Moin
Woran liegt das wohl? Was meint ihr?
Ich meine: Man kann eben ferndiagnostisch nicht viel ausrichten.
Das Brett hier ersetzt kenen Arztbesuch.
Oder?
fragt
Branden
Hi,
viele Fragen kann der behandelnde Arzt besser beantworten. Erklärungen z.B. zu einem MRT-Befund sollte eigentlich der entsprechende Arzt abgeben. Ich frage meine Ärzte immer Löcher in den Bauch (auch, weil selber „medizinisch interessiert“). Anscheinend trauen sich das einige Kunden nicht, bzw. die Ärzte kommen ihrer Informationspflicht nicht nach.
Gruß
Kuddenberg
Hallo Branden,
eine Beantwortung einer Frage hier kann keinen Arztbesuch ersetzen. Korrekt.
Bei manchen Zipperlein kann aber durchaus ein Hausmittel helfen, nur die Abgrenzung ist per Ferndiagnose nicht machbar, auch richtig.
Aber eine Menge an Usern fragen doch „Worauf soll ich achten, was soll ich den Arzt fragen“, wenn ich zum Arzt „ohne Plan“ gehe weiß ich vllt. garnicht welche Fragen ich sinnvoll stellen kann.
Dagegen spricht natürlich, dass auch Antworten sehr verunsichern können und dem Arzt garnichst mehr geglaubt wird. Hm, kein wirklicher Erfolg.
Aber die Leute, die hier fragen, können lesen und schreiben und werden sich sonst Bücher holen oder in weniger seriöse Foren abwandern, das ist die schlechtere Alternative.
Soweit meine spontanen Gedanken zu Deinem Posting. Es gibt bestimmt sehr viel mehr zu sagen.
Gruß Volker
Anscheinend trauen sich das einige Kunden nicht, bzw. die
Ärzte kommen ihrer Informationspflicht nicht nach.
Weitere Einflussfaktoren:
seitens des Mediziners:
- Zeitmangel, d.h. Fließbandarbeit
- Geringschätzung
- Eitelkeit
…
seitens des Patienten:
-
mangelnde Vorbereitung („Egal“-Mentalität):
Die m.E. häufig verbreitete und tw. nachvollziehbare Auffassung, der Arzt wird’s schon richten. Wenn ich mein Auto abgebe, wird es repariert, wenn ich meinen CD-Player bestelle, wird der geliefert. Wenn ich zum Arzt gehe, werde ich wieder gesund. -
mangelnde Allgemeinbildung:
Im Zusammenspiel mit dem o.g. Zeitmangel eine explosive Mischung (allerdings geht es dabei nicht darum, dass fachspezifische Zusammenhänge nicht verstanden werden)
HG
sunconure
Hi Volker
Aber die Leute, die hier fragen, können lesen und schreiben
und werden sich sonst Bücher holen oder in weniger seriöse
Foren abwandern, das ist die schlechtere Alternative.
Da stimme ich dir zu.
Mir fiel halt heute besonders auf, dass viele Fragen unbantwortet blieben.
Gruß,
Branden
[…]
Aber eine Menge an Usern fragen doch „Worauf soll ich achten,
was soll ich den Arzt fragen“, wenn ich zum Arzt „ohne Plan“
gehe weiß ich vllt. garnicht welche Fragen ich sinnvoll
stellen kann.
[…]
Ähm… ich brauche keinen Plan wenn ich zum Arzt gehe. Man geht ja (meist) zum Arzt, wenn etwas nicht stimmt. Und denn fragt man den, wenn man etwas nicht versteht.
Leider gibt es in diesem Forum überall Fragen, bei denen man nur noch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen kann (z.B. wie bohre ich ein Loch in ein Holzbrett). Die allgemeine Bequemlichkeit macht sich breit. Hinzu kommt eine immer weiter um sich greifende Verdummung. Ich bin gerade mal 12 Jahre aus dem Gymnasium raus. Früher, als ich noch jung war, mußte man Dinge von der Tafel abschreiben, mal einen eigenen Text verfassen oder ein mittelmäßig schweres Buch in einer Fremdsprache lesen und ein paar Antworten dazu schreiben. Mittlerweile gibt es nur noch Lückentexte, kleine Handzettelchen und ähnliche Hilfsmittel.
Alljährlich kann man dann, kurz vor der Prüfungszeit, im Fernsehen kleine „Tests“ an Schülern sehen.
Dieses jahr: Erdkunde LK… die 18 Bundesländer… Deutschland liegt teilweise in Frankreich… Polen grenzt direkt an die Schweiz…
Mathematik LK: Ein EINFACHER Dreisatz bringt die Schüler schon zur Verzweiflung.
Bruchrechnung ohne Taschenrechner? Wie soll das denn gehen?
Wenn man bedenkt, dass meine „Generation“ schon als ungebildet gilt…
Bei vielen Fragen hätte es auch eine einfache Suche bei Tante Google gebracht. Aber man läßt sich ja lieber alles vorkauen, wie schon in der Schule.
*grummel*
Kuddenberg
Hallo,
ein Faktum hast Du vergessen: es ist Urlaubszeit, und viele wo wer-weiß-was wissen werden weit weg ihr [Un-]Wesen treiben.
Grüße
Pit
Das hab ich nicht bedacht, gargas
Da hast du auch wieder recht!
Gruß,
Branden
Moin,
Ähm… ich brauche keinen Plan wenn ich zum Arzt gehe. Man
geht ja (meist) zum Arzt, wenn etwas nicht stimmt. Und denn
fragt man den, wenn man etwas nicht versteht.
Und denen vertraust Du dann?
Ich halte es schon für richtig, wenn man sich informiert und dann auch die richtigen Fragen stellen kann.
Es ist leider kein Scherz:
Ich hatte mir mal einen Fußknochen angebrochen. Drei Ärzte, alles war an Antworten vertreten:
- es ist ein Bruch
- es ist kein Bruch
- es ist vllt. ein Bruch
Auf meine Frage „Was soll jetzt passieren?“, „Wir können operieren.“, „Gibt es Alternativen?“, „Ja, dann sind Sie aber zwei Wochen länger im Gips.“.
Meine Wahl auf die OP zu verzichten, fiel nicht auf wirkliche Freude.
Bei vielen Fragen hätte es auch eine einfache Suche bei Tante
Google gebracht. Aber man läßt sich ja lieber alles vorkauen,
wie schon in der Schule.
Da hast Du leider (teilweise) Recht. Ein Lehrer darf zwar Fragen stellen, die soll er dann aber auch nach 20 Sekunden auflösen, sonst wird´s unerträglich.
Gruß Volker
Hallole,
es gibt eben Menschen, die Beschwerden haben und nicht einschätzen können, ob diese häufig oder selten vorkommen. Bauchzwicken ist häufig, Halskratzen auch. Es gibt Menschen, heutzutage mehr als früher, die plötzlich, auf sich alleingestellt und nur mit dem I-net vertraut sind und Halskratzen bekommen.
Wenn früher die Mama oder die Oma gesagt hätte, Junge, gurgle mal mit Salbeitee, Halsschmerzen sind nichts Schlimmes, das ist morgen vorbei, dann kann das heutzutage zu einem Fall werden, der (vom Laien) medizinisch nicht überblickt und eingeschätzt werden kann. Dank gockeln kommt der Laie auch bei banalen Halsentzündungen ganz schnell auf Kehlkopfkrebs.
Jetzt hat der Mensch Halskratzen in der Gurgel und im Hinterkopf den Gedanken an Kehlkopfkrebs. Wahrscheinlich wird er eh zum Arzt gehen.
Aber zuvor will er bestätigt haben, dass sein Halskratzen auch harmlose Ursachen haben kann. Deswegen fragt er hier.
Jeder normale Mensch weiss, dass die persönliche Erfahrung von 1-2 w-w-w-Experten keinen Arztbesuch ersetzen kann. Aber den Fragestellenden die Angst zu nehmen und zu raten, erst mal auf Salbeitee oder Lutschtabletten aus der Apotheke zurückzugreifen, kann schon weiterhelfen.
Ich frage mich, warum vB diese Frage hier stellt. Die Menschen und deren Kenntnisse über meist banale Beschwerden - respektive deren Befürchtungen - sind heutzutage anders als früher. Das müsste er doch wissen.
Beste Grüße
Maralena
Hallo vanBranden,
Woran liegt das wohl? Was meint ihr?
Ich meine: Man kann eben ferndiagnostisch nicht viel
ausrichten.
Das Brett hier ersetzt kenen Arztbesuch.
Oder?
diese Fragen gehören besser ins Brett ALK oder ins Plauderbrett, da sie keinen medizinischen Beitrag leisten, sondern sich mit Brettkritik befassen.
Mit der Antwortfrequenz im Medizinbrett können wir m.E. zufrieden sein, auch wenn sie zur Zeit etwas träge ist. Vermutlich hängt das wirklich mit der Urlaubszeit zusammen. Es gibt entsprechende Foren, bei denen es ähnlich, wenn nicht sogar noch ausgeprägter ist.
Dass das Brett keinen Arztbesuch ersetzt, gilt ja als Voraussetzung aller Diskussionen. Ferndiagnosen sind ebensowenig erwünscht. Aber das weißt du ja selber.
Und dass nicht alle Fragen beantwortet werden, hat auch etwas Tröstliches. Nur Klugschwätzer haben auf alles eine Antwort, und die sind der Schrecken eines Forums.
Grüße
Montanus
Hi
Ich frage mich, warum vB diese Frage hier stellt.
Das kann ich dir gerne sagen: Mir fiel auf, dass plötzlich hier lauter Fragen aufgeworfen wurden, von denen k e i n e beantwortet wurde. Und dann machte ich mir kurz mal Gedanken darob.
Die Menschen
und deren Kenntnisse über meist banale Beschwerden -
respektive deren Befürchtungen - sind heutzutage anders als
früher. Das müsste er doch wissen.
Das wirft die Frage auf, ob sich nicht nur die Befürchtungen von bestimmten Krankheiten auf andere verschben haben. Vor hundert Jahren fürchteten sich die Leute vor Syphilis, heute vor AIDS. Syphilis kann man antibiotisch leicht bekämpfen, weil es sich um Bakterien handelt.
So ist es auch mit anderen Krankheiten. Früher hatten die Leute Angst, „verrückt“ zu werden oder zu sein, heute fragen sie einen nach „borderline“ oder „ADHS“.
Gruß,
Branden
Hallo Montanus
diese Fragen gehören besser ins Brett ALK oder ins
Plauderbrett, da sie keinen medizinischen Beitrag leisten,
sondern sich mit Brettkritik befassen.
Ich kritisierte keineswegs das Brett (welches ich für sinnvoll halte), mir fiel lediglich auf, dass plötzlich so viele Antworten fehlten und nur noch (offene) Fragen, lauter dickgedruckte Thread-Anfänge, da standen. Ich fand das ener Diskussion wert, vielleicht weil ich Meta-Ebenen liebe (weil dese so oft Klarheit in eine neblige Situation bringen), aber es sollte nicht mehr als eine Anregung sein. Wir müssen das nicht vertiefen. 
Mit der Antwortfrequenz im Medizinbrett können wir m.E.
zufrieden sein, auch wenn sie zur Zeit etwas träge ist.
Im Prinzip stimme ich dir da zu.
Vermutlich hängt das wirklich mit der Urlaubszeit zusammen. Es
gibt entsprechende Foren, bei denen es ähnlich, wenn nicht
sogar noch ausgeprägter ist.
Das mag sein.
Gruß,
Branden
Hi vB,
hast recht.
Aber wo ist der Unterschied?
Vor hundert Jahren fürchteten sich manche vor Syphilis - heutzutage vor AIDS.
Vor hundert Jahren fürchteten sich davor, „verrückt“ zu werden, heutzutage vor Borderline.
Zum Ersteren: eine Ansteckung mit Syphilis ist heutzutage seltener als eine mit Aids. S. ist heutzutage eher zu vernachässigen weil kaum neue Fälle bekannt und wenn schon, dann als therapiebar und nicht mehr zwangsweise letal eingestuft. AIDS hingegen ist fraglich, was die Therapie und die Prognose betrifft, also genau wie S. seinerzeit.
Zum Zweiten wissen Menschen heutzutage, dass nicht näher erklärbare Störungen, die nicht Körperfunktionen betreffen, psychische Ursachen haben können. Je unspizifischer die Störungen auftreten, desto wilder die Spekulationen.
M.E. trägt das Internet zur Verwirrung eher bei, als dass es Fragen beantwortet bzw. fachlichen Rat ersetzt. Und genau das ist das Anliegen von Einigen der hier Fragenden: Ich habe gelesen, dass… ich schließe daraus jenes… bitte sagt mir, dass ich mit meiner Vermutung recht/unrecht habe.
Das gabe es auch schon früher im Kleinen: "ich weiß von jemand, der einen kannte, der blind wurde, weil er sich mit einer bestimmten Frau eingelassen hat (kann mir das auch passieren, obwohl ich jene nicht näher kenne).
Menschen neigen halt dazu, verifizieren und abstrahieren - auch dann, wenn sie objektiv gar nicht zur Zielgruppe gehören…
Dann gibt es noch die Besorgten, die allein schon vom Hörensagen oder Zeitunglesen krank werden…
Alle, alle, wollen beruhigt werden, wenn sie hier im Forum um Rat fragen.
Beste Grüße
Maralena
(nach Diktat 12 Tage verreist
)
Hallo Marlena,
M.E. trägt das Internet zur Verwirrung eher bei, als dass es
Fragen beantwortet bzw. fachlichen Rat ersetzt. Und genau das
ist das Anliegen von Einigen der hier Fragenden: Ich habe
gelesen, dass… ich schließe daraus jenes… bitte sagt
mir, dass ich mit meiner Vermutung recht/unrecht habe.
Dann gibt es noch die Besorgten, die allein schon vom
Hörensagen oder Zeitunglesen krank werden…Alle, alle, wollen beruhigt werden, wenn sie hier im Forum um
Rat fragen.
ich kann dir nur zustimmen. Viele Kranke (angeblich 2 von 5) informieren sich, bevor sie einen Arzt konsultieren, im Internet. Dabei stoßen sie auf diverse Gesundheitsportale, die sie gar nicht oder falsch verstehen oder auf denen ihnen irreführende und einseitige Ansichten geboten werden. Mancher wird dadurch zum “Cyberchonder”, zumal da er der schlimmstmöglichen Diagnose oft das meiste Vertrauen schenkt. So kann es dazu kommen, dass jemand wegen harmloser Kopfschmerzen ins Internet steigt und es mit einem Hirntumor wieder verlässt.
Den Verunsicherten ihre Angst zu nehmen, ihnen vernünftige und sachliche Antworten auf ihre Fragen zu vermitteln, auch Links zu verständlichen, seriösen Websites zu bieten, halte ich für die vorrangige Bestimmung unseres Medizinbretts. Die Diskussion mit Leidensgenossen ist mit eingeschlossen.
Grüße
Montanus