Moin,
arbeite am Läppi (P4m 2.2 GHz, 1 GB RAM, 64 MB NVidia, HDD1 80 GB, HDD2 120 GB) mit Vegas 5. Offenbar unterstützt Vegas das Video-DVD-Format (oder hat dieses Format vielleicht noch andere Namen?) zur Ausgabe gar nicht, oder irre ich? Ich möchte das DVD-Format zunächst in Form von Dateien auf Festplatte anlegen und die DVD erst später erstellen. Geht es (die Umwandelung von .avi zu Video-DVD-Format) mit Vegas DOCH (wie?) oder muß ich mit externem Konverter arbeiten? Mit welchem?
Gruß, Uwe
Hallo Uwe
AVI ist eine ursprüngliche M$-Erfindung und ein Container der alles alles mögliche beinhalten kann. (sogar Schadsoftware!) Zusätzlich sollte gemäß Standard eine .AVI auch wesentliche Teile der verwendeten Codecs beinhalten. Sind die Codecs nicht dabei, haben einige Standalone-Player Probleme mit der Wiedergabe.
Dies betrifft nicht die Softwareplayer im PC! Ihnen steht meist eine ganze Sammlung von Codecs auf der Festplatte zur Verfügung. Mehr darüber lesen kannst du bei http://de.wikipedia.org/wiki/AVI , http://de.wikipedia.org/wiki/Video-Containerformat und anderen. Diese Codecs sollten hin und wieder aktualisiert werden. http://www.free-codecs.com/download/K_Lite_Codec_Pac…
Video-DVDs sind ausnahmslos im MPEG-2-Format, wobei zwei verschiedene Aufnahmemodi bekannt sind. Der VR-Modus bietet gegenüber dem V-Modus eine erweiterte Möglichkeit der Bearbeitung auf DVD-RWs. Der VR-Modus wird meist von DVD-Recordern bevorzugt. Unterschiedliche Hersteller von Software können auch das Containerformat und das Format der Menüdateien modifizieren. NeroVision kann auch damit umgehen. Durchgesetzt hat sich weitestgehend der VOB-Container.
Auch der Inhalt der VOBs, also die MPEG-2, kann Formatunterschiede aufweisen. Sie können unterschiedliche Audioformate, abweichende Bitraten und verschiedenartige Ausgabeformate beinhalten. Alle sind sie jedoch MPEG-2. Wer ein NeroVision 4 (nicht identisch mit VisionExpress!!!) besitzt, kann sich das ganze in den Optionen mal ansehen und mit den unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen experimentieren. Umfassend wird MPEG-2 hier http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-2 beschrieben.
Bei Streamingformaten wird zusätzlich in Transportstream und Programmstream unterschieden. Der Programmstream ist anders aufgebaut und wird von den meisten Videoeditoren für Heimanwender akzeptiert. Der Transportstream gelangt meist beim direkten Anschluß der Cam über DSL/Firewire auf den PC. Daraus resultiert auch die Filegrösse. TV-Karten und Grabber konvertieren in Echtzeit den empfangenen Transportstream in den Programmstream. Zu Qualitätseinbußen kommt es nur dann, wenn die CPU überfordert wird, also mehr als 100% verarbeiten soll. Dies kann mit Taskman.exe leicht überprüft werden. Das Speicherbereich ist gemäß meinen Erfahrungen nicht ausschlaggebend. Meine 256 MByte sind es jedenfalls nicht. Mein ursprünglicher Duron 800 hat dieses Spielchen nur für MPEG-1 mitgemacht. Der jetzige Athlon 2700+ hat dagegen bei MPEG-2 keine Probleme. Dein P4 2,2 MHz entspricht diesem weitestgehend und sollte sie auch nicht haben.
Noch ein paar Tips zum Rippen von DVDs:
Wer 2 HDs (nicht nur Partitionen) hat, sollte diese zur Erhöhung der Geschwindigkeit beim Konvertieren und Strippen nutzen. Dabei wird auf der einen Festplatte gelesen und gleichzeitig auf der anderen geschrieben. Gestrippt werden VOBs mit VOB2MPG von http://www.svcd2dvd.com/downloads.aspx. Dabei wird der Programmstream dem Container entnommen und als einzige Datei abgespeichert. Diese MPEG-2 lassen sich viel einfacher in einem Editor bearbeiten oder in einem Brennprogramm wie NeroVision verwenden, weil im Gegensatz zu einer VOB die Korrektur der Zeitmarken entfällt. Beim Rippen und Brennen ist es sinnvoll, die temporären Dateien auf einer anderen HD abzuspeichern.
Ich hoffe wenigstens ein wenig geholfen zu haben.
der hinterwäldler
Hi Uwe,
Bezahl-Brennprogramme (Nero, WinonCD, …) enthalten i.d.R. entsprechende Konvertierungstools. Einfach Video-DVD erstellen auswählen, avi-Datei „einfügen“, den Rest erledigt das Brennprogramm.
Wenn´s ein „externer Converter“ sein soll: Das hier schon oft erwähnte „Super“ ( http://www.erightsoft.net/home.html )
Gruß
Dirk
AVI -> SuperVideoCD DAUERT JA AUCH EXTREM
Bezahl-Brennprogramme (Nero, WinonCD, …) enthalten i.d.R.
entsprechende Konvertierungstools. Einfach Video-DVD erstellen
auswählen, avi-Datei „einfügen“, den Rest erledigt das
Brennprogramm.
Wow, nach einigem Herumprobieren habe ich es jetzt (in Nero 7.5.1) doch noch hinbekommen. Man muß auf die hinzuzufügende Datei rechtsklicken und „zur Zusammenstellung kopieren“ wählen. Der Umrechnungsvorgang ins MPEG2-Format dauert dann allerdings wieder ähnlich katastrophal lange wie vorher schon das Rendern. Nee, ich glaub, ich brenn lieber ne ganz normale Daten-CD oder -DVD und spiel das Teil dann eben nur im Rechner ab.
Gruß, Uwe