Vietnam - nur so ne Info

Falls jemand von Euch demnächst nach Vietnam fährt und nicht recht weiß, was er/sie als kleines Mitbringsel mitnehmen soll, dem/der kann ich nur raten:

nehmt 1-Euro-Stücke mit.

Nach denen sind wir permanent gefragt worden und die schienen viiiiiel interessanter als irgendwelcher Kleinkram, den man eh an jeder Ecke kaufen kann…

Grützli
Gerry

nehmt 1-Euro-Stücke mit.

Nach denen sind wir permanent gefragt worden und die schienen
viiiiiel interessanter als irgendwelcher Kleinkram, den man eh
an jeder Ecke kaufen kann…

Hallo,

das halte ich aus ethischer Sicht für problematisch, bei einem Pro-Kopf-Einkommen von 350 Dollar/Jahr ist das ein Tageseinkommen …

gruss
wl

Mehr als problematisch

das halte ich aus ethischer Sicht für problematisch, bei einem
Pro-Kopf-Einkommen von 350 Dollar/Jahr ist das ein
Tageseinkommen …

Hallo!

Das halte ich sogar für mehr als nur problematisch. Das sollte man immer und unter allen Umständen vermeiden. Wird auch in jedem halbwegs verantwortungsbewußten Reiseführer immer wieder betont.
Kinder betteln, verdienen durch Bettelei letztlich mehr als ihre arbeitenden oder auch arbeitslosen Väter und lernen darüber hinaus, daß man durch Betteln mehr verdienen kann als durch Arbeit. Die Konsequenzen für Familien- und Sozialgefüge der betroffenen Länder sind absolut verheerend.
Die unterschiedlichen Entwicklungsstadien solcher durch den Massentourismus veränderten Strukturen kann man im arabischen Raum sehr gut ablesen:
In den touristisch am meisten erschlossenen Ländern Ägypten, Tunesien und Marokko kann man sich der kleinen Schmarotzer kaum noch erwehren, im touristischen Schwellenland Syrien konnte ich im vergangenen Jahr bereits ein deutliches Vorhandensein von Schnorrern an touristischen Brennpunkten (Palmyra, Krak des Chevaliers etc.) wahrnehmen, während man im Noch-Nicht-Touristen-Staat Libyen bislang gänzlich unbehelligt bleibt.

Gruß, Hartmann.

3 „Gefällt mir“

schon gut…
ich habe lediglich an die Menschen gedacht, die ich dort kennengelernt habe und denen ich gerne eine Freude gemacht hätte… es geht hier nicht um Bettler, davon habe ich nie gesprochen…

‚German Graf Großkotz‘
Ob Vietnam, DomRep, Indien oder sonstwo… ich weiß nicht, was das soll. Ist es so befriedigend, Almosen in den Staub zu werfen und sich feiern zu lassen? Das Reiseland profitiert vom Reisenden durch den Umsatz vor Ort. Das reicht - muß reichen… mir jedenfalls reicht es. Schließlich mache ich Urlaub. Wäre die Reise eine dienstliche, würde ich im Land weilen, um Geld zu verdienen.

Gruß!
Tino

Du bist unglaublich…:smile: und natürlich hast Du auch recht, nur
wenn Du wohlgenährt an halb verhungernden Kindern (so geht es mir oft in den dörflichen Regionen der Türkei) vorbeikommst, hast Du einfach das Gefühl, sofort helfen zu müssen.
Es ändert nicht viel und man wird auch nicht gefeiert, höchstens
verwirrt angeschaut und eigentlich beruhigt man damit tatsächl.
nur sein Gewissen.

LG
d.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1.) lesen 2.) genau lesen 3.) sachlich bleiben
Heyheyhey,

Demenzia wirft bettelnden Biafra-Kindern (just to complete the image) aus dem schicken Roadster blinkende Euro-Cent-Almosen in den Staub?

Oder wollte sie evtl. nur einen schlichten Mitbringsel-Tipp geben: Für Einheimische, die man auf Reisen näher kennenlernt und die den vielgescholtenen, vielzitierten Euro mal life und in Farbe als eine Art Souvenir Freunden zeigen wollen?

Aber klar, prächtiges Posting um auf der moralisch sicheren Seite undifferenziert rumzuposaunen. *ächz*

Kopfschüttelnde Grüße
Diana

2 „Gefällt mir“

Huhu,

verwirrt angeschaut und eigentlich beruhigt man damit
tatsächl.
nur sein Gewissen.

und versaut die Kinder bis in alle Ewigkeit. Möchtest Du in das gleiche ländliche Gebiet in der Türkei ein Jahr später zurückkehren und dann massiv angebettelt werden? Möchtest Du darüber hinaus sehen dass viele junge Erwachsene arbeitslos auf der Straße herumlungern weil sie mit Betteln mehr verdient haben als Ihre Eltern und daher nicht zur Schule gingen?

Mir ist immer noch unverständlich wie manche Menschen ein so großes Herz haben können dass sie das Unrecht in ihrem Tun vor lauter Großmut nicht erkennen.

Byebye
Rolf

4 „Gefällt mir“

!sachlich bleiben!
Huhu Diana,

das ist die große Frage. Wenn Du einem Kind im ländlichen Vietnam einen Euro in die Hand drückst wird es so schnell wie möglich versuchen das Geld zu wechseln um es für die Familienkasse zu verwenden. Betteln ist vorprogrammiert.

Gibst Du einem Mitarbeiter von Unilever Saigon einen Euro als Souvenir wird er sich entweder freuen oder dich verständnislos angucken weil er meint Du willst ihn mit Almosen abspeisen.

Insofern hat Tino schon recht. Wenn ich in einem einheimischen Lokal esse, in einem einheimischen Hotel wohne und Waren aus dem Land kaufe dann bin ich eigentlich schon gut dabei.

Das Wort „einheimisch“ betone ich deshalb so stark weil es, z.B. in der Karibik, viele Hotelketten aus dem Ausland gibt die per All Inklusive den gesamten Umsatz der Touristen im Hotel und damit für den Konzern behalten. Hier kommt kein Geld der Bevölkerung zu gute, ausser dass ein paar Einheimische dort zu Hungerlöhnen arbeiten dürfen/müssen.

Byebye
Rolf

3 „Gefällt mir“

Der Ton macht die Musik
Hi Rolf,

mir gings nicht zuletzt um den Tonfall der Antworten: In keiner der Antworten wurde davon ausgegangen, daß Dementia mit den Fragenden nicht eben doch den Unilever-Mitarbeiter o.s.ä., den man abends in einer Bar kennengelernt und mit dem man über europäische Wirtschaft geplaudert hat, meinen könne.

Und aus ihrem Posting ging keinesfalls eindeutig hervor, daß es sich bei den „Anfragenden“ um bettelnde Kinder handelte. Eine etwas differenziertere Rückfrage mit Erörterung des sich möglicherweise ergebenden Problems wäre meiner Ansicht nach angemessener gewesen.

Herzliche Grüße
Diana

Huhu,

…weiss ja, es ist falsch, ich lebte lange da, müßte es besser wissen, dennoch, wenn Du das Elend siehst, magst Du dann noch unbeschwert Urlaub machen?
Dazu sag ich noch , daß ich dort keinen Urlaub mache.
Du und Tino habt recht, aber bitte glaub , mit Großmut hat
es in meinem Fall wirkl. nix zu tun.
Aber Unrecht bleibt es dennoch…:frowning:
Danke für Dein Posting.

Herzliche Grüße
d.

Zur Beruhigung
… also gut, wir haben hier alle unsere Meinung gesagt und die Auswirkungen von zuviel Grosszügigkeit am Urlaubsort sind klar geworden (hoffe ich). Dann sollten wir uns wieder beruhigen und das nachtreten lassen, denn bei allen Fehlern war der Tip ja ursprünglich gut gemeint.

In diesem Sinne
wl

kann sofort ein Reizthema werden

…einen schlichten Mitbringsel-Tipp geben…

Bargeld als Mitbringsel. Ein Knopf tut es mit Sicherheit nicht. Ein Kugelschreiber oder ein Einwegfeuerzeug ist mit Sicherheit weniger willkommen.

Für Einheimische, die man auf Reisen näher kennenlernt…

Das nennt sich „Geldschmiede“. Die Innigkeit der Begegnung verhält sich proportional zum Betrag. Über die Dauerhaftigkeit brauche ich gar nicht nachzudenken. Aus den Augen… nichts bleibt.

Das Schlimmste, Diana, ist noch gar nicht angesprochen: Jedem nachfolgenden Touristen eilt die Tat des freizügigen Spenders voraus. Er verlässt das Land sowieso nach kurzer Zeit. Der Wunsch nach mehr Euros bleibt zurück. Bei der Erwartungshaltung hat der Nächste kaum mehr die Chance, etwas anderes als der erwartete Goldesel zu sein. Das halte ich für den größten Schaden. Wenn nachher hinfährt, weiß sehr gut von allzeit offenen Händen zu berichten.

Gruß!
Tino

Danke Diana
… für deine „Unterstützung“…

Es scheint doch immer wieder ein Problem zu sein, das Gelesene auch zu verstehen und nicht nach Herzenswunsch und Problematisiervorliebe umzuwandeln.

Noch einmal: es ging mir in der Tat nicht um Bettler (denn die freuen sich noch immer auch über Nahrung!! Man sollte es kaum glauben… die brauchen keine Dollars oder Euros - so zumindest meine Erfahrungen). Ich habe tolle Leute kennengelernt, die eine ganz erstaunliche und selbst für uns superreiche Touris (!!) sehr interessante Sammlung an fremdländischen Münzen stolz zum Betrachten freigaben. Mag sein, dass diese Menschen irgendwann einmal auch dieses Geld umtauschen oder was auch immer. Aber ich hatte durchaus den Eindruck, dass sie sich daran erfreuten, Münzen zu sammeln… vielleicht bin ich naiv…

Und ganz sicher habe ich nichts um mich geschmissen… es ging tatsächlich um Leute, die ich persönlich kennenlernte und die mir etwas Gutes getan hatten und ich mich gerne revanchiert hätte!

Nach Eurer These sollte man vermutlich „solche“ Länder gar nicht erst bereisen, denn das ansich ist ja schon pervers!

Gruß und Over
Gerry

oh vielen Dank für deine Großzügigkeit!

irgendwie hast auch du das Thema etwas verfehlt…