Liebe Versicherungsexperten,
wo gibt es eine Übersicht über die Kosten, die die Lebensversicherer von meinen Beiträgen abziehen, bevor das Geld angelegt wird? Mir ist überdies klar, dass eine geringe Kostenquote noch nicht automatisch eine gute Rendite bedeutet. Wenn die Liste diese faktum berücksichtigte, wäre es genial.
Andreas
Hallo Andreas,
evtl. wirst du unter http://www.gdv.de fündig.
Ansonsten wirst du wohl wahrscheinlich jeden einzelnen Versicherer angehen müssen. Und die dortige Kostenquote der Bilanz entnehmen.
Wie hoch der Sparanteil ist, kannst du in etwa näherungsweise herausfinden, wenn du weißt, wie hoch dein Risikoanteil ist.
Alles in allem, kann dieser Risikoanteil und der Sparanteil allerdings auch jährlich variieren.
Willst du das in deine Entscheidung einfließen lassen, eine LV abzuschließen?
Gruß
MArco
Hallo Andreas,
zunächst einmal würde ich von der Vorstellung Abstand nehmen, daß die Versicherer zunächst von deinen Beiträgen etwas abziehen, bevor „das Geld angelegt wird“.
Es ist schlicht so, daß für jeden Tarif Kostensätze definiert sind, Sterbetafeln hinterlegt sind und die Gesellschaft Reserven stellen muß, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Da die Kosten und Sterbetafeln SEHR vorsichtig kalkuliert sind, bleibt nach Stellung der Reserven fast immer noch Geld übrig, das im wesentlich an den Kunden zurückfließt.
Welche Kostensätze benutzt werden, ist Betriebsgeheimnis der jeweiligen Versicherer.
Du kannst zwar im Netz und in Publikumszeitschriften gelegentlich Verwaltungskostensätzte finden, die sind aber nur die halbe Wahrheit.
Möglicherweise sind Kostenüberschüsse nicht enthalten, zudem fließen zusätzlich regelmäßig noch Abschlußkosten, sowie gelegentlich - je nach Vertriebsweg - mehr oder weniger verstecke Provisionen. So etwas wird nicht erfasst.
Zudem schwankt die Höhe der Rückerstattung zwischen 90% und 97%, die Kapitalanlagen enthalten mehr oder weniger Reserven bzw. derzeit auch stille Lasten.
Diese Effekte sind deutlich größer als ein Unterschied von ein paar 10tel % bei den öffentlich bekannten Verwaltungskosten.
Wenn Du überlegst eine LV als Altersvorsorge einzusetzen, überlege Dir zunächst ob du eine brauchst, ob die das Produkt prinzipiell gefällt und wenn ja in welcher Höhe, Laufzeit und Zusatzbedingungen du sie abschließen möchtest.
Erst dann sollte sich die Frage nach dem Anbieter stellen.
Wenn Du ein Auto kaufst überlegst Du ja auch zuerst ob Du einen LKW; PKW; Kombi oder ein Cabrio willst bevor Du dich für einen Hersteller entscheidest.
Max
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Hallo Andreas,
im Gegensatz zu den deutschen LV müssen die britischen LV (Clerical Medical usw.) Ihre Kostenquoten offenlegen. Man kann diese dem jeweiligen Verkaufsprospekt entnehmen.
Grüsse
Sven
Hannoversche und VHV heiraten!
das wird die Hannoversche retten.
Grüße
Raimund