Hallo Barbara,
Meine gereizte Antwort stammte sicher daher, dass da - nicht
nur von dir - immer wieder gesagt wird: „Als Christ muss man
vergeben“, aber keiner sagt einem wie.
also ich versuchs mal.
Wenn ich in die Lage komme, jemandem vergeben zu müssen, setzte ich mich irgendwo hin und rede mit Jesus.
Und das hört sich wahrscheinlich so an, wie wenn ein Kind zu seiner Mutter sagt: „Mamma der hat…“
Und dann rede ich mir alles vom Herzen, was mich in dem Zusammenhang ärgert. Und dann bitte ich ihn um Kraft, verzeihen zu können.
Wenn ich dann aufstehe, ist die Sache für mich erledigt.
Es kann zwar vorkommen, dass ich später wieder an den Vorfall erinnert werde. Aber weil ich weiss, dass sich mein himmlischer Vater der Sache angenommen hat, kann ich ohne neuen Zorn über die Sache reden. Und wenn mir danach vielleicht sogar der Schuldige selber gegenübersteht, kann ich sagen, dass ich ihm vergeben habe.
Über Rache brauch ich nicht nachzudenken. Das ist Sache Gottes.
Ob ER dem Übeltäter gleich eine auf die Finger klopft, oder ob ER sich das für später aufhebt, braucht mich nicht zu kümmern. Denn davon wird der Schaden ja auch nicht wieder gut.
Es würde mich
interessieren, wie weit da eine wirkung des Heiligen Geistes
vorliegt, die negative Energie in positive Energie verwandelt.
na ja, das kann man durchaus so sehen.
Ist das jetzt verständlicher formuliert? Interessant wäre, ob
irgendwo in der Bibel steht, WIE man verzeiht. Wie man z.B.
Buße tut, darüber steht doch sehr ausführlich etwas drinnen,
also vielleicht auch dazu?
Über das WIE hab ich leider nichts gefunden. Wohl aber eine Menge Beispiele von Menschen, die vergeben haben.
Gruss Harald
Könnte man bei der Gelegenheit nicht gleich einen der Fluch- und Rachepsalmen beten, in denen die frommen Hebräer Gott so interessante Vorschläge machten, was Er mit ihren Feinden anfangen sollte?