Vgl.Ferocious Romance-Handmaid's Tale

Hallo, ich muss eine Hausarbeit über den Religions-Aspekt in den o.g. Büchern schreiben und würde mich über Anregungen und Kommentare dazu sehr freuen. Wer eines der Bücher gelesen hat, könnte mir z.B. schreiben, welche Funktion seiner Ansicht nach Religion im jeweiligen Buch hat, etc.
Vielen Dank und mfG,
Lukretia

selbst lesen?
Hallo Lukretia,
mal abgesehen davon, dass Doppelpostings hier nicht zu den
erwuenschten Dingen gehoeren… - ich habe vor einiger Zeit
Handmaid’s Tale gelesen und werde zu Hause nochmal nachgucken.
Kann mich so leider nicht erinnern.
Waehrend meiner Studienzeit hat es mir allerdings immer sehr
geholfen, die Buecher selbst zu lesen und mir auch meine eigenen
Gedanken zu machen. Meinungen aus dem Internet zitieren sich in
einer Hausarbeit ausserdem auch so schlecht, finde ich.
Herzliche Gruesse,
baw

Warum Atwood?
Hallo Lukretia,

obwohl ich der Empfehlung, via Internet bezogene Meinung höchstens als gedankliche Anregungen zu nutzen, nur beipflichten kann, will ich Dir kurz etwas zur Atwood schreiben:

Soweit ich mich des Buches erinnere, dient dort die Religion eher der Rahmensetzung, als selbst Hauptthema des Werkes zu sein. Wenn es um die „Funktion“ der Religion geht, würde ich sagen, daß zwar an einigen Stellen eine Thematisierung religiöser Aspekte stattfindet, diese aber nicht Ziel & Mittelpunkt des Werkes sind. Man könnte zwar wohl eine Arbeit über Religionsaspekte im Gesamtwerk Atwoods schreiben (z.B. auch in „Surfacing“), aber es gibt, denke ich, Beispiele literarischer Phantastik (teils auch feministischer Art), in denen Religion eine wichtigere Funktion übernimmt.

Gute gedankliche Leitfäden wären vielleicht:

  • Welche DRAMATURGISCHE Funktion hat die Religion im Roman - könnte sie z.B. durch etwas anderes ersetzt werden, ohne am Haupthandlungsstrang etwas zu ändern?
  • Wie sind die biblischen Anspielungen eingesetzt (z.B. die Namen)?
  • Ist das Werk eine Weiterentwicklung von Themen, die schon in anderen weltliterarischen Werken behandelt wurden (hier fällt mir zuvorderst natürlich Hawthornes „Scarlet Letter“ ein)?
  • An welcher Stelle sind religiöse Aspekte offenkundig fiktiv, an welchen Stellen sind sie womöglich aus historischen Vorlagen abgeleitet?

Da ich das andere von Dir genannte Werk leider nicht kenne, kann ich nur mutßmaßen, welche Schwerpunkte Deine Arbeit haben soll - geht es um feministische Utopien bzw. Dystopien? Um eine dramaturgische Analyse? Wenn es allerdings um das Thema religiöser Phantastik geht, gäbe es weitaus geeignetere Bezugswerke, vor allem natürlich „A Canticle for Leibovitz“ von Walter M. Miller.

Best Wishes -

pengoblin