Verzwickte situation

Guten Morgen,

angenommen jemand hat nach langer Suche endlich die richtige Immobilie gefunden und die Bank schlißt mit ihr einen entsprechenden Darlehensvertrag ab.

Nachdem der Vertrag geschlossen ist, verliert die Person ihren Arbeitsplatz (Kündigungsfrist von lediglich zwei Wochen). Der Notartermin ist bereits anberaumt und das Darlehen soll sechs Wochen später ausbezahlt werden. Der Darlehensnehmer könnte Tilgung und Zins auch ohne das Einkommen, d.h. mit dem Gehalt der Frau und seinem Arbeitslosengeld ohne Probleme bezahlen (ist sogar weniger, als er bisher für die MIetwohnung bezahlen musste). Der Mietvertrag für die bisher bewohnte Wohnung wurde auch bereits gekündigt.

Prüft denn die Bank vor Betragsauszahlung nochmals, ob sich die Einkommensverhältnisse verändert haben?

Wenn der Darlehensnehmer nunmehr den Vertrag widerrufen würde, würden sehr hohe Gebühren anfallen (Notar, Bank, evtl. Verkäuferin ihr Aufwand). Was soll der Mensch denn nun machen? (Jobmäßig ist davon auszugehen, dass er in den nächsten drei MOnaten eine neue Stelle finden wird).

Grüße
Dora

Hallo Dora,

üblicherweise prüft die Bank die Einkommensverhältnisse bei Privatkunden nur einmal, nämlich vor der Darlehenszusage. Solange Ihr Euren Zahlungsverpflichtungen nachkommt, sollte also eigentlich nichts passieren.

Widerrufen könnt Ihr den Darlehensvertrag nur innerhalb von 2 Wochen; wann diese Frist genau zu laufen begonnen hat, geht aus der Widerrufsbelehrung, die euch vorliegen muss, hervor.

Ist der Darlehensvertrag jedoch rechtswirksam geworden und Ihr nehmt das Darlehen nicht ab, wird die Bank eine Entschädigung verlangen, die je nach Darlehenshöhe und Zinsbindungsdauer einige Tausend Euro ausmachen wird.

Freundliche Grüße

wolle