Verwachsene Halswirbel - was tun?

Hallo zusammen,
Mein Vater (66) hat innerhalb der letzten 2 Jahre eine ganz extreme Verkrümmung der Wirbelsäule bekommen. Der Kopf ist sehr deutlich nach vorn gestreckt, der Schulter-Nacken-Bereich ist gerundet und wenn er nicht das Becken im Gegenzug nach vorne schiebt kann er nicht mal geradeaus schauen. Ein MRT hat gezeigt, dass 4 Halswirbel verwachsen sind. Der Arzt hat es mit „kann man nichts machen“ abgetan. Es schränkt ihn unglaublich ein, er kann inzwischen weder mehr Fahrradfahren, noch Brustschwimmen, Skifahren usw, und auch im Alltag ist er total eingeschränkt. Von den psychischen Folgen mal ganz abgesehen…es zieht ihn verständlicherweise unheimlich runter, inzwischen ist er depressiv.

Kann denn das tatsächlich so schnell gehen, dass die Wirbelsäule sich so verkrümmt und die Wirbel verwachsen? Was ist die Ursache? Das Allerwichtigste: Gibt es Behandlungsmethoden?

Es belastet unsere ganze Familie, er verliert scheinbar jede Lebensfreude.

Um ernstgemeinte Tipps bin ich unendlich dankbar.

Oelli

Guten Tag,

ich habe das bei meinem Vater so erlebt mit der gleichen Diagnose. Allerdings wurde gesagt, dass dies aufgrund einer Osteoporose geschehen ist.

Google doch mal. Manchmal gibt es für diese Dinge operative Massnahmen. Aufgrund des Alters werden wohl viele Behandlungen nicht mehr vorgenommen. Vielleicht einfach noch mal einen zweiten Orthopäden aufsuchen. Leider kommen im Alter viele Dinge, die nicht mehr rückgängig zu machen sind und der Mensch sich leider damit abfinden muss. Alles Gute für deinen Vater!

Irgendwie mal „Morbus Bechterew“ vom Arzt angesprochen worden?

Ist mir jetzt spontan eingefallen, bei der Schilderung deines Vaters.

Sprich doch den Orthopäden mal drauf an…

Ja, das kam auch schon mal auf den Tisch. Allerdings wurde das eigentlich aufgrund seines Alters ausgeschlossen. MB wird angeblich zwischen 15 und 35 Jahren diagnostiziert.
Vielen Dank für die „Idee“.

Hallo China2011,
Osteoporose ist doch eigentlich das Gegenteil, oder nicht? Das würde ja bedeuten, dass die Knochendichte abnimmt, nicht zunimmt. Hm…wie gings denn bei deinem Vater weiter?

Die Diagnose kann früher gestellt werden -muss aber nicht.
Und bis dann die -massiveren- körperlichen Symptome auftreten kann es durchaus einige Jahre dauern…

In der Medizin gibt nix was es nicht gibt :wink: