Viele Wechsel des Tagesgeldkontos

Hallo,
zu einer theoretischen Überlegung bezüglich Tagesgeldkonten habe ich eine Frage. Angenommen, man sucht sich ein Tagesgeldkonto mit einem guten Zinssatz (z.B. 3.5%) und deponiert dort sein Kapital in gewünschte Höhe.

Ist es hinsichtlich der Zinserträge rentabel, das Tagesgeldkonto wegen den höheren Zinsen eines anderen Kontos zu wechseln, auch wenn der Zinsunterschied nur marginal ist und das bisherige Konto nur sehr kurz (z.B. 1 Monat) geführt wurde?

Oder anders ausgedrückt: Sehe ich bei solch einer kurzen Kontolaufzeit was von meinen Zinsen?

Gruß, Andi

Natürlich, die Zinsen werden immer für die Verweildauer des Geldes berechnet. 3,6% p.a./360 = 0,01% Zins pro Tag. Aber nicht verwechsel mit einer täglichen Zinsgutschrift!
Oder einfacher gesagt: Lässt Du das Geld einen Monat lang bei 3,6% Zins p.a. liegen, erhältst Du am Ende des Jahres 0,3% auf die Kohle.

Ich hab’s nur irgendwann aufgegeben, ständig das Konto zu WEchseln. Erstens nervt’s, zweitens hab ich dann 20 Freistellungsuafträge, und drittens: Liegst Du 20.000€ auf einem Konto zu 3,5% an, erhältst du nach einem Jahr 700€ Zinsen. Stellst Du im Juli fest, dass ein anderer Anbieter für Neukunden 3,75% Zins bietet, und wechselst du deshalb dorthin, so bringt dir das für das halbe Jahr einen sensationellen Mehrertrag von 25€. Ist das der Aufwand wert?

Für mich ist das so, als würde ich mich am 31.12. eine halbe Stunde mit laufendem Motor in die Autoschlange an der Tanke einreihen, um die Steuererhöhung von 5 Cent pro Liter zu sparen. Bei einem 50 Liter Tank sind das 2,50€. Nur mal so zum Nachdenken…

Frank Wilke

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Hallo,

zu einer theoretischen Überlegung bezüglich Tagesgeldkonten
habe ich eine Frage. Angenommen, man sucht sich ein
Tagesgeldkonto mit einem guten Zinssatz (z.B. 3.5%) und
deponiert dort sein Kapital in gewünschte Höhe.

Ist es hinsichtlich der Zinserträge rentabel, das
Tagesgeldkonto wegen den höheren Zinsen eines anderen Kontos
zu wechseln, auch wenn der Zinsunterschied nur marginal ist
und das bisherige Konto nur sehr kurz (z.B. 1 Monat) geführt
wurde?

Oder anders ausgedrückt: Sehe ich bei solch einer kurzen
Kontolaufzeit was von meinen Zinsen?

Natürlich. Sofern du das Konto nicht auflöst oft aber erst am Jahresende.
Mal ein Rechenbeispiel:
10000 Euro bringen bei 3,6% pro Tag (360 Zinstage angenommen) genau 1 Euro Zinsen, bei 3,7% (aufgerundet) 1,03 Euro.
Da du nicht direkt von einem Tagesgeldkonto auf ein anderes überweisen kannst, rechne ich mal, daß das Geld einen Tag keine Zinsen bringt. Um das auszugleichen, must du das Geld 36 Tage zum höheren Zinssatz anlegen. Erst danach verdienst du etwas.

Cu Rene

rechne ich mal, daß das Geld einen Tag
keine Zinsen bringt. Um das auszugleichen, must du das Geld 36
Tage zum höheren Zinssatz anlegen. Erst danach verdienst du
etwas.

Und wenn du das jetzt mit 3 Tagen (denn laut Überweisungsgesetz kann es so lange gehen) pro Wechsel rechnest?
Nicht eingerechnet die zeit die man mit Formulare ausfüllen, Zur Post rennen, usw verbringt… Was sagt deine Rechnung hier?

Gruss Ivo

Für mich ist das so, als würde ich mich am 31.12. eine halbe
Stunde mit laufendem Motor in die Autoschlange an der Tanke
einreihen, um die Steuererhöhung von 5 Cent pro Liter zu
sparen. Bei einem 50 Liter Tank sind das 2,50€. Nur mal so zum
Nachdenken…

Was aber oft genug geschehen ist und mich jedesmal zum Lachen gebracht hat.

Was aber ist der Sinn, 20.000€ auf dem Tagesgeld zu bunkern?
Übertriebenes Sicherheitsempfinden? Wäre es nicht sinnvoller, nur das Benötigte auf dem Tagesgeld zu deponieren und den Rest im Kapitalmarkt zu schwängern?

Für mich ist das so, als würde ich mich am 31.12. eine halbe
Stunde mit laufendem Motor in die Autoschlange an der Tanke
einreihen, um die Steuererhöhung von 5 Cent pro Liter zu
sparen. Bei einem 50 Liter Tank sind das 2,50€. Nur mal so zum
Nachdenken…

Was aber oft genug geschehen ist und mich jedesmal zum Lachen
gebracht hat.

Was aber ist der Sinn, 20.000€ auf dem Tagesgeld zu bunkern?

Ist doch klar, z.B. für … eh… oder … hmm… weiß ich doch nicht!

Übertriebenes Sicherheitsempfinden? Wäre es nicht sinnvoller,
nur das Benötigte auf dem Tagesgeld zu deponieren und den Rest
im Kapitalmarkt zu schwängern?

Hey Dirk,
Du rennst bei mir offene Türen ein.
Ich hedge Bezinspreiserhöhungen durch Ölspekulationen, meine Strompreisrechnung durch Energiekonzerninvestments, die Zahngoldpreise durch MLIIF World Mining Fund - aber das ist ja nicht jedermanns Sache.

Frank Wilke

Hallo,

Oder anders ausgedrückt: Sehe ich bei solch einer kurzen
Kontolaufzeit was von meinen Zinsen?

der dauernde Wechsel lohnt nicht - inklusive dem dauernden Gejuckel zur Post wegen der Identitätsfeststellung, das kostet mehr Benzingeld, als es Zinsen bringt. Ich würde mir lieber Anbieter mit dauerhaft guten Konditionen beim Tagesgeld suchen und bei denen bleiben, solange sie bei den dauerhaft guten Konditionen bleiben bzw. diese an die sich verändernden Marktkonditionen anpassen.

Beste Grüße,

Oliver Walter

Hallo Andreas,

bei deiner Überlegung solltest du zum einen den Aufwand für Kontoeröffnung und Auflösung und zum anderen die Zeit für eine Überweisung (3 Bankarbeitstage) mit einbeziehen.

Grundsätzlich lohnt es sich aber schon sein Tagesgeldkonto öfter mal zu wechseln. Es gibt inzwischen schon Anbieter die 4% oder ein Onlineanbieter sogar 4,5% bieten. Die Banken bieten für neue Gelder oft deutlich höhere Konditionen an als für Gelder die bereits bei der Bank sind. Also 1-2 mal pro Jahr kann ein Wechsel schon lohnen sein.

Ich hoffe ich konnte dir damit etwas helfen.

Viele Grüße

Christian