Hallo,
ich bin mit meiner Krankenkassen-Situation total überfordert. Ich war bis letztes Jahr im Sommer noch Schüler und selbst Versichert. Danach haben ich monatelang verschwitzt, der Krankenkasse über neue Verhältnisse bescheid zu geben (obwohl diese ja eine Schulbescheinigung hatte und eigentlich wusste, wann mein Schuljahr zuende war, aber na ja. Jedenfalls habe ich viel zu spät daran gedacht und dann meiner Krankenkasse bescheid gegeben, die daraufhin natürlich eine Nachzahlung wollten. Und zwar in Höhe von ca. 120€ pro Monat. Dazu hätte ich natürlich auch weiterhin 120€ pro Monat als Beitrag zahlen müssen, und das alles, obwohl ich über kein Einkommen verfüge. Daraufhin hatte ich einige Gespräche mit einer Krankenkassenmitarbeiterin, die auch sehr freundlich schien und meinte, ach gottchen, das können Sie sich ja gar nicht leisten usw… Dann schlug sie vor, mich ab Juli 2007 rückwirkend zu kündigen, sodass ich weder Beiträge noch Rückzahlungen zu leisten hätte, wohl aber in diesem Zeitraum angefallene Arztkosten, die mir dann zugestellt würden. Ich solle auch noch gut auf mich aufpassen, und mich , wenn ich eine Ausbildungsstelle oder ähnliches gefunden hätte, wieder bei ihnen versichern. Ich war natürlich erst mal ganz glücklich darüber. Aber eine schriftliche Zusendung dieser Vereinbarung lehnte die gute Frau ab, das wäre doch nicht nötig. Nun sagt mir ein Bekannter, er glaube, wenn ich einen Job fände und so automatisch wieder krankenversichert wäre, müsste ich, obwohl ich nicht krankenversichert war, für jeden Monat Beiträge zurückbezahlen? Kann das sein, ich habe jetzt wirklich Angst! Kann es denn sein, das eine Angestellte einer Versicherung mich so „verarschen“ kann/darf? Ich weiß, das ist ziemlich viel, aber vielleicht kann mir ja irgendwer helfen? Weiß echt nicht weiter.
Hallo,
ich unterstelle, das Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Kasse vorliegt
oder auch vorlag. Seit 1.4.2007 gilt für Personen, die letztmals in einer gesetzlichen Kasse versichert waren eine Versicherungspflicht eben dort.
Das bedeutet:
eine (rückwirkende) Beendigung - ohne Nachweis der Mitgliedschaft in einer anderen Kasse zu eben jenem Termin ist gar nicht möglich.
-ggf. ist so oder so rückwirkend Beitrag fällig.
Gruß J.K.
wollten. Und zwar in Höhe von ca. 120€ pro Monat. Dazu hätte
ich natürlich auch weiterhin 120€ pro Monat als Beitrag zahlen
müssen, und das alles, obwohl ich über kein Einkommen verfüge.
Das ist so richtig.
leisten usw… Dann schlug sie vor, mich ab Juli 2007
rückwirkend zu kündigen,
Das geht nicht, ab 01.04.2007 besteht für gesetzlich krankenversicherte Versicherungs- und damit Beitragspflicht.
müsste ich, obwohl ich nicht krankenversichert war, für jeden
Monat Beiträge zurückbezahlen?
Nicht zurückzahlen, nachzahlen wirst Du die Beiträge müssen. Wir hatten diese Frage in der letzten zeit mehrfach, der Rat der GKV-Experten war jedesmal, mit der Krankenkasse zu sprechen und eine Einzelfalllösung zu suchen. Vielleicht wollte die Mitarbeiterin dir so eine Lösung anbieten und du hast es nur falsch verstanden.
diese gutgemeinte Regelung der Mitarbeiterin ist absolut nicht zulässig bzw. machbar. Man kann die Krankenkasse in einem solchen Fall auch nicht rückwirkend kündigen. Deswegen hast du wohl auch keine schriftliche Bestätigung bekommen…
Seit dem 01.04.2007 unterliegt man auf jeden Fall letztendlich der Versicherungspflicht und muss hierfür Beiträge bezahlen. Letztlich ist es auch nicht besonders vorteilhaft, ohne Krankenversicherung zu sein.
Ich würde mich an die Kasse mit der Bitte um eine Klärung der Sache wenden. Da es früher oder später sowieso dazu kommt, dass du Beiträge nachzahlen musst, empfiehlt es sich, das sofort zu machen.
Ja, ich habe eben auch nicht verstanden, ob die Frau mir nun geholfen hat oder mir da ein ganz wichtiges „Detail“ verschwiegen hat. Und zum ersten „Antworter“ : Nein, ich bin tatsächlich nicht krankenversichert!
Sie sagte auch, dass nun die Rechnungen der ab Juli 07 durchgeführten Artzbesuche bei mir ankommen würden, aber seit Wochen hat sich nichts getan. Kann es etwa sein, dass sie auch nicht über die Versicherungspflicht bescheid wusste? Eher unwahrscheinlich, oder?
Aber schonmal danke für die Antworten
Gruss, Flockenpock
bescheid wusste die Dame sicherlich. Ich tippe mal eher schlichtweg auf Faulheit. Natürlich wusste sie, dass bei wohl nicht viel zu holen sein wird. Bevor sie sich auf ein langwieriges Verfahren zum Einzug der Beiträge einlässt, hat sie sich wohl für die schnelle Veriante entschieden.
Das alles ändert aber nix daran, dass das Vorgehen falsch war.