Moin!
ich bin kürzlich in einer 30er-zone mit angeblich 11 km/h
zuviel geblitzt worden und soll nun 25 euro zahlen.
Ich tät es zahlen…
ich bin
mir aber sicher, daß ich allerhöchstens 40 drauf hatte (kam
gerade aus einer kurve), also nach abzug der toleranz nie auf
41 kommen kann. sieht mir sehr danach aus, als hätte man extra
11 angegeben, da gibts ja mehr kohle. lohnt es sich, dagegen
vorzugehen oder ist es nur so, wie es auf dem beleg steht: daß
dann eh nur der bußgeldbescheid kommt und man noch mehr zahlen
muß? wer trägt die beweislast dafür, wieviel man wirklich
zuviel gefahren ist?
Gegenfragen: Wer sagt Dir, das es nicht 41 km/h waren? Hast Du gemerkt, das es geblitzt hat? Und dann schnell auf den Tacho geschielt? Die meisten Fahrer nehmen instinktiv den Fuß vom Gas, wenn sie den Blitz sehen. Damit bist Du in dem Moment, wo Du auf den Tacho schaust, schonmal drei bis fünf Km/h langsamer als zum Zeitpunkt des Blitzes. Das aber nur nebenbei.
Weitere Frage: Was passiert, wenn Du nicht zahlst? Dann gibt es in der Regel einen Bußgeldbescheid, der teurer wird.
Mit viel Glück wird das Verfahren aber eingestellt. Wobei das Glück zweifelhaft ist. Für die Einstellung werden regelmäßig Verwaltungsgebühren berechnet, die meist höher als das Verwarnungsgeld sind.
So geschehen beispielsweise, als ich vor Jahren ein Ticket wegen vermeintlichem Falschparken am Scheibenwischer hatte. Ich hatte defintiv nicht falschgeparkt. Also legte ich Widerspruch ein. Was kam? Aus Mangel an Beweisen wurde das Verfahren eingestellt. Die mir auferlegten Verwaltungskosten waren etwa 15 DM höher, als das Ticket. Klar, ich hätte dagegen klagen können. Aber so streitsüchtig bin ich dann doch nicht.
Daher mein Tip: Zahl es, hak es ab und fahr das nächste Mal langsamer.
Gruß vom
Dicken MD.
PS: In aller Regel sind die Fotoapparate der Grünen Männchen geeicht. Fehlmessungen sind eher selten und wenn, dann in der Regel auf Bedienungsfehler zurückzuführen. Das nachzuweisen erfordert allerdings ein Gutachten. Rate mal, wer das bezahlen darf…