Verwirrung über Grammatikschulaufgabe

Hallo,

leider ist mir kein passenderer Titel eingefallen. Vorhin kam der 14jährige Sohn einer Freundin (8.Klasse Wirtschaftsschule) mit seiner Grammatikschulaufgabe nach Hause. Diese umfasst 11 Seiten (Bearbeitungszeit waren 60 Minuten). Er hat eine vier, was sehr ärgerlich ist, da ihm nur ein Punkt zur drei fehlt und er somit eine Vier im Zeugnis bekommen wird. Wir haben jetzt zu dritt über manche der Aufgaben gerätselt. Ich hoffe, dass hier einige Grammatikcracks vorhanden sind die Licht ins Dunkele bringen können:

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich im Internet über das aktuelle Geschehen.

  2. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

  3. Verbinde Satz I mit Satz II, sodass ein SATZGEFÜGE mit einem Glied- bzw. Nebensatz entsteht und der gesamte Satz einen Sinn ergibt:
    Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau oder lügen bewusst.
    Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich Spannung zu erzeugen.

  4. Weniger eine Grammatikfrage: Der Knabe hielt den Namen Marion für männlich und hat ihn folgerichtig immer durch das Personalpronomen „er“ ersetzt. Würden die Lehrer unter Euch das als ganzen Fehler werten?

Ich komme mir gerade richtig blöd vor und erwäge, mich in einen Deutsch für Ausländer Sprachkurs einzuschleichen!

Danke für Hilfe jeder Art!

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

„Im Internet werden inzwischen 7.2 Millionen Bundesbürger täglich über das aktuelle Geschehen informiert.“
Muss aber zugeben, das klingt irgendwie komisch und der richtige Sinn kommt meiner Meinung nach nicht rüber, aber das ist das Einzige, was mir dazu einfällt.

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Für mich ist das Präsens …

  1. Verbinde Satz I mit Satz II, sodass ein SATZGEFÜGE mit
    einem Glied- bzw. Nebensatz entsteht und der gesamte Satz
    einen Sinn ergibt:
    Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
    so genau oder lügen bewusst.
    Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich
    Spannung zu erzeugen.

Ich weiß ja nicht, wie sehr man die Ausgangssätze ändern darf … mir ist bis jetzt nur folgendes eingefallen:
„Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau oder lügen bewusst, wenn sie, um künstlich Spannung zu erzeugen, Fantasiegeschichten erzählen.“
Komische Aufgabe allerdings … zumindest mit diesen Sätzen!

Hoffe, ich konnte dir etwas helfen …

Thorid

Wir haben
jetzt zu dritt über manche der Aufgaben gerätselt. Ich hoffe,
dass hier einige Grammatikcracks vorhanden sind die Licht ins
Dunkele bringen können:

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

Gar nicht: Reflexive Sätze lassen sich nicht passivieren!

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Präsens

  1. Verbinde Satz I mit Satz II, sodass ein SATZGEFÜGE mit
    einem Glied- bzw. Nebensatz entsteht und der gesamte Satz
    einen Sinn ergibt:
    Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
    so genau oder lügen bewusst.
    Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich
    Spannung zu erzeugen.

Weil Talkshow-Teilnehmer es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen oder bewusst lügen, werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich Spannung zu erzeugen.
Obwohl ich das mit dem „weil sie bewusst lügen, erzählen sie Phantasiegeschichten” für doppelt gemoppelt halte.

  1. Weniger eine Grammatikfrage: Der Knabe hielt den Namen
    Marion für männlich und hat ihn folgerichtig immer durch das
    Personalpronomen „er“ ersetzt. Würden die Lehrer unter Euch
    das als ganzen Fehler werten?

Ja, das muss man wissen, dass Marion anders als Maria ein ausschließlich weiblicher Vorname ist.

Ich komme mir gerade richtig blöd vor und erwäge, mich in
einen Deutsch für Ausländer Sprachkurs einzuschleichen!

Ja, aber Oberstufe (Vorbereitung auf’s Kleine oder Große Deutsche Sprachdiplom), da könnten viele Deutsche in der Tat auch was lernen!

Gruß Gernot

Hallo,

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

7.2 Millionen Bundesbürger werden täglich im/durch das Internet über das aktuelle Geschehen informiert.

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Indikativ Präsenz.

  1. Verbinde Satz I mit Satz II, sodass ein SATZGEFÜGE mit
    einem Glied- bzw. Nebensatz entsteht und der gesamte Satz
    einen Sinn ergibt:
    Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
    so genau oder lügen bewusst.
    Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich
    Spannung zu erzeugen.

Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau, lügen bewusst und erzählen Fantasiegeschichten um künstlich Spannung zu erzeugen.

  1. Weniger eine Grammatikfrage: Der Knabe hielt den Namen
    Marion für männlich und hat ihn folgerichtig immer durch das
    Personalpronomen „er“ ersetzt. Würden die Lehrer unter Euch
    das als ganzen Fehler werten?

Ich erinnere mich, dass diese sogenannten „Wiederholungsfehler“ nicht jedesmal ganz gewertet wurden. Es gab so was wie 1 x 1,5 Fehlerpunkte. Abgesehen davon ist Marion im englischen Sprachraum als Variante von „Marian“ ein männlicher Vorname. John Wayne hieß mit bürgerlichem Namen Marion Michael Morrison, und der war bestimmt keine Frau.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

7.2 Millionen Bundesbürger werden täglich im/durch das
Internet über das aktuelle Geschehen informiert.

Falsch!

So würde der Satz im Passiv lauten, wenn er im Aktiv wie folgt gelautet hätte:
Das Internet informiert inzwischen 7,2 Millionen Bundesbürger täglich über das aktuelle Geschehen

So hat der Originalsatz aber nicht gelautet. Stattdessen handelte es sich im da um einen Satz mit einem reflexiven Verb und ein solches lässt sich nicht ins Passiv setzen!

Falls die Lehrerin/der Lehrer deine Variante doch zugelassen haben sollte, müsste einem Prüfling, der hier richtigererweise keine Lösung hingeschrieben hätte, der Punkt zumindest auch gegeben werden.

Gruß Gernot

PS: Ist Myriam eigentlich ein rein weiblicher Vorname, oder darf er offiziell, wie Maria, auch von Angehörigen des männlichen Geschlechts als zweiter Vorname benutzt werden?

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Danke schon mal!
Puh! Ich bin froh, dass es scheinbar doch nicht so puppenpippieinfach wie insgeheim befürchtet ist!

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

Ich hätte gesagt: …lassen sich informieren, aber das scheint falsch/nicht zulässig zu sein.

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Mein Tipp war Präsens, scheint ja richtig zu sein. Wenn es Futur wäre, müsste ja noch ein Verb dabei sein, oder? Ich bin mir unsicher, weil es ja einen Bedeutungsunterschied gibt zwischen „Ich bin müde“ und „Ich werde müde“. Ist das wirklich Stoff einer 8.Klasse Wirtschaftsschule? Ich habe Abitur, und ich kann mich nicht erinnern, dass wir so was behandelt hätten (gut, das mag an meinem Gedächtnis liegen)

Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
so genau oder lügen bewusst.
Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich
Spannung zu erzeugen.

Wenn man hier nichts wesentliches verändert kommt kein sinnvoller Satz raus. Schüler hat geschrieben:
Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich Spannung zu erzeugen, deshalb nehmen Teilnehmer … (gut, das ist, glaube ich, kein Satzgefüge)

Zu Marion ist mir auch John Wayne eingefallen! Er hat gesagt, er kennt den Namen nicht. Interessanterweise ist der Fehler noch acht anderen Schülern passiert. Vielleicht wäre Tschakeline ein besserer Beispielsname gewesen.

Die meisten der unzähligen anderen Aufgaben waren ähnlich rätselhaft. Zum Glück muss ich nicht bei Jugend trainiert für Pisa mitmachen!

PS: Ist Myriam eigentlich ein rein weiblicher Vorname, oder
darf er offiziell, wie Maria, auch von Angehörigen des
männlichen Geschlechts als zweiter Vorname benutzt werden?

Diese Sitte mit „Erich Maria“ usw. ist m.W. nur in solchen Ländern verbreitet, wo „Myriam“ sowieso nicht gebräuchlich ist. Ob es von einem deutschen Standesamt akzeptiert wird, ist vermutlich Ermessenssache.

Gruß,

Myriam

Danke! Ich versuche gerade, die Regeln zum Passiv des reflexiven Verbs zu kapieren und ich muss sagen, ich habe schwerste Zweifel, dass das so im Unterricht behandelt wurde. Der Prüfling hat die Aufgabe übrigens nicht behandelt.
Gut, langsam wird es frech, aber ich versuch mein Glück trotzdem noch mal: Was soll dieser Satz überhaupt bedeuten:
„Daraus haben die Vertreter der klassischen Medien häufig eine Art Bestandsgarantie geschlossen“
Einen Zusammenhang gibt es nicht. Mir scheint hier „auf“ zu fehlen. Also: „Daraus haben die Vertreter der klassischen Medien häufig AUF eine Art Bestandsgarantie geschlossen“

Hallo Karlsson,

Danke! Ich versuche gerade, die Regeln zum Passiv des
reflexiven Verbs zu kapieren und ich muss sagen, ich habe
schwerste Zweifel, dass das so im Unterricht behandelt wurde.

Das Passiv reflexiver Verben gibt es meines Wissens nur in rheinischen Dialekten als Pseudopassiv à la „Informiert wird sich am Informationsschalter!”
:wink:

Der Prüfling hat die Aufgabe übrigens nicht behandelt.
Gut, langsam wird es frech, aber ich versuch mein Glück
trotzdem noch mal: Was soll dieser Satz überhaupt bedeuten:
„Daraus haben die Vertreter der klassischen Medien häufig eine
Art Bestandsgarantie geschlossen“
Einen Zusammenhang gibt es nicht. Mir scheint hier „auf“ zu
fehlen. Also: „Daraus haben die Vertreter der klassischen
Medien häufig AUF eine Art Bestandsgarantie geschlossen“

Da bin ich voll deiner Meinung! Lehrer sind auch nur fehlbare Menschen und es ist fast unmöglich eine perfekte Prüfung zu erstellen: Wenn ich als Lehrer eine Prüfung zu erstellen oder zu korrigieren hatte, habe ich mich übrigens immer viel mieser gefühlt, als wenn ich eine als Schüler/Student zu bestehen hatte.

Sei nett zu der Prüferin / dem Prüfer, wenn du nachverhandelst!

Gruß Gernot

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Hallo Gernot,

„Informiert wird sich am Informationsschalter!”

Das würde ich als reflexiven Passiv-Imperativ bezeichnen - kategorisch :wink:.

Grüße,
MrsSippi

Hallo MrsSippi,

„Informiert wird sich am Informationsschalter!”

Das würde ich als reflexiven Passiv-Imperativ bezeichnen -
kategorisch :wink:.

Ja, diese Interpretation hat sich etwas für sich *. Bist du nicht eigentlich doch selbst eher 'ne Mrs. vom Rhein als vom Sippi?

Gruß Gernot

*Wie kommt sich Kuhscheiße auf’s Dach:
Hat sich Kuh auf Schwanz geschissen und mit Schwung auf’s Dach geschmissen!

Setz das mal ins Passiv!

Hi,

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

Ich hätte gesagt: …lassen sich informieren, aber das scheint
falsch/nicht zulässig zu sein.

Das ist kein Passiv. In einem Aktivsatz ist das Substantiv, dass das Verb regiert (= über die Form des Verbs bestimmt), auch der Täter der Aktion. In einem Passivsatz nicht. Kannst du testen, indem du zwischen einzahl und mehrzahl hin- und herwechselst: Millionen Bundesbürger informieren sich … Ein Bundesbürger informiert sich … Millionen Bundesbürger lassen sich informieren … Ein Bundesbürger läßt sich informieren.

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Mein Tipp war Präsens, scheint ja richtig zu sein. Wenn es
Futur wäre, müsste ja noch ein Verb dabei sein, oder?

Genau.

Ich bin
mir unsicher, weil es ja einen Bedeutungsunterschied gibt
zwischen „Ich bin müde“ und „Ich werde müde“.

Das erste drückt einen zustand aus, das andere einen Prozess. Beide sind aber jetzt (= Gegenwart, Präsens) vorhanden (lat. praesens - das Anwesende, … oder so. mein Latein ist etwas staubig)

Ist das wirklich
Stoff einer 8.Klasse Wirtschaftsschule? Ich habe Abitur, und
ich kann mich nicht erinnern, dass wir so was behandelt hätten
(gut, das mag an meinem Gedächtnis liegen)

Wann ich das hatte, weiß ich nciht mehr, aber sicher Grundschule - Unterstufe.

Satz I: Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
so genau oder lügen bewusst.
Satz II: Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich
Spannung zu erzeugen.

Wenn man hier nichts wesentliches verändert kommt kein
sinnvoller Satz raus. Schüler hat geschrieben:
Es werden Fantasiegeschichten erzählt, um künstlich Spannung
zu erzeugen, deshalb nehmen Teilnehmer … (gut, das ist,
glaube ich, kein Satzgefüge)

Das ist ein Satzgefüge. Aber es wurde Satz 1 in Satz 2 eingefügt und nicht umgekehrt, und das entspricht nicht der Aufgabenstellung (es ist ja ein unterschied, ob der Frosch unterm Auto ist oder das Auto unterm Frosch :wink: … sry). Allerdings könnt ich damit leben, dafür nicht 100% sondern nur 50% der BE abzuziehen, aber das ist pädagogisches Ermessen, also Kann, und nicht MUSS.
Zugegebenermassen ist die Aufgabenstellung doof. Verlangt ist (für mich offensichtlich, aber ich bin ja auch Lehrerin und kenne solche Aufgaben) „Talkshow-Teilnehmer nehmen es mit der Wahrheit nicht
so genau oder lügen bewusst, um künstlich Spannung zu erzeugen.“ Ich hätte da als zweiten Satz nur vorgegeben „Sie wollen künstlich Spannung erzeugen.“

Ansonsten schließe ich mich Gernot an, Prüfungen erstellen ist schlimmer, als sie schreiben zu müssen. Daher Taktgefühl beim Verhandeln.

Die Franzi

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Ach Gernot,

Bist du nicht eigentlich doch
selbst eher 'ne Mrs. vom Rhein als vom Sippi?

13 Jahre Ruhrgebiet hinterlassen tiefe Spuren.

Hat sich Kuh auf Schwanz geschissen und mit Schwung auf’s Dach
geschmissen!
Setz das mal ins Passiv!

Nichts leichter als das:
Wurde sich Kuh auf Schwanz geschissen, wurde sich Scheiße mit Schwung auf’s Dach geschmissen.

Grüße,
MrsSippi (bleibt sich am Sippi)

Ich beneide Lehrer wahrlich nicht

Keine Sorge, keiner hat die Absicht, am Montag in der Schule einzufallen und erst mal tüchtig zu brüllen. Ich muss vielleicht auch dazu sagen, dass der Schüler ein wirklich ganz, ganz Lieber ist, der extrem viel für diese Schulaufgabe gelernt hat. Wir haben uns beim Lernen an Hefteinträge, ans Lehrbuch und an Schulaufgaben aus vergangenen Jahren gehalten. Das konnte er alles. Jetzt ist natürlich die Enttäuschung groß. Ich habe mir überlegt, das Beste wäre vielleicht, dem Lehrer zu sagen, dass man manche Aufgaben nicht versteht und ihn bitten, eine Musterlösung zur Verfügung zu stellen.

Die Aufgabenstellung mit dem Sätzeverbinden war übrigens noch viel komplizierter als ich hier geschrieben habe. Den Sinn des Satzes habe ich sowieso nicht verstanden. Mir ist völlig unklar, wer jetzt lügt und was was bedingen soll. Der Lehrer hat daneben geschrieben, das sei kein Satzgefüge.

Aber langsam bin ich schon froh, dass ich wenigstens noch „als“ und „wie“ auseinanderhalten kann und noch weiß, dass man nämlich ohne h schreibt usw.

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also nä.

Weil Talkshow-Teilnehmer es mit der Wahrheit nicht so
genau nehmen oder bewusst lügen, werden Fantasiegeschichten
erzählt, um künstlich Spannung zu erzeugen.

Obwohl ich das mit dem „weil sie bewusst lügen, erzählen sie
Phantasiegeschichten” für doppelt gemoppelt halte.

Das ist doch kein kausaler Zusammenhang. Eher: Die Teilnehmer nehmen es nicht so genau, lieber erzählen sie Fantasiegschichten, um…

  1. Weniger eine Grammatikfrage: Der Knabe hielt den Namen
    Marion für männlich und hat ihn folgerichtig immer durch das
    Personalpronomen „er“ ersetzt. Würden die Lehrer unter Euch
    das als ganzen Fehler werten?

Ja, das muss man wissen, dass Marion anders als Maria ein
ausschließlich weiblicher Vorname ist.

Andererseits ist es kein grammatikalisches Thema, Tatsachenentscheidung. Marion hielt ich in dem Alter auch für männlich. Der Name war bei uns vollkommen unüblich.

pp

Klugscheißerei ot

nämlich ohne h schreibt usw.

nämlic so

  1. Wie setze ich diesen Satz korrekt ins Passiv?:
    7.2 Millionen Bundesbürger informieren sich inzwischen täglich
    im Internet über das aktuelle Geschehen.

Bis jetzt war eigentlich jede Antwort korrekt. Die mögliche Passivkonstruktion wurde auch schon genannt - „die Bürger werden informiert“

Es kommt aber darauf an, ob der Lehrer ein von Grund auf guter Mensch ist und hier Grammatikfreaks wie auch Realisten benoten will oder ob er ein elender Klugscheißer ist, der unsrealistisch an billigen, zweideutigen Beispielen seine sadistische Ader auslebt.

Ein Grammatikfreak würde sagen: Reflexivverben kann man nicht passivieren. …was genauso richtig wäre wie das, was der Realist antworten würde:
Er würde sagen: Man wird informiert.
Man tauscht einfach das Verb „sich informieren“ mit „informieren“. Beide haben dieselbe Bedeutung.

Es kommt also ganz darauf an, was der Lehrer hören will, nicht darauf, was man fürs Leben braucht.

Spontan würde ich annehmen, dass nur ein Lehrer mit Minderwertigkeitskomplexen solche Fragen stellt(wenn er nur eine Antwort gelten lässt). Oder du kommst aus einem Bundesland mit 13 Schuljahren:smile:))

  1. In welcher Zeitform steht dieser Satz:
    Die neuen Medien werden immer wichtiger

Gegenwart der Zukunft. Wird aber unter Präsens eingestuft, weil man sich nach dem Verb richtet. Ob das in 100 Jahren immer noch so ist, ist natürlich ungewiss.

Meine Oma nannte meinen Cousin auch immer Marion…bis er 10 war oder so. Dabei war schon viel eher sichtbar, dass es ein Junge ist. Er trug nämlich eine BLAUE Brille - und keine rosarote.