Hallo,
Der Zusammenhang ist so, daß sich die gasförmigen
Ausdünstungen an organisches Material binden. Und deshalb im
Staub gut nachweisbar sind und der Staub somit kontaminiert.
Ok, prinzipiell wird das wohl so sein.
Allerdings ist Staub nur zum Teil organisch und die Masenkonz.
die hinten aus einem sauger kommt ist sowieso gering.
Dementsprechend ist auch die Menge an PCB, die da evtl.
mitgetragen wird marginal.
Es wird IMHO der Zusammenhang zwischen kontaminiertem Staub
und Gas falsch bewertet.
Wenn die Kontamination normalen Staubes aus der Umwelt schon
relevant sein sollte, dann müßte in dem Raum auch eine deutlich
ungesunde Konzentration in gasförmiger Phase vorliegen.
Dann ist das bischen Staub, welches beim Saugen evtl. hinten
wieder rauskommt eh nicht mehr relevant.
Unser Dachboden ist in allerhöchstem Maße kontaminiert und den
haben wir jetzt mithilfe einer Dampfsperre zum Rest des Hauses
abgeschlossen.
Das ist mit einem in Baubiologie bewandertem Bauingenieur
so abgesprochen.
Das ist sicher vernüftig.
Wenn die PCB-Ausdünstungen nich mehr nach innen dringen können,
ist die Sache wohl deutlich entschärft.
Jetzt sparen wir auf ein neues Dach, samt Dachstuhl um das
Zeug so restlos wie möglich aus dem Haus zu bekommen.
Ich bin der Meinung, man sollte das nicht zu sehr überbewerten.
Wie schon gesagt, mit einer wirklich dichten Dampfsperre,
sollte es gut sein.
Der Rest des Hauses ist sehr sehr leicht sekundär
kontaminiert.
Den allermeisten Leuten wäre das egal, aber wir sind da sehr
gründlich oder ängstlich, je nach Sichtweise.
Naja, entsprechend Deiner ViKa kann ich das nachvollziehen.
Hier zu leben macht uns kein Holzschutzmittelsyndrom, aber je
länger das dauert, desto eher zieht PCP in unsere Kleidung und
Papiere ein.
Auch hier ist es so, daß das PCB nicht auf geheimen wegen in
die Kleidung zieht. Sollten solche Effekte relevant sein,
dann atmet ihr auch PCB in entspr. Menge ein.
Sekundäreffekte zu verfolgen ist dann IMHO überflüssig.
Da der Staub ein wichtiger Träger des PCp ist, wollen wir also
einen Staubsauger, der uns da ein wenig Sorge abnimmt.
Das ist IMHO physikalischer Nonsens.
Jeder ordentliche Staubsauger ist ein guter Luftreiniger,
will sagen, da kommt normalerweise hinten weniger Staub raus,
als in der Luft eh schon ist (bezogen auf Massenkonzentration).
Da die hinten emittierte Massenkonz. also sehr klein ist, wird
auch das im Staub gebundene PCB völlig vernachlässigbar sein,
im Verhältnis zur gasförmigen Phase , die ja für die Sekundär-
kontamination irgendwie notwendig ist.
Oder anders gesagt, wenn die gasförmige PCB-Emmision hinreichend
klein ist im Wohnbereich, dann ist sie im Staub, der sich täglich
absetzt ebenfalls sehr gering und im Reststaub, der aus dem
Staubsauger evtl. wieder rauskommt ist es dann völlig
vernachlässigbar.
Da wir noch weiter und immer weiter renovieren müssen, muß
dieser Sauger auch was aushalten können.
Was soll er aushalten? Etwa auch Bauschutt und Staub von
Stemmarbeiten oder ähnliches?
Nee - soviel muß er nun nicht aushalten.
Genial wäre, wir könnten mit ihm Holzstaub vom Abschleifen der
Fußböden aufnehmen. Da auch der wieder minimal sekundär
belastet sein wird und sich zum Einen nicht im Haus verteilen
soll und zum Anderen gut entsorgt werden soll.
Da ist jeder vernüftige normale Hausstaubsauger für ausreichend.
Auch ein Industriestaubsauger nach dem Zyklonprinzip wäre noch ok.
Staub, der durch mechn. Bearbeitung entsteht, ist auch gar nicht
so sehr fein. Feinstaub (