Vertriebscontrolling Excel-Sheet

Hallo allerseits,

ich erstelle (bzw. versuche) zur Zeit ein Excel-Sheet zu erstellen, womit ich unseren Vertrieb kontrollieren kann und ich anhand der Zahlen dann schlussendlich erkennen kann, ob es sich lohnen würde, noch weitere Mitarbeiter einzustellen…

Ich bastel schon seit Stunden an ner Tabelle, aber es kommt nix rundes und nix eckiges bei raus!

Hätte vielleicht einer von euch eine nette Vorlage oder einfach eine Idee oder gar aus eigener Hand Erfahrung damit, um mir noch mehr kopfschmerzen zu ersparen? :smiley:

Das wäre echt super lieb…

Vielen Dank und viele Grüße.

ich erstelle (bzw. versuche) zur Zeit ein Excel-Sheet zu
erstellen, womit ich unseren Vertrieb kontrollieren kann und
ich anhand der Zahlen dann schlussendlich erkennen kann, ob es
sich lohnen würde, noch weitere Mitarbeiter einzustellen…

Hallo Voice,

erwartest du im Ernst aufgrund deiner Angaben eine Antwort, gar eine Lösung?

Ist doch nur Wischiwaschi, was ist „kontrollieren“ „erkennen“ genau?

Gruß
Reinhard

Hallo,

ich erstelle (bzw. versuche) zur Zeit ein Excel-Sheet zu
erstellen, womit ich unseren Vertrieb kontrollieren kann und
ich anhand der Zahlen dann schlussendlich erkennen kann, ob es
sich lohnen würde, noch weitere Mitarbeiter einzustellen…

Ich bastel schon seit Stunden an ner Tabelle, aber es kommt
nix rundes und nix eckiges bei raus!

aus Deiner Frage geht nicht wirklich hervor, ob du

  1. Nicht weißt wie du Excel zu benutzen hast
  2. Nicht weißt welche Zahlen du wie berechnen sollst

oder

  1. Gar keinen Plan hast.

Hätte vielleicht einer von euch eine nette Vorlage oder
einfach eine Idee oder gar aus eigener Hand Erfahrung damit,
um mir noch mehr kopfschmerzen zu ersparen? :smiley:

Vertriebscontrolling ist mein tägliches Brot und ich würde Dir gerne helfen, aber ich kann Dir gleich schonmal sagen, dass es Vorlagen für sowas nicht gibt.

Zentrale Frage bei der ganzen Geschichte ist: Wird der neue Mitarbeiter auf Dauer mehr zusätzlichen Umsatz erwirtschaften als er kostet? Diese Frage kann man nicht mit einer Excel-Tabelle beantworten. Verkaufsberichte können nur einen Hinweis darauf geben, ob und wo es sich eventuell lohnen könnte neue Außendienstmitarbeiter einzustellen. Interessant könnte es sein sich folgende Zahlen im Zeitablauf (z.B. die letzten 36 Monate) anzuschauen:

  • Umsatz pro Verkäufer und Vertriebsgebiet
  • Umsatzpotential je Vertriebsgebiet
  • Anzahl kaufender, neuer und potentieller Kunden je Vertriebsgebiet

Sollte man für ein oder mehrere Verkaufsgebiete signifikante Abweichungen nach oben feststellen, kann man sich überlegen, ob man das Gebiet aufteilt und dort eventuell einen neuen Mitarbeiter einstellt. Bevor es aber dazu kommt wird erfahrungsgemäß noch endlos darüber diskutiert. Ein Manager muss dann gegenüber seinem Vorgesetzten detailliert begründen, warum es sich lohnt noch jemanden dort einzustellen. (blabla … kleineres Gebiet --> geringere Fahrzeiten --> mehr Zeit beim Kunden oder mehr Besuche möglich --> größere Anzahl neuer Projekte möglich --> neue Kunden können gewonnen werden oder existierende Kunden können besser durchdrungen werden --> mehr Umsatz … blabla)
Die oben genannten Zahlen aus irgendwelchen Excel-Reports, sind dabei sicher hilfreich, allerdings nicht auschlaggebend für die Entscheidung. Zahlen können durch Ausreißer verfälscht werden und letztendlich kann nur ein Manager, der das Gebiet und die dortigen Kunden gut kennt, eine abschließende Beurteilung durchführen.
Soviel zu diesem Thema.

Jetzt zu Excel: Um derartige Auswertungen überhaupt machen zu können, braucht man natürlich erstmal die Daten bzw. Zugriff darauf. Ich ziehe mir die Daten aus Warenwirtschafts- und CRM-System direkt vom SQL-Server in Access-Datenbanken. Dort werden die Daten noch etwas aufbereitet und so in Tabellen geschrieben, dass man diese auch auswerten kann. Diese Tabellen hole ich mir nach Excel und erstelle bevorzugt Pivot-Tabellen (geht am schnellsten) über diese Daten, um eine vernünftige Übersicht zu schaffen. Ehrlich gesagt ist die Darstellung der Daten in Excel noch das einfachste an der ganzen Geschichte. Die Auswertung und Beurteilung dieser Reports ist dann nochmal ein Thema für sich.

Zunächst also erstmal die Frage: Welche Daten hast du in welcher Form verfügbar?

Je mehr Infos du geben kannst, umso eher können wir Dir helfen.

MfG
Stephan

PS: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man Dir eine Aufgabe aufgebrummt hat, die einige Nummern zu groß für Dich ist.

Unter dem vom Frager genannten „Controlling“ verstehe ich ganz etwas anderes.
Möglicherweise meint der Frager: Wie kann ich die Arbeitsleistung/ den Verkaufserfolg der Verkäufer vergleichen, was schwierig genug ist, wenn diese bei gleichem Produkt in einkommensmässig unterschliedlichen Gebieten arbeiten (müssen).

Das Einkommen sollte in dem Falle eine variable Eingabe sein!

Plan von Excel habe ich!
Mir fehlt lediglich der Plan, wie ich das ganze Strukturieren soll!!!

Es geht im WEITESTEN SINNE um eine GuV-Rechnung, bezogen auf EINEN Vertriebsmitarbeiter und welchen GEWINN er erzielt, erzielen kann (PROGNOSE FÜR FOLGEJAHRE!!!)

Dabei berücksichtigt werden die Neukundenbesuche, Bestandskundenbesuche, sowie die Reisekosten, Übernachtungskosten und sonstige Vertriebskosten für diese Besuche.

Aus dem erzielten Umsatz und der erledigten Besuche ergibt sich dann die maximal erzielte Auslastung des Vertrieblers, sowie die zu erreichende maximale Auslastung.

Und natürlich nicht zu vergessen Umsatz (Neu- und Bestandskundenumsatz) MINUS Herstellungskosten, woraus die Marge für die Artikelgruppe resultiert, die ja auch in den schlussendlichen GEWINNBETRAG, auf den es ja bei der ganzen Sache ankommt, einfließt.

ICH KORRIGIERE:

Bei Neueinstellung geht man ja von x Neukunden und 0 Bestandskunden aus und in den Folgejahren verringert sich ja die Neukundenzahl und die der Bestandskunden wird größer, bis zur MAXIMALEN AUSLASTUNG, sprich, bis der Vertriebler keine Neukunden mehr betreuen kann…

Und in diese Rechnung sollen die Faktoren aus meiner vorherigen Antwort einfließen!!!

Ich hoffe, das war Input genug!?

Das Einkommen setzt sich doch sicher aus Fixeinkommen und umsatzabhängigen (variablen) Einkommen (vor Steuern, nach Steuern) zusammen wobei der umsatzabhängige Anteil, auf %-bezogen, bei steigendem Umsatz sinkt.
Selbst Excel-Spezialisten brauchen für deinen Fall eine Beschreibung, was du eigentlich für Berechnungsansätze meinst. Wie der Vorschreiber schon meint, er hat es nicht mathm. korrekt benannt musst du dich, denn der Neue" braucht ja auch ein Büro, einen PKW usw., entscheiden was du willst: Eine statische oder dynamische WIRE.
Nach deiner Fragestellung will man dich wenn du BWL studiert hast nur testen. MfG

Hallo,

Mir fehlt lediglich der Plan, wie ich das ganze Strukturieren
soll!!!

das merkt man. Macht aber nichts. Solche Geschichten sind nicht gerade trivial. Vieles hängt von der Vertriebs- bzw. Unternehmensstruktur, aktuellen Strategien, Erwartungen, Zielen und natürlich finanziellen Möglichkeiten ab. Was aus Deiner Fragestellung nicht so wirklich hervorgeht, ob es nun darum geht zu erkennen, ob jemand neues eingestellt werden soll, weil die Kollegen schon mehr als voll ausgelastet (aber mehr gehen würde) sind, oder ob man es sich überhaupt leisten kann jemand neues einzustellen? Das sind unterschiedliche Berechnungen, die nur in kleineren Unternehmen von einer einzelnen Person durchgeführt werden. Ich arbeite als eine Art „Vertriebscontroller“ für einen internationalen Konzern und könnte nur einen Teil dieser Berechnungen durchführen, weil mir ganz einfach die Zahlen fehlen. Ich kann zwar ermitteln, ob und wo es sich lohnen könnte neue Mitarbeiter einzustellen, jedoch betrachte ich dabei nur Umsätze. Die Kosten sind mir dabei relativ egal. Ich weiß in etwa ab wieviel Umsatz pro Person der Laden Gewinn abwirft. In der Regel wird erst an oberster Stelle entschieden (weil man es sich leisten kann und weiter wachsen will) das zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, und dann schaut man wo. Ausschlaggebend für die Entscheidung wo eingestellt wird sind nicht nur irgendwelche Zahlen sondern auch die Erfahrungen und insbesondere Erwartungen der einzelnen Gebietsleiter. Excel-Tabellen sind also nur bedingt hilfreich.

Es geht im WEITESTEN SINNE um eine GuV-Rechnung, bezogen auf
EINEN Vertriebsmitarbeiter und welchen GEWINN er erzielt,
erzielen kann (PROGNOSE FÜR FOLGEJAHRE!!!)

Dabei berücksichtigt werden die Neukundenbesuche,
Bestandskundenbesuche, sowie die Reisekosten,
Übernachtungskosten und sonstige Vertriebskosten für diese
Besuche.

Wenn es um die Berechnung geht, ob man sich Neu-Einstellungen leisten kann, würde ich erstmal die voraussichtlichen Kosten für die nächsten Monate (z.B. 24) berechnen. Da ich von einem Vertriebsmitarbeiter vom ersten Tag (nach den Produktschulungen) an erwarte, dass er mindestens zu 100% ausgelastet ist, würde ich die oben genannten Kosten (auch aus Vereinfachungsgründen als fix ansehen). Selbst wenn er mit 0 Kunden in seinem Gebiet anfängt erwarte ich von ihm, dass er ein standardisiertes Besuchziel vom ersten Monat an mehr oder weniger erfüllt. (Wenn er die Ziele in den ersten Monaten nicht annähernd packt, fliegt er noch in der Probezeit raus. Wer es nicht von Anfang an bringt, schafft später auch nix mehr.)
Dann würde ich diesen Kosten prognostizierte Umsatz- oder Deckungsbeitragswerte für den gleichen Zeitraum gegenüberstellen. Anschließend sieht man ja, ab wann der neue Mitarbeiter wahrscheinlich zum Gewinn beiträgt bzw. wann er die schon im voraus entstanden Kosten reingeholt hat. Woher du die zu erwartentenden Umsätze nimmst ist allerdings Dein Problem.

Ich würde die Sache ziemlich lässig angehen. Da man eh nur mit geschätzten Größen rechnet kannste jegliche Feinheiten, die man an Wirtschaftschulen und Universitäten lernt oder in Büchern nachlesen kann, auslassen. Am besten fährt man mit Simulationsrechnungen über mehrere Monate. Wem Kosten-Umsatzrechnungen nicht ausreichen, kann parallel noch Rentabilitäts- oder Finanzierungenrechnungen durchführen und anschließend noch unterschiedliche Szenarien durchspielen. Viel leichter wird die Entscheidung dadurch aber auch nicht. Erfahrungsgemäß wird bei solchen Berechnungen noch solange rumgefeilt, bis der Chef das Ergebnis, was er letztendlich sehen möchte, sieht.

Keine Ahnung, ob mein Beitrag hilfreich ist, oder nicht. Konkrete Vorschläge zu machen ist in diesem Fall verdammt schwierig, wenn man das betroffene Unternehmen nicht richtig kennt. Vielleicht konntest du ja die eine oder andere Info abgreifen und nun was halbwegs zufriedenstellendes für Deinen Chef basteln.

MfG
Stephan

So ist es; also doch dynamische Rechnung. Suche im www unter „dynamische Investitionsplanung“ und unter „dynamische Vertriebsplanung“. „Controlling“ hilft nur weiter, wenn du Vergleichswerte hast und diese auf den neuen Mitarbeiter übertragen kannst. Auch eine „worst case“-Variante muß berechnet werden.
Das ist kein Excelproblem. Siehe auch finanzmathematische Formeln. Das ist mein letzter Beitrag in dieser Sache. Na dann viel Spaß!

Es geht bei dieser Rechung nicht darum, ob es sich das Unternehmen „leisten kann“ einen neuen Vertriebler einzustellen, sondern wirklich darum, was können wir erreichen, wenn wir einen neuen Vertriebler einstellen? Entlastung der anderen Vertriebler, mehr Kunden, breitere Absatzmärkte…Mit der möglichkeit es auf beispielsweise 5 Jahre zu prognostizieren.

Beispiel: Der Vertriebler fängt bei der Einstellung mit 0 Neukunden an, sammelt sich im Jahr 10 Neukunden, hat dann also im Folgejahr 10 Bestandskunden und gewinnt noch zusätzlich 8 Neukunden, im darauffolgenden Jahr sind es dann 18 Bestandskunden usw., bis zu dem Punkt, wo er maximal ausgelastet ist mit Bestandskunden und die Neukundenzahl auf NULL steht!!!
Diese Kundenzahl wird dann auf den Absatz der einzelnen Kunden gerechnet abzüglich der Herstellungskosten = Marge…Ferner ziehen wir dann Vertriebskosten ab (z.B. 10% des Umsatzes), sowie Reise- und Übernachtungskosten, aufgerechnet auf die Anzahl der Besuche. Zu den Besuchen gilt es noch herauszufinden, der wie vielte Besuch ZUM ERFOLG führte, sprich entweder zu der Neukundengewinnung oder zum Auftrag (bei Bestandskunden) und anhand dessen errechnet sich dann ja wieder die Neukundengewinnung pro Jahr, bzw. bei Bestandskunden die Anzahl der Aufträge…

Ich habe mit den Informationen, die ich bis jetzt von euch bekommen habe und mit denen aus eigener Erfahrung mal was gebastelt, was ich für mich persönlich für „fraglich“ halte, da ich eine Prognose, ich nannte es Spekulation für sehr realitätsfern halte, dennoch meinte mein Chef, es ginge in die richtige Richtung…

Unter diesen Begriffen werde ich mal googlen^^ Dankeschön