Videos komprimieren

Hallo,

habe mir ein VHS-Videotape komplett auf PC überspielt - sind ca.17GB. Um die einzelnen Abschnitte für eine spätere Bearbeitung zu archivieren habe ich das Video „zerschnitten“ und habe jetzt einzelne Sequenzen von 1 bis 1,6GB im DV-AVI-Format. Mir sind die Stücke immer noch ein wenig zu groß und möchte sie gerne komprimieren. Mit Total Video Converter bekomme ich die Stücke zwar recht handlich klein, allerdings habe ich kein Format gefunden, welches keine Qualitätseinbußen hat. Ich würde lieber auf zu starke Komprimierung verzichten und dafür Qualität behalten.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie, vielleicht auch mit welchem Programm, in welchem Format man am besten komprimiert, ohne wirkliche Qualitätseinbußen zu haben.

Vielen Dank im Voraus

Carsten :wink:

Hallo Carsten!

Eine Komprimierung ist immer mit mehr oder weniger Invormations/Qualitätsverlust behaftet.

DV-Avi ist ideal zum weiterverarbeiten der Daten ohne Qualitätsverlust.

Mein Vorschlag: Hole dir von dort den ScenalyzerLive:

http://www.scenalyzer.com/d/download.html

Es gibt auf dieser Seite eine alte Freeware-Version.

Damit kannst du dein Video in die einzelnen Scenen teilen lassen, einzeln auswählen und was nicht gebraucht wird löschen. Erspart auch enormen Speicherplatz ohne den Rest zu verschlechtern.

Mit diesen handlichen einzelnen Scenen kannst du beim Bearbeiten auch leichter umgehen als mit so GB-Dateien.

Karl

Hallo Carsten

Bearbeitung zu archivieren habe ich das Video „zerschnitten“
und habe jetzt einzelne Sequenzen von 1 bis 1,6GB im
DV-AVI-Format.

Grundsätzlich: AVI ist kein Format. Es ist ein Container, der neben dem eigentlichen Movie auch die dazugehörenden Fragmente der Codecs enthält. Die Bezeichnung AVI läßt keinen Schluß über die Codierung des Inhaltes zu. Wenn also eine Nachbearbeitung des Materials stattfinden soll, ist ein AVI ein denkbar schlechter Ausgangspunkt. Ich gehe mal davon aus, das bei dem Format DV dies http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Video zutreffend ist, denn anders könnte ich mir die 17GByte kaum erklären.

Warum hast du nicht einfach die 17 GByte erst einmal in das MPEG-2 gewandelt? Dieses Format ist ausnahmslos zu jedem Videoeditor kompatibel und kann problemlos verarbeitet werden. Eine wesentliche Einbuße an Qualität brauchst du nicht erwarten, DVDs (.VOB) sind auch MPEG-2 und entscheidend kleiner.

Benutze zur Konvertierung deiner 17 GByte diese Software von http://www.erightsoft.com/SUPER.html und aktualisiere die Codecs mit KLite-Standard von http://www.free-codecs.com/download/K_Lite_Codec_Pac… Die Handhabung von Super© ist denkbar einfach.

Nachdem du dein Movie bearbeitet hast, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Umwandlung in eine DVD oder eine SVCD. Letztere ist bis etwa 30 Minuten Filmlänge möglich
  2. Konvertierung nach DivX/XviD, welche beide von den meisten aktuellen Standalone-Playern gelesen werden können.

Bei Punkt 2 musst du allerdings beachten, das eventuelle Menüs und Kapitelmarkierungen verloren gehen und du dieses Material nur unter erschwerten Bedingungen nochmals bearbeiten kannst. Es ist also praktisch das Endprodukt.

Zur Konvertierung nach DivX 5.x oder XviD 1.2 benutzt du am besten AutoGK von http://www.autogk.me.uk/ Der XviD Codec wird mitgeliefert, DivX 5.2 sollte im KLite drin sein. Xvid hat anerkannt die besseren Eigenschaften. Damit gehen drei Spielfilme einer Länge von ca 80-90 Minuten in hervorragender Qualität auf eine DVD. Bei AutoGK lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Qualitätsmerkmale einstellen, das ist jedoch bei DivX bzw. Dr.DivX problemlos möglich. Mit dem DivX-Convert lassen sich übrigens auch Menüs erstellen, die aber nur vom PC oder neuesten Playern erkannt werden.

DivX 6.x gibt es nur gegen Bezahlung bei http://www.divx.com/ oder ist Inhalt von WinOnCD 8 oder jünger.

der hinterwäldler

Hallo,

ich muss mal ein bisschen widersprechen.

Bearbeitung zu archivieren habe ich das Video „zerschnitten“
und habe jetzt einzelne Sequenzen von 1 bis 1,6GB im
DV-AVI-Format.

Grundsätzlich: AVI ist kein Format.

aber er hat geschrieben „DV-AVI“. Und das ist eben der übliche Begriff für das DV-PAL-Format. Viele Kameras zeichnen so auf das Band auf (Mini-DV-Kassette). Wenn man das dann per Firewire auf die Festplatte überträgt, entstehen DV-AVI-Dateien.

Wenn also eine
Nachbearbeitung des Materials stattfinden soll, ist ein AVI
ein denkbar schlechter Ausgangspunkt.

Nein, der beste. Die Dateien sind nur eben ziemlich groß. Bei den heutigen Festplattenpreisen sollte das allerdings normalerweise kein Problem mehr sein.

Warum hast du nicht einfach die 17 GByte erst einmal in das
MPEG-2 gewandelt? Dieses Format ist ausnahmslos zu jedem
Videoeditor kompatibel und kann problemlos verarbeitet werden.

Sorry, aber auch das stimmt nicht. Es gibt Videoprogramme, auch aus dem Profibereich, die mit MPEG nichts anfangen könenn, weil es eben ein Endformat ist und nicht zum Weiterverarbeiten gedacht ist.
MPEG-2 kann man eigentlich nur an den Schlüsselbildern schneiden (vielleicht einmal pro Sekunde). Wenn man zwischen den Schlüsselbildern schneiden will, muss das Programm das Bild dort erst berechnen. Natürlich geht das prinzipiell, aber die Qualität leidet eben.

Eine wesentliche Einbuße an Qualität brauchst du nicht
erwarten, DVDs (.VOB) sind auch MPEG-2 und entscheidend
kleiner.

Ja, kleiner sind sie. Und als Endformat ist es auch OK. Aber nicht, wenn man es später noch bearbeiten möchte.

Nachdem du dein Movie bearbeitet hast, gibt es zwei
Möglichkeiten:

  1. Umwandlung in eine DVD oder eine SVCD. Letztere ist bis
    etwa 30 Minuten Filmlänge möglich

SVCD ist aber nun sowas von antiquiert. Das stammt aus einer Zeit, als DVD-Brenner unbezahlbar waren.

Olaf

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Hallo Olaf,

ich muss mal ein bisschen widersprechen.

Wenn du das dringende Bedürfnis hast…

Grundsätzlich: AVI ist kein Format.

aber er hat geschrieben „DV-AVI“. Und das ist eben der übliche
Begriff für das DV-PAL-Format.

Was ist jetzt an meiner Aussage falsch?

Viele Kameras zeichnen so auf das Band auf (Mini-DV-
Kassette). Wenn man das dann per Firewire auf die
Festplatte überträgt, entstehen DV-AVI-Dateien.

Also ein Container, von dem du erst mal nicht weißt was drin ist. Welchem Standard folgt dieses Format? Wenn ich hier lese http://digitalvideoschnitt.de/forum/videokonverter/2… keinem. MPEG2 lässt sich zwar auch modifizieren, aber es ist MPEG2.

Würdest du bitte auch hier lesen http://forum.gleitz.info/showthread.php?t=12764
Um in Erfahrung zu bringen, was wirklich in einer AVI drin steckt, benutzt du bitte diese Tool: http://avicodec.duby.info/

Nein, der beste. Die Dateien sind nur eben ziemlich groß.

Wenn du weißt was drin ist, sollte es kein Problem sein. Bis dahin gilt aber der Link nach german.Doom9

Bei den heutigen Festplattenpreisen sollte das
allerdings normalerweise kein Problem mehr sein.

Hat mit der Sache nichts zu tun. Ich arbeite mit zwei HDs, nur weil dadurch das Rendern ein wenig schneller geht. Wer schon mal 17GByte kopiert oder gar bearbeitet hat, weiß was er gemacht hat. Ich gehe mal davon aus, das in dieser Datei so etwa eine Stunde Movie drin steckt, das geht bequem und ohne Qualitätsverlust auf rund 2 GByte MPEG2 im VOB-Container :smile:

Letzten Endes musst du das Ganze noch auf wenigstens eine DVD bringen oder willst du ernstlich 17 GByte auf 6 DVDs verteilen?

Sorry, aber auch das stimmt nicht. Es gibt Videoprogramme,
auch aus dem Profibereich, die mit MPEG nichts anfangen
könenn, weil es eben ein Endformat ist und nicht zum
Weiterverarbeiten gedacht ist.

Endformate sind aus heutiger Sicht MPEG-4 und seine Devirate. Ich habe es ihm auch erklärt. Auch ist wohl kaum anzunehmen, das Carsten mit Avid oder Adobe hantiert. Wenn es so wäre, hätte er wohl seine Frage etwas anders gestellt :smile:)))

MPEG-2 kann man eigentlich nur an den Schlüsselbildern
schneiden (vielleicht einmal pro Sekunde). Wenn man zwischen
den Schlüsselbildern schneiden will, muss das Programm das
Bild dort erst berechnen. Natürlich geht das prinzipiell, aber
die Qualität leidet eben.

Man lernt nie aus :smile: Woher weist du, das meine Heimvideos alle eine schlechte Qualität besitzen, nur weil ich hin und wieder mal ein paar Frames entferne? Ich schneide mit Ulead seit mehreren Jahren Frame-genau. Werbung ist zwar nicht meine Art, aber kannst dir ja mal ein 30-Tage-Demo bei http://www.ulead.de/vs/runme.htm holen. Wenns gefällt kannst du es auch kaufen.

SVCD ist aber nun sowas von antiquiert. Das stammt aus einer
Zeit, als DVD-Brenner unbezahlbar waren.

Warum willst du wegen einem Clip von ein paar Minuten gleich eine ganze DVD beschreiben? Die sogenannten MiniDVDs, welche mit Nero gebrannt werden können, sind genau so wie sein MPEG4, nur mit ganz wenigen Playern lesbar. Selbst mein HR734 von Samsung meint, das nichts lesbares auf den CDs drauf ist. Damit ist die Weiterverteilung immer in Frage gestellt. DivX/XviD im AVI verpackt, wird nur von Uralt-Playern nicht erkannt.

Kompatibilität first! Gibt es bessere Argumente?

der hinterwäldler

Hallo Hinterwäldler!

Ich muss auch widersprechen.

Die Bezeichnung AVI läßt keinen Schluß
über die Codierung des Inhaltes zu. Wenn also eine
Nachbearbeitung des Materials stattfinden soll, ist ein AVI
ein denkbar schlechter Ausgangspunkt. Ich gehe mal davon aus,
das bei dem Format DV
http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Video zutreffend ist,
denn anders könnte ich mir die 17GByte kaum erklären.

Du brauchst nichts zu vermuten. Carsten hat eindeutig DV-AVI geschrieben.

Warum hast du nicht einfach die 17 GByte erst einmal in das
MPEG-2 gewandelt?

Jetzt vermute ich einmal:

Er wollte die Qualität erhalten da er das Video nachbearbeiten möchte. Er war dann nur überrascht wie gross das DV-Video wurde.

Dieses Format ist ausnahmslos zu jedem
Videoeditor kompatibel und kann problemlos verarbeitet werden.

Einspruch: Es gibt kein Videobearbeitungsprogramm (ausgenommen reine Schnittprogramme für z.B.Werbung entfernen.) welches Mpeg2 bearbeiten kann.
Auch nicht deines.
Das MPEG2 wird immer zu (DV)AVI expandiert (Verluste!) und nachher neu encodet (Verluste!)

Mache das einmal 4x und du erkennst dein Ausgangsmaterial nicht mehr!
Wenn du noch von VBR auf CBR oder an der Datenrate etwas ändern musst kannst das spätesten bei der zweiten Wandlung ohne Brille erkennen.

Eine wesentliche Einbuße an Qualität brauchst du nicht
erwarten, DVDs (.VOB) sind auch MPEG-2 und entscheidend
kleiner.

Siehe oben!

  1. Umwandlung in eine DVD oder eine SVCD. Letztere ist bis
    etwa 30 Minuten Filmlänge möglich

Spätestens hier haben wir die nächste unnötige und qualitätsschädigende Formatwandlung!

  1. Konvertierung nach DivX/XviD, welche beide von den meisten
    aktuellen Standalone-Playern gelesen werden können.

Wie lange noch und welche Version. Alles ist kompatibel aber nicht geht!

Bei Punkt 2 musst du allerdings beachten, das eventuelle Menüs
und Kapitelmarkierungen verloren gehen und du dieses Material
nur unter erschwerten Bedingungen nochmals bearbeiten kannst.
Es ist also praktisch das Endprodukt.

MPEG2 wurde schon als Konsumerendprodukt eingeführt.

Zur Konvertierung nach DivX 5.x oder XviD 1.2 benutzt du am
besten AutoGK von http://www.autogk.me.uk/ Der XviD Codec wird
mitgeliefert, DivX 5.2 sollte im KLite drin sein. Xvid hat…(Sonstige wichtige Einschränkungen…aber bei weitenm nicht alle!)

Am besten du gibst zu jeder DVD mit Divx ein ausführliches Handbuch mit den Einschränkungen dazu!

Ich vermute weiters: Jetzt haben wir Carsten anstatt zu Raten total verunsichert!

Karl

Hallo alle zusammen,

tut mir leid, ich hatte erst jetzt Gelegenheit wieder ins Forum zu schauen. Erst einmal Danke für alle Antworten.

Es ist schon wahr, ein wenig verwirrend war das alles schon. Da ich nicht professionell und regelmäßig mit Videobearbeitung zu tun haben möchte, ging es mir schon um eine einfache und praktikable Lösung.

Mit Total Video-Converter habe ich eine Sequenz auf auf mpeg2 konvertiert und festgestellt, dass der Qualitätsverlust doch enorm ist. Da ich die Schnitte (es handelt sich um Familienvideoaufnahmen) erst einmal nur platzsparend archivieren möchte und erst später daraus DVD oder vielleicht sogar wieder eine VHS-Videokassette machen möchte, kann ich an dieser Stelle noch keinen Qualitätsverlust akzeptieren. Aber eigentlich wollte ich die Schnitte schon auf DVD auslagern. Vielleicht ist das ja mit dem Programm „Scenalyser“ möglich.

Also nochmals Danke …

Carsten