Video-Technik: Auflösung des Fernsehers

Hallo Zusammen,

ich hoffe, ich bin mit meiner Frage hier richtig: Ich muss mich für mein Studium gerade mit den Grundlagen der Video-Technik auseinandersetzen und tue mich, da ich überhaupt keine Vorkenntnisse habe, ziemlich schwer mit dem Thema.

Kann mir eine/r von euch vielleicht erklären, was genau man beim Fernseher unter dem Begriff „Auflösung“ versteht und wie man diese ermittelt? Die Erklärungen, die ich bisher im Netz gefunden habe, sind alle so abgehoben, dass sie mich eher noch mehr verwirrt haben.

Für Links zum Thema Grundlagen wäre ich übrigens auch sehr sehr dankbar!

Verzweifelte Grüße und vielen Dank
Yasmin

P.s.: Sollte jemand hier Böses denken: Ich versuche nicht, mit euer Hilfe eine Hausarbeit zu erledigen, sondern will die Sache wirklich verstehen! :smile:

Hallo Ralf,

vielen Dank für Deine Antwort!

Fernsehen ist leider schon lang vor dem Internet entstanden,
deshalb ist im Web dazu nicht viel zu finden (damals waren
Bücher modern).

Eine Buchempfehlung würde ich auch nehmen! :smile:

Unter Auflösung verstand man einfach die Zeilenzahl
(waagrechte Linien) pro Bild multipliziert mit der Anzahl der
Bilder pro Sekunde. Vor HDTV waren das in Europa 625 Zeilen
bei 25 Bildern

Nimmt man hier als Rechengrundlage immer Vollbilder? Das würde ja bedeuten, dass die Auflösung eines Fernsehers mit einer Bildwiederholfrequenz von 50Hz die gleiche ist, wie die eines Geräts mit einer Frequenz von 100Hz. Verstehe ich das richtig?

Kann es sein, dass bei der Angabe der Auflösung eines Computer-Monitors die Bildwiederholfrequenz nicht berücksichtigt wird? Man spricht hier ja z.B. von einer Auflösung von 800x600, also die Anzahl der horizontalen mal der vertikalen Bildpixel (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!). Handelt es sich hier also um ein und denselben Namen für unterschiedliche Dinge?

Sonnige Grüße
Yasmin *nochimmerverwirrt*

Moin!

Unter Auflösung verstand man einfach die Zeilenzahl
(waagrechte Linien) pro Bild multipliziert mit der Anzahl der
Bilder pro Sekunde.

Jein. Es ist zwischen geometrischer und zeitlicher Auflösung zu unterscheiden. Geometrische Auflösung sind 625 Zeilen zu je 833 Bildpunkten (PAL/CCIR), von denen nicht alle sichtbar sind. Die „schwarzen“ Bereiche werden für den Rücklauf des Elektronenstrahles zum nächsten Zeilen- bzw. Bildanfang benötigt. Das wird horizontale bzw. vertikale Austastlücke genannt. Zeitliche Auflösung sind 25 solcher Bilder pro Sekunde. Um das ganze flimmerfrei hinzubekommen, werden die in zwei Halbbilder geteilt - würde man die Zeilen durchnumerieren, enthielte das erste Halbbild die ungeradzahligen und das zweite die geradzahligen Zeilen (Zwischenzeilenverfahren). So ergeben sich dann 50 Halbbilder pro Sekunde.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo Yasmin,

Kann mir eine/r von euch vielleicht erklären, was genau man
beim Fernseher unter dem Begriff „Auflösung“ versteht und wie
man diese ermittelt? Die Erklärungen, die ich bisher im Netz
gefunden habe, sind alle so abgehoben, dass sie mich eher noch
mehr verwirrt haben.

Bei Video sind 2 unterschiedliche Parameter bei der Auflösung zu beachten:

  1. Vertikale Auflösung:
    Diese ist durch die entsprechende Norm festgelegt und wird in Zeilen angegeben. z.B. 625 Zeilen in Europa, 1080 Zeilen bei HDTV.
    Allerdings sind, aus technischen Gründen, nicht alle Zeilen sichtbar, aber das ist eine alte Geschichte.
    Ab dieser Zeilen nun als Halbbilder oder Ganzbilder auf den Bildschirm, und mit welcher Bidwiederholfrequenz, geschrieben werden hat nichts mit der Auflösung zu tun sondern mit der Norm. Im Prinzip genügen um 20 Bilder pro Sekunden damit die meisten Menschen diese nicht mehr als einzelne Bilder erkennen. Für den Konofilm wurden 24 Bilder pro Sekunde gewählt. Beim Fersehen wurden, wegen der 50Hz der Netzspannung in Europa, 25 Ganzbilder, bzw. 50 Halbbilder pro Sekunde gewählt. In den USA (60 Hz Netzfrequenz) sind es 30 Ganz- bzw. 60 Halb-Bilder pro Sekunde.
    Die Übertragung mit 50 Halbbildern wurde gewählt weil dann das Bild weniger Flimmert, als bei 25 Ganzbildern.

Bei der ganzen Geschichte darf man nicht vergessen, dass das Fernsehen schon in den 30er Jahren entwickelt wurde.

  1. Horizontale Auflösung
    Durch die beim Fersehen verwendete analoge Technik wird die Horizontale Auflösung als Frequenz angegeben.
    Bei der in Europa gültigen Norm hat eine Bildzeile eine Dauer von 64 µS wobei davon nur etwa 42 µS sichtbar ist. Bein Fersehen beträgt die Auflösung 5MHz, woraus sich eine Horizontale Auflösung von 420 Bildpunkten ergiebt.

Bei der Umrechnung von MHz in Bildpunkte muss man berücksichtigen, dass eine Periode zwei Bildpunkten entspricht, einem Schwarzen und einem Weissen. Bei 5MHz entspricht dies 10 Millionen Punkten pro Sekunde udn bei 42 µS ergibt dies die 420 darstellbaren Punkte pro Zeile.

Hier kannst du dir mal verschiedene Testbilder ansehen:
http://www.tv-testbild.com/bw.htm
Die Felder mit den horizontalen oder vertikalen Linien sind Teilweise mit der Anzahl Punkten bzw. Linien beschriftet. Bei einigen wird aber auch die Frequenz angegeben.

MfG Peter(TOO)

Hallo Zusammen,

Für Links zum Thema Grundlagen wäre ich übrigens auch sehr
sehr dankbar!

Verzweifelte Grüße und vielen Dank
Yasmin

P.s.: Sollte jemand hier Böses denken: Ich versuche nicht, mit
euer Hilfe eine Hausarbeit zu erledigen, sondern will die
Sache wirklich verstehen! :smile:

Hi,
versuch mal das Buch von Zastrow, ich meine, der Kerl hieß so, ist eigentlich immer die Bibel der Radio- und Fernsehtechniker Lerlinge gewesen.
Oliver

Danke euch allen! (k.T.)