Verwirklichung des Öko-Audits

Hallo Experten,

Also folgendes ist mein Problem:

Ich bilde mich gerade zum Betriebswirt weiter und muß am 13.03.2002 eine Präsentation über das o.g. Thema halten.

Hintergrund ist folgender:

Eine Firma XY möchte sich umweltfreundlich umstellen. Es herrscht Ist-Zustand X. Erreicht werden soll Soll-Zustand Y gemäß der Umweltauditverordnung.
Seitens der Schule habe ich nur einen kurzen Aufriß über die Verordnung selbst und minimal Kenntnis über die Ausgangslage der Firma.

Meine Frage:

Gibt es einen Allroundalgorithmus mit dem man von X nach Y kommt?

Wo kann ich gezielt nach Information suchen, denn die Suchmaschine bietet mir tausende von Informationen und die Chance genau das zu finden, was ich suche ist sehr gering.

Gruß Mucke

Hallo Mucke,

hoffentlich habe ich Deine Anfrage richtig verstanden.

Eine Firma XY möchte sich umweltfreundlich umstellen. Es
herrscht Ist-Zustand X. Erreicht werden soll Soll-Zustand Y
gemäß der Umweltauditverordnung.
Seitens der Schule habe ich nur einen kurzen Aufriß über die
Verordnung selbst und minimal Kenntnis über die Ausgangslage
der Firma.

Gibt es einen Allroundalgorithmus mit dem man von X nach Y
kommt?

Die Öko-Audit, also EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), gibt grundsätzlich keine konkreten Vorgaben. Vielmehr handelt es sich um ein Management-System. Ziel des ganzen ist es, eine Organisation von Umweltfragen aufzubauen, wozu z.B. ein/e Umweltbeauftrage/r gehört. Das Unternehmen analysiert die Prozesse, setzt sich selbst Ziele, baut die zur Umsetzung notwendigen Maßnahmen in die Prozesse ein und hält diese in einem Handbuch fest und wird dafür zertifiziert.

Soweit mal in Kurzform. Der Sollzustand Y gemäß der Umweltverordnung sagt nicht aus: CO2-Emission max. 5t/Jahr, Wasserverbrauch pro Angestellten max. 10l/Tag oder ähnliches. Sondern: Das Unternehmen hat sich in die Lage versetzt, ernsthaft und nachhaltig seine Umwelt-Performance zu verbessern, sich dafür folgende Ziele gesetzt, folgende Maßnahmen ergriffen, um die Ziele zu erreichen und es auch geschafft (oder übererfüllt). So ungefähr. Also kann die größte Dreckschleuder zertifiziert sein, solange sie sich der kontinuierlichen Verbesserung verschrieben hat.

Zu Deiner Frage, ob es einen Allroundalgorithmus gibt, um dorthin zu kommen: Der Allroundalgorithmus, wenn es denn überhaupt einen gibt, liegt meiner Meinung nach im methodischen Bereich, eben der Prozessanalyse und wie man die Änderungen anschließend implementiert und mit welchem Enthusiasmus das Management mitspielt. Übrigens ist die Prozessanalyse ein gutes Argument für die EMAS: Wenn die Prozesse einmal analysiert werden, fallen auch andere als ökologische Verbesserungspotentiale auf, mit denen das UN vielleicht eine ganze Menge Geld sparen kann.

Ich habe gerade einen link, http://www.uni-hohenheim.de/~pape/li.htm, wenn Du bei google nach emas+öko-audit suchst, wirst Du noch einiges finden.

Gruß
Oskar van de Kaalstraat

Hallo Oskar,

das hat mir tüchtig aufs Fahrrad geholfen.

Vielen Dank.

Gruß Mucke