Hallo,
wie entstehen eigentlich vierblättrige Kleeblätter?
Warum sind (außer bei speziell gezüchtetem Klee) nicht alle Blätter einer betroffenen Pflanze vierblättrig?
Und: ich habe bei einer Klee-Wiese nahe einer Straße eine Stelle entdeckt, an der ca. 10 Klee-Pflanzen wachsen, von denen jede mind. ein vierblättriges Blatt hat.
Wenn Umwelteinflüsse die Vierblättrigkeit begünstigen - weshalb sind aber bloß diese 10, nahe beieinander wachsenden, Pflanzen betroffen?
Wenn es genetisch bedingt ist - weshalb haben dann nicht alle Blätter der betroffenen Pflanzen diese „Missbildung“?
*grübel*
Nina
Hallo, Nina,
also, um es gleich von vornherein klarzustellen, wir sprechen hier nicht von „Oxalis tetraphylla“ sondern von unserem heimischen Klee den „Trifolium“-arten . Der Name sagt schon, dass diese Pflanze normalerweise ein dreigeteiltes Blatt hat.
Die Geschichte hier http://www.grundschule-lohe.de/projekte/Sagen/klee/b… ist zwar hübsch, bringt uns aber nicht sehr viel weiter in der Antwort auf Deine Frage.
Trifolium Repens L. neigt dazu etwa, 0.01% seiner Blätter vierzählig statt wie normal dreizählig auszubilden. Ein kleiner genetischer Defekt. Wegen der Seltenheit dieser „Miß“-bildung sind seit alters damit Sagen und Aberglauben verbunden.
Hier http://www.fourleafclover.com/grow.html ist sogar eine Firma die sich mit der Auslese und Zucht von T.repens mit vierzähligen Blättern befaßt (Natürlich in Irland - wo sonst 
Übrigens vier ist nicht die höchste Zahl von Teilblättern die man finden kann - es wurden bis zu 14 Teilblätter an T.repens gezählt!
Grüße
Eckard.
Hallo Eckard!
Danke für die schnelle Beantwortung meiner Frage!
also, um es gleich von vornherein klarzustellen, wir sprechen
hier nicht von „Oxalis tetraphylla“ sondern von unserem
heimischen Klee den „Trifolium“-arten .
Genau!
Trifolium Repens L. neigt dazu etwa, 0.01% seiner
Blätter vierzählig statt wie normal dreizählig auszubilden.
Ein kleiner genetischer Defekt. Wegen der Seltenheit dieser
„Miß“-bildung sind seit alters damit Sagen und Aberglauben
verbunden.
Kann dieser genetische Defekt durch gewisse Umwelteinflüsse verstärkt werden?
Übrigens vier ist nicht die höchste Zahl von Teilblättern die
man finden kann - es wurden bis zu 14 Teilblätter an T.repens
gezählt!
Ich glaube ich hab mal gelesen, es wären teilweise sogar noch mehr als 14 Blätter gewesen?!
Grüße,
Nina
Kann dieser genetische Defekt durch gewisse Umwelteinflüsse
verstärkt werden?
Hmm, Nina,
ich weiß es wirklich nicht, ich habe darüber nichts gefunden. Bereits die „genetische Verirrung“ der Mehrblättrigkeit bei „T. repens“ findet nur sehr am Rande Erwähnung. Vielleicht findest Du bei dem irischen Züchter ja etwas darüber (obwohl ich nicht glaube, dass er seine Geheimnisse preisgibt *gg* )
Ich denke nicht, dass Standortbedingungen auf dieses Verhalten großen einfluß haben - wie Du selbst ja bemerkt hast ist das wohl ein „genetischer Defekt“, der durch Vererbung weitergegeben wird.
Waren die von Dir beobachteten Pflanzen vegetative Nachkommen oder selbständige Sämlinge? Ich vermute ersteres.
Wäre ja vielleicht Doch einer genaueren Nachforschung wert.
- da fällt mir etwas ein: Ich werde diese Frage den Spezialisten von WDR5-Leonardo als „kleine Anfrage“ vorlegen. Mal sehen, was die rausfinden.
Grüße und schönes Wochenende!
Eckard.
Hallo Eckard!
Ich denke nicht, dass Standortbedingungen auf dieses Verhalten
großen einfluß haben - wie Du selbst ja bemerkt hast ist das
wohl ein „genetischer Defekt“, der durch Vererbung
weitergegeben wird.
stimmt - weil es an besagter Stelle ja sehr viel Klee gibt, aber eben nur diese ca. 10 Pflanzen diese Besonderheit haben (gäbe es da einen großen Umwelteinfluss, so würde sich das nicht auf diese wenigen Pflanzen beschränken!)
Waren die von Dir beobachteten Pflanzen vegetative Nachkommen
oder selbständige Sämlinge? Ich vermute ersteres.
Hab ich nicht nachgeschaut, muss ich zugeben. Aber könnte gut sein, dass es vegetative Nachkommen sind - ist sowieso ziemlich „verwachsen“, das ganze!
- da fällt mir etwas ein: Ich werde diese Frage den
Spezialisten von WDR5-Leonardo als „kleine Anfrage“ vorlegen.
Mal sehen, was die rausfinden.
Ja! Interessant!
Grüße,
Nina
Dünger ?
Hallo Nina !
Ich glaube, ordentlich düngen fördert die Bildung von vierblättrigem Klee, sicher bin ich mir aber nicht.
Jochen