seit einigen Wochen ersetze ich oft und gerne Fleisch durch Seitan. Entweder für’s Geschnetzelte, statt Tofu in japanische Eintöpfe (schmeckt eigentlich besser, finde ich) etc. So weit so gut. Heute beim Bereiten meines Misosüppchens haben sich aber Fragen aufgedrängt, eine nach der anderen…
Wieviel Eiweiß darf man eigentlich pro Tag so ungefähr zu sich nehmen, bzw. ab wann wird’s ungesund? Oder, anders gefragt: Wieviel Seitan pro Tag und Magen verträgt die Menschheit ohne gesundheitliche Risiken?
Beim Supermarkt ums Eck gibt’s Seitan zu 250g-Packungen zu kaufen. Heute wird das Verbrauchen der selbigen kein Problem, das Süppchen geht zu zweit locker weg (dazu gleich wieder Verweis auf die Frage oben…)
Wenn ich für mich allein was mache, ist mir so eine Packung meist zuviel (im Geschnetzelten ist ja noch reichlich anderes drin…) Wie bewahre ich Seitan am besten auf, wenn die Packung einmal ofen ist? Besser so, wie der Supermarkt ihn verkauft, oder fertig zubereitet? Kann ich Seitan (roh oder gegart) einfrieren?
Muss Seitan gegart werden vor Zubereitung? Gibt es Rezepte, wo er „roh“ bzw. „kalt“ verarbeitet wird? Und ändert das Garen etwas an der BEschaffenheit (Verträglichkeit)?
Mit Neugier und herzlichem Dank schon im Voraus,
Elisabeth
danke für Deine Antwort - die eine Frage wegen der Eiweißmenge war ja wirklich dumm von mir, auf die Rechnung mit den Prozentzahlen hät ich auch selber draufkommen können Danke auch für den Tipp mit Wienerschnitzel, werd ich ausprobieren, klingt sehr gut!
Aber eine Frage noch zu den kg-Angaben, die Du machst…
2,5 Kg Kohlehydrate
0,9 kg Eiweiß
0,2 kg Fett
0,2 kg Fett, das sind 200g, das ist mindestens dreimal soviel, wie normalerweise empfohlen wird…???
Und auch die anderen Werte scheinen mir reichlich hoch (so viel kann ich gar nicht essen an einem Tag…). Bist Du sicher?
Mengenangaben und was ist Saitan!
Liebe Elisabeth,
ja du hast recht es ist mehr als empfohlen aber laut Näherwert müsste man so viel essen um bei der arbeit denken zu können *gg*
200g fett ist kein purres fett! FRuchtfette und Fleischfette! Da kenn ich mich aber noch nicth ganz aus da ich dies erst im 3. LEhrjahr in der BErufsschule lerne wie man das errechnet für FLeichfette und Fruchtfette!
200g fett ist kein purres fett! FRuchtfette und Fleischfette!
Da kenn ich mich aber noch nicth ganz aus da ich dies erst im
3. LEhrjahr in der BErufsschule lerne wie man das errechnet
für FLeichfette und Fruchtfette!
hallo martin,
fett ist fett, es gibt keinen unterschied in fleisch und fruchtfette.
die deutsche gesellschaft für ernährung schreibt:
Der Energiebedarf eines Menschen setzt sich aus dem Basis-Energieverbrauch (Grundumsatz), abhängig von Alter, Geschlecht und Gewicht sowie der körperlichen Aktivität zusammen. Letztere hat einen erheblichen Anteil am Energieverbrauch des Menschen. Die körperlichen Aktivität ergibt sich aus den beruflichen Tätigkeiten und dem Freizeitverhalten eines Menschen. Sie ist messbar und wird als PAL (= physical activity level) bezeichnet. Die üblichen Werte für die körperliche Aktivität (PAL-Werte) erstrecken sich von 1,2 für ausschließlich sitzende Lebensweise bis zu 2,4 für Schwerstarbeiter. Bei berufstätigen Erwachsenen mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten liegt der PAL-Wert im Durchschnitt bei 1,55-1,65.
Die neuen Richtwerte für die Energiezufuhr der DGE orientieren sich an der körperlichen Aktivität. International üblich wird der Energieumsatz eines Menschen als ein Mehrfaches des Grundumsatzes angegeben. Er ergibt sich aus den Werten für den Grundumsatz der mit einem entsprechenden PAL-Wert multipliziert wird. Aus den zeitlichen Anteilen der beruflichen- und Freizeitaktivitäten mit entsprechenden PAL-Werten auf 24 Stunden verteilt ergibt sich der tägliche Energiebedarf. Freizeitaktivitäten werden in der neuen Berechnungsmethode dadurch berücksichtigt, dass für sportliche Betätigung oder anstrengende Freizeitaktivitäten (30 bis 60 Minuten Sport an 4 bis 5 Tagen pro Woche) zusätzlich pro Tag 0,3 Einheiten PAL berechnet werden können. Die Richtwerte für die durchschnittliche Energiezufuhr liegen bei Männern bzw. Frauen im Alter von 19 bis 25 Jahren bei 3000 bzw. 2400 kcal, für Männer bzw. Frauen im Alter von 25 bis 51 Jahren bei 2900 bzw. 2300 kcal und für Männer bzw. Frauen im Alter von 51 bis 65 Jahren bei 2500 bzw. 2000 kcal.
Die DGE meint: "Eine Energiezufuhr, die den Umsatz langfristig übersteigt, führt zu Fettsucht mit bedenklichen Folgen für die Gesundheit. Die bedarfsgerechte Energiezufuhr einer Person kann im Einzelfall am besten durch regelmäßige, beispielsweise wöchentliche, Gewichtskontrollen festgestellt werden. Die tatsächliche Energieaufnahme übertrifft in der Regel immer noch deutlich die neuen Richtwerte. Eine gewichtsbewusste Lebensweise ist im Interesse der Vorbeugung weitverbreiteter ernährungsabhängiger Erkrankungen von unverändert großer Bedeutung. Insbesondere in jungen Jahren ist es wichtig, das Sollgewicht nicht zu überschreiten. "
und:
Die Deutschen essen im Schnitt 80 bis 100 Gramm Fett pro Tag, statt der von Ernährungsexperten empfohlenen 60 bis 70 Gramm. Dabei fallen nicht nur Butter, Margarine oder Öl buchstäblich „ins Gewicht“, sondern vor allem die versteckten Fette, die beispielsweise in Wurst, Käse, Süsswaren, Kuchen oder Fertiggerichten stecken. Hand auf´s Herz - wissen Sie wieviel Fett in einem Croissant, einem Frühstücksei oder einer Portion Salami steckt? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. und die BARMER rufen bundesweit auf: Machen Sie mit, erkennen Sie Ihre Fettfallen und werden Sie „Fit mit wenig Fett“.
Aber bitte klär mich mal jemand auf, was Seitan ist.
Seitan kommt ursprünglich aus Asien, der Grundbestandteil ist Weizenmehl, es handelt sich dabei nicht um Räuchertofu wie Martin oben behauptet.
Bei der Herstellung von Seitan wird Weizenmehl durch Wasser in seine Bestandteile Stärke und Gluten (Weizenkleber) getrennt. Der Weizenkleber wird dann in einem Gemisch aus Sojasauce, Gewürzen und Meeresalgen gekocht. Dadurch erhält Seitan eine fleischähnliche Konsistenz und ist deshalb bei Vegetariern sehr beliebt.
Bei Saitan handelt es sich nicht um Räuchertofu! Bei der Herstellung wird Weizenmehl durch Wasser in seine Bestandteile Stärke und Gluten (Weizenkleber) getrennt. Der Weizenkleber wird dann in einem Gemisch aus Sojasauce, Gewürzen und Meeresalgen gekocht. Dadurch erhält Seitan eine fleischähnliche Konsistenz und ist deshalb bei Vegetariern sehr beliebt.
Danke Dir! Als Tofu konnte ich mir das auch nicht richtig vorstellen, und der liebe Kassierer (der einzige da, der rudimentäres deutsch kann) in meinem Lieblingsasienladen kannte das auch nicht.
Ist offensichlich nichts für Gluten-allergiker.
Bin ich zwar nicht, lasse aber trotzdem lieber meine Finger davon.
Danke Dir! Als Tofu konnte ich mir das auch nicht richtig
vorstellen, und der liebe Kassierer (der einzige da, der
rudimentäres deutsch kann) in meinem Lieblingsasienladen
kannte das auch nicht.
Ist offensichlich nichts für Gluten-allergiker.
Bin ich zwar nicht, lasse aber trotzdem lieber meine Finger
davon.
Ich habe zwar auch noch nie mit Seitan gekocht, aber mal in einem chinesischen Restaurant gegessen und fand das eigentlich ganz lecker. Von der Konsistenz und dem Geschmack läßt es sich tatsächlich mit Fleisch vergleichen. Im Asia-Laden habe ich Seitan auch noch nie gesehen, aber in Reformhäusern gibt’s das eigentlich meistens.
Danke erst einmal für Eure Antworten, die ja recht spannend zu lesen waren.
Dennoch würde ich gerne noch einmal auf die bislang unbeantworteten Fragen zurückkommen, und ich hoffe, darauf auch noch Antworten zu finden, bevor es irgendwann diese Woche wieder an eine Packung Seitan geht…
Einmal geäffneten Seitan bekomme ich hier daheim nicht mehr in Vakuum rein, Martin, daher danke für die Antwort, die aber leider nicht praktikabel ist
Also, wielange hält sich Seitan geöffnet (und muss er z.B. auch wie Tofu mit täglich frischem Wasser bedeckt sein), und wie verhält es sich mit EInfrieren?
Und wie ist es mit dem Garen? Verändert sich die Beschaffenheit dadurch? Oder kann Seitan auch roh verarbeitet werden?
Nochmsal Danke für Eure Mühen,
liebe Grüße,
Elisabeth
„Vakuumverpackt läßt sich Seitan 5 Wochen im Kühlschrank aufbewahren, einmal geöffnet sollte er jedoch innerhalb von 4 Tagen verwendet werden. Da kein tierisches Eiweiß enthalten ist, besteht keine Gefahr der Salmonellenbildung. Für längere Lagerung kann Seitan auch tiefgekühlt werden, was weder den Geschmack noch die Konsistenz beeinträchtigt.“