Hallo Franzi,
Du verwechselst da was (oder zumindest misinterpretierst Du):
Dann hattest du gesagt,
Nö, ich hatte es zur Diskussion gestellt, ob es so sein könnte. Ich selbst kann viiiiiel zu schlecht Englisch, um mir AusSAGEN über diese Sprache zu erlauben. Bestenfalls kann ich Vermutungen anstellen. Ich habe am Ende meines Beitrags auch deutlich geschrieben, dass ich mir möglichst viele Beispiele wünsche, um meine GEDANKEN (ich nannte es „Thesen“) zu bestätigen oder zu widerlegen. Ich habe nie gesagt „So ist es und nicht anders“.
The Trocadero wie The French Open Tournament zu The French
Open.
Es heißt „the Niagara Falls“, obwohl da dein sogenannter
„Kopf“ vorhanden ist und nicht weggelassen werden kann und
auch noch hinten steht.
Der Amazonas heißt im Englischen The Amazon River, hat also
den Kopf hinten und doch den Artikel. Ähnlich der Don in
Russland, den die Engländer Don River nennen.
ah, jetzt kommen ja die von mir gewünschten Beispiele.
deine Theorie gründlich zerstört sein
ich habe nie eine Theorie darüber aufgestellt!
hier ein- und mehrsilbie, vokalisch anlautende und
konsonantisch (Plosiv, nasal, stimmhaft und Sstimmlos)
anlautende Wörter beieinander haben, die sich alle einig sind,
dass sie eigennamen sind, aber den Artikel brauchen.
Einzig, was man vielleicht in meinen Aussagen als Ansatz für eine Theorie sehen könnte, war, dass ich nicht an Regellosigkeit glaube. In der Sprache ist meiner Erfahrung nach nichts regellos. Nur kennt man oftmals die Regeln nicht (mehr).
Daher war ja dann auch die Ausweitung auf eine möglicherweise zu berücksichtigende Lautumgebung. Aber der Sprachwissenschaftler kennt ja noch viel mehr. Da kann André vieeeel besser mitreden als ich.
Beispiele bringen und erklären sprengt den Rahmen einer
Forumsdiskussion und wäre Arbeit für eine Promotion,
verlangt niemand. Aber weitere Thesen (Gedankenspiele) von Dir oder anderen Forumsteilnehmern über mögliche Regeln könnten durchaus nicht schaden.
Grund? Weil.
Das ist sicher nicht der Grund.
Das ist
übrigens die Erklärung, die auf die weitaus meisten
prachlichen Phänomene zutrifft. Lautveränderungen lassen sich
regelhaft sehr gut beschreiben,
eben
aber auch nur in Form von
„Wie“ und nicht „Warum“.
da bin ich anderer Meinung.
Grammatik läßt sich gut durch Regeln
beschreiben, aber auch nur unzulänglich und zeitlich begrenzt
- was heute richtig ist, kann morgen schon falsch sein
stell den Satz um und er wird richtig: kann im Laufe der Zeit falsch werden
, und
galt vielleicht in irgendeinem Dialekt noch nie als richtig.
Semantik, besonders Referenzsemantik (u.a. die Verwendung des
bestimmten und unbestimmten Artikels, oder eben keines
Artikels), läßt sich nicht regelhaft erklären.
wir wiederholen uns.
Die Bedeutung,
die eine Sprache einem Laut oder einer Lautkombination
zuordnet, ist eben arbiträr - zufällig. Warum sagen die
Engländer zu dem Ding, auf dem beim Mittagessen die Teller
stehen, und um das herum die Familie beim Essen sitzt, table,
und wir nennen es Tisch? Ok, wir könnten erklären, das eine
komt von lat. tabula, das andere von lat. dscus, aber das
bringt uns auch nciht weiter… warum haben wir denn nicht
auch die Tabula übernommen? Warum ist das bei uns zu Tafel
geworden, die einen festlichen Tisch oder Lehrer’s
Schreibunterlage bezeichnet, und nicht zum alltäglichen Tisch?
was ist denn das für eine Argumentation? *kopfschüttel* Warum schreibst Du nicht gleich: „Dass wir, alle Menschen weltweit, nicht die gleiche Sprache sprechen ist der Beweis für die Zufälligkeit der Sprache“. Nein, Franzi, da bin ich überhaupt nicht einer Meinung mit Dir und lasse diese Argumentationsstruktur auch nicht gelten. Ich dreh den Spieß rum zu einem Thema, in dem ich mich ganz gut auskenne: Es ist als würdest Du behaupten „Wie und warum ein Familienname entstanden ist, ist rein zufällig, da gibt’s keine Regeln“. Und für den Bereich Familiennamen wäre diese Aussage einfach nur Quatsch. Familiennamen sind Eigennamen. Rufnamen sind Eigennamen. Örtlichkeitsnamen (Plätze etc.) sind Eigennamen. Ortsnamen sind Eigennamen. Gewässernamen sind Eigennamen. Länder- und Kontinentnamen sind Eigennamen. Aus dieser Liste sind die Familiennamen zweifelsfrei die jüngsten Eigennamen und daher am leichtesten regelhaft herleitbar. Das heißt aber nicht, dass es für die anderen Eigennamen nicht auch Regeln gäbe. Kleines Beispiel aus der nächst-älteren Eigennamen-Gruppe: den Rufnamen. In Süddeutschland sagt jedes Kind: „DER Michi hat mich gehaun *heul*“. Die gleiche Szene in nördlicheren Gefilden: „Michi hat mich geschlagen *heul*“ (also ohne Artikel). Quelle: dtv-Atlas Namenkunde, Originalausg. 1988, Seite 180.
Also gibt es hier eine geographische Regel: wenn südlich von … dann mit Artikel. Das wäre somit auch eine mögliche Regel.
Aber lassen wir es gut sein. Ich werde sicher - schon in Ermangelung von ausreichenden Englischkenntnissen - nicht weiter in die Tiefe gehen. Spannend finde ich das Thema trotzdem und würde mir wünschen, dass sich unsere Experten hier im Forum dazu auch äußern würden.
Schönen Abend
muss noch einiges erledigen heute Abend
*und tschüss*
Viele Grüße
Alexander