'Verzogenes Gebiß' - Kopfschmerzen?

Hallo,

kurze Frage:

Bei meinem Beispiel kippen die Backenzähne seit Jahren langsam nach vorn, da die unteren fünfer nicht existieren. Kann es sein, dass sich ein ungenauer Zubiß, der seitlich verschoben erscheint (subjektiv) auf die Muskulatur auswirkt (Ungleichgewicht) bzw. Kopfschmerzen verursacht? Kann man dies verhindern?

Danke und Gruß
Anwärter

Das ist sehr wohl möglich! Bespreche es mit Deinem Zahnarzt. Eine Zahnschiene könnte Abhilfe schaffen.

Hallo Anwärter,

Bei meinem Beispiel kippen die Backenzähne seit Jahren langsam
nach vorn, da die unteren fünfer nicht existieren. Kann es
sein, dass sich ein ungenauer Zubiß, der seitlich verschoben
erscheint (subjektiv) auf die Muskulatur auswirkt
(Ungleichgewicht) bzw. Kopfschmerzen verursacht?

Ja, das ist sogar sehr häufig der Fall

Kann man dies verhindern?

Man kann diese Problematik behandeln, z.B. mit einer Aufbißschiene und begleitender Physiotherapie. Dein Zahnarzt muss Dein Gebiss und den Zusammenbiß Deiner Zähne genau analysieren und nach der Ursache forschen, dann kann er Dir eventuell helfen. Die Ursachen können aber auch ausserhalb des Kausystems liegen, dann sind dem Zahnarzt weitestgehend die Hände gebunden. In so einem Fall ist eher der Physiotherapeut bzw. Du als Patient selbst gefragt, um die vorhandenen Fehlspannungen in der Muskulatur zu reduzieren. Um einen Besuch beim Zahnarzt kommst Du jedoch nicht rum. Nur er kann Dir sagen, was unternommen werden soll.

Gruß
Gero

Hi Gero,

der Zahnarzt hat nichts weiter dazu gesagt, aber einen Abdruck genommen und den zum KFO geschickt. Der hat gesagt, dass eine KFO Behandlung nötig wäre.

Frage mich, ob ich mir diese Kopfschmerzen und das verschobene Gefühl beim Zähne zusammenbeißen „einbilde“- vor der „Untersuchung“ des KFO ist mir das nur gelegentlich aufgefallen und hat mich nicht gestört.

Die Behandlung ist ziemlich teuer, deswegen frage ich mich, ob es wirklich nötig ist. Ein Bankberater sagt mir ja auch, ich soll mein Geld (bei seiner Bank) anlegen.

Eine Aufbißschiene scheint nicht auszureichen, das wäre wohl günstiger als ca. 3000 €.

Gruß A.

du kannst ja, wie schon empfohlen, zu einem Physiotherapeuten gehen. Dein Hausarzt soll Dir bitte ein Rezept geben. Die Schiene würde ich nachts tragen und dann mal schauen, ob es besser wird. Dannach kannst Du neu entscheiden. Das wäre mal die günstige Lösung.

Hallo,

kurze Frage von mir, wie groß ist den der Abstand zwischen 6er und 4er wenn die 5er nicht angelegt sind?

Sollte der groß genug sein um eine Brücke oder jeweils ein Implantat legen zu lassen, damit der Biss reguliert wird, wäre das noch eine Möglichkeit.

Falls der Abstand minimal ist, würde wie schon erwähnt, eine Schiene auch abhilfe in verbindung mit der Physio, Training vom Patienten, evtl. ausreichen.

Grüsse

Hallo Anwärter,

die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, daß die kieferorthopädische Behandlung, bei der die gekippt stehenden Zähne aufgerichtet werden, auch wirklich nötig ist. Gekippt stehende Zähne können langfristig ganz erhebliche Schwierigkeiten beim Kauen machen und führen sehr häufig zu Muskel- und Kiefergelenkbeschwerden.

Schade ist, dass nicht schon viel früher etwas kieferorthopädisch unternommen wurde. Der Aufwand wäre viel geringer gewesen und Deine Krankenkasse hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kosten übernommen.

Wie grundsätzlich bei solchen Fernanalysen kann ich Dir aber keine sichere Empfehlung geben. Das Einzige was aus der Ferne sicher zu empfehlen ist, wäre der Besuch bei einem zweiten Zahnarzt, um Dir über eine zweite Meinung mehr Sicherheit in Deiner Entscheidung zu verschaffen.

Niemand wird Dir sagen können, ob Du später einmal wirklich Kiefergelenkprobleme bekommen wirst, die Wahrscheinlichkeit ist aber relativ hoch.

Gruß
Gero

Hallo Lucia

welchen Zusammenhang siehst Du zwischen der Größe der Lücke und einer potentiellen Gefahr der Entwicklung einer craniomandibulären Dysfunktion?

kurze Frage von mir, wie groß ist den der Abstand zwischen 6er
und 4er wenn die 5er nicht angelegt sind?

Wie reguliert man mit einem Implantat eine fehlerhafte Verzahnung?

Sollte der groß genug sein um eine Brücke oder jeweils ein
Implantat legen zu lassen, damit der Biss reguliert wird, wäre
das noch eine Möglichkeit.

Warum sollte bei einer kleinen Lücke die Dysfunktion leichter behandelt werden können, als bei einer größeren Lücke?

Falls der Abstand minimal ist, würde wie schon erwähnt, eine
Schiene auch abhilfe in verbindung mit der Physio, Training
vom Patienten, evtl. ausreichen.

Der einzig entscheidende Störfaktor in einem solchen Fall ist das Ausmass der Kippung des hinteren lückenbegrenzenden Zahnes. Durch diese Kippung verschiebt sich der vordere Anteil der Kaufläche nach unten und der hintere Anteil nach oben über die Kauebene hinaus. Dieser über die Kauebene hinausragende Teil der Kaufläche ist der Störfaktor und dieser Störfaktor lässt sich nur sehr bedingt über Zahnersatz, garnicht über eine Implantation und nur vorübergehend über Physiotherapie und Aufbißschiene behandeln.

Gruß
Gero

Hallo Lucia

Hallo, Gero

welchen Zusammenhang siehst Du zwischen der Größe der Lücke
und einer potentiellen Gefahr der Entwicklung einer
craniomandibulären Dysfunktion?

Na eben die Kippung der 6er, es kann ja auch sein das der 5er nicht veranlagt ist aber eben eine ganz kleine Lücke vorhanden ist somit der 6er nicht sehr stark kippt, oder ist mein denken grad difus?

Wie reguliert man mit einem Implantat eine fehlerhafte
Verzahnung?

Mir ging es um die Lücke, ich habe auch eine Brücke erwähnt, wenn der Zahn der gekippt ist wurzelbehandelt wird, damit er dem entsprechend überkrontwerden kann damit die Lücke (wenn sie groß genug ist) gefüllt wird, somit eine weitere Kippung verhindert wird.

Warum sollte bei einer kleinen Lücke die Dysfunktion leichter
behandelt werden können, als bei einer größeren Lücke?

Warscheinlich wieder mein difuses Denken, weil der Zahn bei einer kleineren Lücke eben nicht so stark kippen kann? *grübel*

Der einzig entscheidende Störfaktor in einem solchen Fall ist
das Ausmass der Kippung des hinteren lückenbegrenzenden
Zahnes. Durch diese Kippung verschiebt sich der vordere Anteil
der Kaufläche nach unten und der hintere Anteil nach oben über
die Kauebene hinaus. Dieser über die Kauebene hinausragende
Teil der Kaufläche ist der Störfaktor

Und hängt die Stärke der Kippung des 6ers nicht auch vom Platz ab, der vorhanden ist durch das fehlen des 5ers?

Gruß
Gero

Liebe Grüße
(Die difus Denkende =))