Hallo!
Ich sehe es genauso wie saus - es gibt Leute, die so lange suchen und nichts finden - wird schon werden.
Bei meinem Freund war es so, dass er bei einer Firma, in der er mehr oder weniger in seinem Beruf gearbeitet hat keine Vertragsverlängerung bekommen hat. Da die Firma keinen allzu guten Ruf in der Umgebung hat und die Arbeit anstrengend, stressig etc. war, hatte er sich auch nicht auf eine Stellenausschreibung der Firma (ca. eine Woche nach Ablauf seines Vertrages) beworben. Was dann folgte war ein 3/4 Jahr bewerben, hin und wieder mal vorstellen, Absagen sammeln - eben das typische.
Nach gut 9 Monaten hat er sich bei einer Leihfirma beworben und konnte kurze Zeit später dort anfangen - eingesetzt in seinem richtigen Ausbildungsberuf. Über eine zweite Leihfirma war er dann über ein halbes Jahr bei der Firma beschäftigt und konnte so Berufserfahrung sammeln.
Als aber immer noch keine Erfolge sichtbar waren - also keine Anstellung im erlernten Beruf, hat er sich im verganganen Jahr einer neuen Ausbildung gewidmet - und schweren Herzens von seinem Beruf Abschied genommen. Nun hoffen wir, dass er nach Abschluß dieser endlich einen Arbeitsvertrag zu vernüftigen Bedingungen findet.
Was ich damit sagen will: Leihfirmen können eine super Alternative zur Arbeitslosigkeit sein 
Viele scheuen sich davor, dort hin zu gehen, weil man ja nur ausgebeutet wird. Ok, die Bezahlung meines Freundes war durchschnittlich, aber höher wie bei ungelernten. Aber in Anbetracht dessen, dass er vom AA viel weniger Geld bekommen hat und sich Arbeitslosigkeit oft schlecht im Lebenslauf macht, war es eine super Übergangslösung.
Ich persönlich finde, dass solche Zeiten keine verschenkte Zeit sind. Man kann Berufserfahrung sammeln, Geld verdienen und hat später Refferenzen. Das ist besser wie solche Aussagen wie: Ich war arbeitslos und hab keinen Job gefunden.
Vielleicht ist es ja auch eine Idee für deinen Sohn.
Unser Fehler war, dass mein Freund damals zu reginal gesucht hat. Er war jung (ist er jetzt auch noch
) unabhängig, also nicht ortsgebunden. Mit der Ausbildung hätte er wo anders durchaus Arbeit finden können. Warum muss man mit Mitte 20 bei der Jobwahl alles davon abhängig machen, wo Mama und Papa wohnen? Aber nun ist es eben so gelaufen. Wir ärgern uns häufig darüber, aber aus Fehlern lernt man.
Wenn er mit dieser Ausbildung fertig ist, werden wir nicht im Umkreis suchen, da werden eher Stellen abgebaut. Wir orientieren uns an Süddeutschland, Österreich, Schweiz, …
Es ist ja leider häufig so, dass die Bereitschaft zum Wohnortwechsel leider zu selten gegeben ist - und dann sollte man auch nicht rumjammern.
Gruß
Molika
(die verzweifelt auf einen Job für ihren Bruder hofft - und es wird klappen - wir denken nämlich optimistisch!!!)