mit der wahrheit. vielleicht kann ich noch andere angebote machen oder gar fragen was für eine umgangsweise denn helfen würde.
so kann die lüge auch gefühlt für das gegenüber übeflüssig werden.

allerdings muss ich gestehen, dass ich diese anstrengungen nicht bei jedem leisten würde - es hängt von der bindung ab, der person selbst und sicher auch von er lüge selbst.

LG
nina

Hi Me,

absolutes Vertrauen endet mit dem ersten Lebensjahr, so ungefähr jedenfalls. Danach gibt es Vertrauen nur noch so, wie es zwischen Menschen halt möglich ist: In Grenzen.

Ist das ein Schaden? Ich denke nicht, da fließt halt die Erkenntnis ein, dass der Mensch nicht frei von Fehlern ist. Ein sozial erträgliches Leben setzt voraus, dass wir hundertmal am Tag lügen, ob wir das wollen oder nicht. Das heißt dann Barmherzigkeit, Höflichkeit, Charme oder wie auch immer.

Selbst wenn wir uns nahe stehen, sind wir nicht immer rundherum aufrichtig. Wo hört das Flunkern auf, wo fängt das Lügen an? Da, wo der eine dem anderen schaden will. Erst dann wird es bedenklich; was vor dieser Grenze liegt, lohnt das Streiten nicht.

Nebenbei gesagt: Wer Dich zwei- oder dreimal anlügt, der hat nicht begriffen, was Du für Ansprüche stellst. Mach das dem Gegenüber klar, und die Welt ist wieder im Lot - so oder so.

Gruß Ralf

@ Ralf und Nina
Hallo und vielen Dank ihr beiden,

Mir geht es gar nicht so sehr um das Lügen. Ich weiß das jeder Mensch lügt (mal mehr mal weniger) und im nachhinein ärgert sich ein Lügner ja oft auch selbst, so nach dem Motto was habe ich da schon wieder gemacht oder war das jetzt nötig.

Sicherlich treibt man selbst den anderen auch hier und da zu einer Lüge, vor angst die Wahrheit zu sagen.

Ich muss mich wohl auch ein Stückweit damit abfinden von Leuten die mir etwas bedeuten, bei denen ich mich auch scheue zu lügen, hier und da mal nicht ganz die Wahrheit gesagt zu bekommen, nur zerstören solche Lügen, wenn ich sie denn erkenne, mein Vertrauen.

Vertrauen bedeutet für mich in einer Beziehung, Freundschaft, Partnerschaft (geschäftlich), sehr viel, nur wenn es denn missbraucht oder enttäuscht wird habe ich das Problem wieder dahin zukommen wo ich vorher war.

Nochmals vielen Dank und viele Grüsse
Me

Hi Me,

habe ich das Problem wieder
dahin zukommen wo ich vorher war.

es gibt kein Zurück. Nie.

Gruß Ralf

hallo me,

ich kann das gut verstehen, denn ich komme mit lügen sehr ungut klar, es ist schon besser geworden in den letzten 10 jahren, aber früher habe ich sehr extrem reagiert.

ich glaube, es kann nie mehr werden wie es mal war - aber ich glaube nicht, dass es deshalb schlechter werden muss als es mal war - das hängt eben von so vielen dingen ab - manchen mag es gelingen auf grund so einer krise die verbindung nachhaltig zu verbessern und einen anderen umgang miteinander zu finden.

nun denke ich aber hier eben auch so, dass ich meine, wenn jemand lügt und ich vielleicht ihm/ihr helfen kann, das gefühl nicht mehr haben zu müssen, welches für sie/ihn eine lüge „nötig“ macht, kann man das problem auflösen und ich bilde mir ein, dass sich auf dem wege ja beide im umgang miteinander verändern, was ja eine verbesserung sein kann- wenns gelingt.

aber das ist eine idealbeschreibung und wie ich schon sagte - nicht wenig abhängig davon wie nahe mir jemand steht und wie offen wir miteinander reden können - also auch tiefergehend.

ansonsten bleibt wohl diese verletzung für lange zeit erhalten, manchmal sicher auch für immer - wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob man nicht in wahrheit entscheidet verletzt zu bleiben - es also weit über die lüge selbst hinausgeht.

es steckt aus meiner sicht so viel mehr dahinter - ich würde auch gerne mal wissen wie die fachleute das so sehen - aus sicht des lügners und der sicht des belogenen und hier nat. dem was jeweisl dahintersteckt und wie sie meinen, dass es aufgelöst werden kann zwecks neuem vertrauen bzw - was ist wenn nicht, gibts dennoch wege für den belogenen zu vertrauen? - wobei es sicher keine eindeutigen antworten gibt die allg. gültig sind, wenn denn…

aber noch ein gedanke - die art der verletzung, des misstrauens - für die ist ja der lügner nicht zuständig - die hat ja etwas mit einem selbst zu tun - denn den einen haut lüge X um, den anderen kratzt sie kaum. - evtl könntest du hier nochmal bei dir gedanklich ansetzen.

LG
nina