Hallo,
es soll vorkommen, daß eine Versicherung vorschlägt den Schaden bei einer KFZ Werkstatt durchführen zu lassen, mit dem die Versicherung zusammen arbeitet bzw. einen Vertrag hat.
Vorteil soll sein:
6 Monate Garantie auf die Reperatur
Aussen und Innenreinigung des KFZ
Ersatzfahrzeug
Was ist davon zu halten?
Sicher, die Versicherung spart Kosten, da sie durch Zuweisung der Reperaturfälle, günstige Reperaturen erhält.
Gibt es noch andere evtl. Fallen, die nicht erwähnt werden?
viele Gesellschaften versuchen schon bei Vertragabschluss diese Regelung schmackhaft zu machen. Dafür geben sie einen Prämiennachlass.
Die von der Versicherung bei einem Kaskoschaden ausgesuchte Vertragswerkstatt kann auch etwas entfernt liegen. Das entscheidet die Versicherung. Wenn man eine feste Vertragswerkstatt hat, in der man jeden Kundendienst machen lässt und persönlich bekannt ist, gilt es natürlich eine Hemmschwelle für eine andere Werkstatt zu überwinden.
Hallo,
es soll vorkommen, daß eine Versicherung vorschlägt den
Schaden bei einer KFZ Werkstatt durchführen zu lassen, mit dem
die Versicherung zusammen arbeitet bzw. einen Vertrag hat.
wie sie schon richtig formulieren: „vorschlägt“!
Ich kenne es nur so, dass der Kunde selbst bei Antragsaufnahme entscheidet, ob er eine „Werkstattbindung“ wünscht oder nicht! Wünscht er sie, ist die Prämie billiger!
Gibt es noch andere evtl. Fallen, die nicht erwähnt werden?
Deshalb ist es KEINE Falle, sondern es steht im Ermessen des Kunden, ob er es wünscht oder nicht!
ich stand dieser „Werkstattregelung“ am Anfang auch skeptisch gegenüber und hatte dieses Tarifmerkmal in meiner Autoversicherung deshalb auch nicht gewählt. Letztes Jahr hatte ich dann einen Schaden an meinem Wagen. Da ich mit der nächstgelegenen Vertragswerkstatt nach der letzten Inspektion absolut nicht zufrieden war, ging ich auf den Vorschlag der Versicherung ein und lies mein Auto in einer Vertragswerkstatt reparieren. Ich muß ehrlich sagen, dass ich von der Professionalität, der Freundlichkeit und dem Service dort so sehr begeistert war, dass ich die Werkstattbindung sofort in meinen Tarif miteingeschlossen habe.
Vorteile hier sind für mich: 3 Jahre Garantie auf die Reparatur, Stellung eines Ersatzwagens, der Versicherer kümmert darum, dass das Auto in die Werkstatt gebracht wird und evtl. sogar darum, dass es dann wieder zum Fahrzeughalter gebracht wird. Dafür spare ich dann so etwa 20%.
Das Problem für mich war immer, was pasiert, wenn ein Gutachter eingeschaltet werden muß. Da mein Versicherer aber immer auf die Gutachter der DEKRA zurückgreift, sehr ich die Gefahr als relativ gering an, dass damit Schindluder getrieben werden kann.
Natürlich hat die Versicherung auch etwas davon. Die Arbeitskosten sind bei einer von der Vesicherung bestimmten Werkstatt weitaus geringer als bei einer Vertragswerkstatt der Automarke, die man fährt. Das sind dann schon mal 25%. Bei hohen Schäden rechnet sich das für die Versicherung auf jeden Fall - trotz des niedrigeren Beitrags und der höheren Leistungen.
Probleme kann es geben, wenn man noch eine Herstellergarantie bzw. eine Anschlussgarantie für das Auto hat. Da mein Versicherer aber diese Garantie übernimmt, falls die Herstellerwerkstatt sich in einem Garantiefall weigert, war das für mich kein Problem.
zunächst mal ist zu klären: sprechen wir von einem K-Haftpflichtschaden (=> Du rechnest mit dem „generischen“ VR ab) oder von einem Kasko-Schaden (=> Dein eigener VR zahlt) ?? Ich nehme mal an, dass Du Kasko meinst.
Grundsätzlich spricht dann nichts gegen den Vorschlag. Aber: zum einen sollte man evtl. Garantiebedingungen beachten, zum anderen gilt generell, je neuer und hochpreisiger das Fz, desto eher sollte man zur WS des Herstellers gehen… ansonsten dürfte der Wiederverkaufswert mglw. deutlich beeinträchtigt werden.
Auch die Garantie ist wiederum interessant: jährlich machen mehrere 100 oder sogar 1000 Werkstätten dicht… die Garantie auf die Reparatur ist dann hinfällig. Bei einem Vertragspartner dagegen ist das problemlos, sogar bei Fällen wie Rover.
Und, auch nicht ganz uninteressant: keine WS in Deutschland kann mit Stundensätzen zwischen 45 und 60 EUR leben, so wie sie der Versicherer aus Coburg vereinbart. Das heißt, das fehlende Geld wird bei allen anderen Aufträgen, wenn Du also zB 3 Tage später einen Lackschaden auf eigene Kosten dort beheben lässt, wieder reingeholt. Wohin das am Ende führt, wird man sehen, ich persönlich gehe von einem noch schnelleren Sterben der freien WS aus. Aber das nur am Rande.
ich kann über den Werkstattservice des VR mit dem ich zusammenarbeite (fast) nur gutes Berichten, Gut, es gibt immer mal Reklamationen, aber die gibt es auch bei „normalen“ Werkstätten. Ich habe den Fuhrpark einer großen Firma mit ca.2000 Fahrzeugen komplett mit Werkstattservice gedeckt und muß sagn, dass es sich bewährt hat. Ich bringe mein Fahrzeug auch nur in eine Vertragswerkstatt des VR, allerdings auf freiwilliger Basis, ohne dies im Vertrag verankert zu haben. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass viele Werkstätten keine eigene Lackiererei mehr haben sondern die Fahrzeug nur annehmen, bei einem Fremdbetrieb reparieren lassen und die Kosten mit einem Zuschlag versehen. Warum dann also nicht gleich in einen solchen Betrieb? Zumal die Partnerwerkstätten der Versicherer kontrolliert werden und sich genau schlechte Arbeit nicht leisten können, da sie schnell aus diesem Verbund wieder raus geworfen werden können.
Grüße
Mike
in der Regel werden die Partnerbetriebe von den Versicherern regelmäßig überprüft. Zeigt sich, zum Beispiel auf Grund von Kundenbeschwerden, dass die Werkstatt unredlich arbeitet, kündigt der Versicherer den Vertrag mit der Werkstatt sofort auf. Der Vorteil. Versicherer, Versicherungsnehmer und Werkstatt profitieren davon.
Innerhalb der Garantiezeit - Finger weg, weil es sonst zu Problemen mit der Garantie des Herstellers kommen kann.