Vietnam oder Tansania?

Hallo,

wir bräuchten mal bitte Eure Hilfe:

Eine Freundin und ich möchten gerne nächstes Jahr im Februar nach Tansania oder Vietnam in Urlaub fahren.

Was meint Ihr??? Sind das Länder, die man gut alleine mit dem Mietwagen bereisen kann??? Und wie lange sollte man sich Zeit lassen??? Wir würden bis zu 4 Wochen Urlaub bekommen…

Kennt Ihr vielleicht auch noch ein paar gute Internetseiten dazu???

Vielen Dank für Eure Hilfe,
Susanne

Hi Susanne,

in beiden Ländern war ich schon. In Tansania mit einer organisierten Tour, in Vietnam mit dem Fahrrad.

Per Mietwagen würde ich mich in Vietnam schon trauen wobei der Verkehr in den Städten schon ziemlich ekelhaft sein kann. Saigon, Hue und Hanoi sind schwierig. Weiterhin sind die Kosten für Busse oder PKWs mit Fahrer nicht teuer so dass ich diese Variante vorziehen würde. Guck Dir mal Programme z.B. von Tischler Reisen an. Dort gibt es sogenannte Privatreisen mit vorgebuchten Hotels und PKW mit Fahrer. Da kriegst Du ein Gefühl für die Kosten.

In Tansania kannst Du zwar auch fahren, Du wirst aber Schwierigkeiten haben Deine Route zu finden. Weiterhin sind viele Nationalparks schwer zugänglich so dass Du einen Allrad brauchst und einige Straßen wirst Du ohne Permit nicht fahren dürfen. Hier würde ich definitiv von einem Mietwagen abraten. Mir persönlich wäre Tansania für vier Wochen auch zu lang da es eigentlich nur Natur und Tiere zum angucken gibt. Eventuell wäre eine Kombi mit Sansibar (Badeaufenthalt) interessant aber selbst dann würde ich „nur“ drei Wochen gehen.

Servus
Rolf

Moin,

Eine Freundin und ich möchten gerne nächstes Jahr im Februar
nach Tansania oder Vietnam in Urlaub fahren.

Zu Tansania kann ich nichts sagen, aber evtl. ein bisschen was zu Vietnam.

Was meint Ihr??? Sind das Länder, die man gut alleine mit dem
Mietwagen bereisen kann???

Vietnam kann man gut - wenn man ein bisschen gefütterte Nerven hat :wink: - auch allein bereisen. Aber mit einem Mietwagen würde ich das ehrlich gesagt nicht tun. In den Städten herrscht ein derartiger - überwiegend Moppeds - Verkehr, dass ich mich da keinesfalls mit einem motorisierten Untersatz fortbewegen würde. Über Land kann man die Straßen teilweise kaum Straßen nennen, so kaputt sind sie (ich nehme nicht an, dass sich in den vergangenen 5 Jahren viel verändert hat in dieser Hinsicht).

Und wie lange sollte man sich Zeit
lassen??? Wir würden bis zu 4 Wochen Urlaub bekommen…

Wenn Ihr das gesamte Land und vielleicht sogar noch Abstecher nach Kambodscha (Ankor Wat?) machen wollt, braucht Ihr mindestens das doppelte an Zeit (egal ob mit Mietwagen, Bus oder Bahn).

Nur so als Beispiel: ich bin in Saigon gestartet, hab mir das Mekong-Delta - flüchtig - angesehen, bin dann mit Bussen über mehrere Etappen nach Hue gefahren (da waren dann schon mehr als 14 Tage rum). Um noch wenigstens ein paar Tage in Hanoi zu haben, bin ich dann letztlich von Hue nach Hanoi geflogen, anstatt mit dem Zug zu fahren. Ich hatte drei Wochen Zeit und das war viel, viel zu wenig (ganz zu schweigen, dass man da irgendwelche Ausschweifungen wie Ankor Wat noch hätte einbauen können).

Gruß
Demenzia

Hi!

Ich kann nur zu Vietnam etwas sagen:

Mietwagen ist möglich, allerdings wurden die vor ein paar Jahren immer mit Fahrer angeboten. Kann man überall buchen, kleine Reisebüros gibts genug.

Ich bin aber der Ansicht, daß man in Vietnam nicht wirklich einen Mietwagen braucht. Es gibt ganz gute Busverbindungen, mit denen man überall hinkommt. Die Busse sind sehr günstig, man darf halt nicht von europäischen Verhältnissen ausgehen. Sind halt für kleine Asiaten ausgelegt und die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf guten Strassen liegt bei etwa 40km/h.

Kann mich noch gut an eine Engländerin erinnern, die dem Busfahrer um 8:00 Uhr morgens 200km vor Na Trang erklärte, sie muss unbedingt um 10:00 Uhr dort sein, weil sie den Zug erwischen muß. Als dieser meinte, dass das nicht möglich ist hat sie so lange herumgewirbelt bis der Fahrer lächelnd ein OK gegeben hat. Angekommen sind wir um 13:00. Was ich damit sagen will: die Ankunftszeiten der Busse sind völlig variabel, nicht zu eng planen. Wir hatten immer Verspätung, z.B. von Hanoi bis Hue über 7 Stunden. Die Abfahrtszeiten wurden so halbwegs eingehalten.

Ich würde Hanoi anfliegen und zurück von Saigon fliegen, der Norden ist etwas frisch um diese Jahreszeit, das ändert sich erst wenn du über den Wolkenpass kommst, da hats dann schlagartig 30 Grad.

Die Vietnamesen können manchmal recht anstrengend sein, weil sie jedem Touristen was verkaufen möchten. Vor allem dort wo sich mehr Touristen herumtreiben, am Land ist es nicht so schlimm. In so einem Fall ignorierst du die Verkäufer am besten, gar kein Gespräch anfangen. Ansonsten sind sie aber sehr freundlich und höflich, für alleinreisende Frauen wahrscheinlich (Vorurteil) angenehmer als Afrika.

Grüße
Dusan

Hi,

ich kann wiederum nur zu Tansania was sagen und nicht zu Vietnam.

Zwar habe ich keine Erfahrungen mit Mietwagen in Tansania, aber ich bin erstens in Kenia mit eigenem (Dienst-)Wagen gefahren und zweitens habe ich ein Jahr lang Safaris in Tansania und Kenia begleitet, teilweise bin ich in den Parks auch selbst gefahren.

Daher folgendes:
Wenn Du Nationalparks besichtigen und viele Tiere sehen möchtest, dann macht das ohne Erfahrung im Mietauto ohne Fahrer wenig Sinn. Man kann es machen und man sieht auch viele Tiere, aber man sieht halt nur einen Bruchteil von dem, was man sehen könnte, wenn man jemanden dabei hat, der Ahnung hat.

Wenn Du im Nationalpark fährst (in den meisten braucht man übrigens keinen Allrad, da würde ich Rolf widersprechen. Die Tourunternehmen fahren viel mit Nissan-Bussen rum, die nur Zweiradantrieb haben. Allerding haben die meisten Schneeketten dabei, falls sie irgendwo im Schlamm stecken…) musst Du zum einen auf den Weg achten. Das sind Wellblechpisten, große Löcher, große Pfützen etc. Damit bist Du so beschäftigt, dass Du nicht zum Tiere suchen kommst.
Wenn Du es schaffst, nach Tieren Ausschau zu halten, sollte man Ahnung haben, wo man am besten sucht, wie die Silhouetten der Tiere zu interpretieren sind, wo man hinfährt, weil es in dem und dem Gebiet die se und jene Viecher häufiger gibt. Beispiel: Nach Löwen sucht man am besten unter Sträuchern, Leoparden findet man am besten, wenn man in den Bäumen nach deren Beute sucht.

Die Safarifahrer tauschen sich untereinander aus, wer wo was gesehen hat. Dabei benutzen sie eine „Geheimsprache“, d.h. sie reden nicht mit den normalen Swahili-Wörtern von den Tieren, sondern nennen Löwen „Großkopf“, Giraffen „Langhals“ etc., damit die Touristen nicht heiß gemacht werden und - wenn das Tier schon weg ist, wenn man dort anlandet - enttäuscht sind.

Mein Fazit also: Für Safari ist es nicht sinnvoll, im eigenen oder im Mietauto durch die Gegend zu fahren.
Allerdings sind Safaris in Tansania das Schönste, was man sich überhaupt vorstellen kann (wenn man gerne Tiere sieht) !

Schöne Grüße
Burkhard

Hi Burki,

Wenn Du im Nationalpark fährst (in den meisten braucht man
übrigens keinen Allrad, da würde ich Rolf widersprechen.

Aber im Lake Manyara und Ngorongoro hätte ich mit nem Nissan Bus nicht unterwegs sein mögen.

bye
Rolf

Hallo susanne!
dort urlaub machen?
Helft den Menschen dort, das ist besser!
Was habt ihr für Probleme: keine!!
MfG

Moin,

und was tut man wenn man dort Urlaub macht? Man bringt Geld mit und gibt es dort aus.

Aber die Diskussion sollte man eher im Philo-Brett führen.

bye
Rolf

Mahlzeit,

kann mich Rolf nur anschließen!

Was habt ihr für Probleme: keine!!

Es kann nichts schaden, wenn Menschen aus vermeintlich (!) problemlosen Gegenden dieser Erde, Probleme anderer Länder sehen und damit kennen lernen.

Es nützt niemdandem etwas, wenn Menschen entweder nicht informiert sind oder völlig unwissend über etwas debattieren…

Grüße
Demenzia

ist doch egal…
menuh,
ich finde das total spontan und geil:

also ich haette schon probleme, ueberhaupt so ein reiseziel auszuwaehlen, da ich mit 21 ueberhaupt kaum aus meinem dorf rauskam…
da stellte sich eher die frage, ob nach dem melken zu fuss in die dorfkneipe, oder mit dem rad ins nachbardorf, um dort den maibaum zu klauen oder die landwirtstoechter zu schwaengern…

tansania und vietnam haben auch kaum topographische, ethnische oder sonstwelche gemeinsamkeiten ( ausser armut ) , und somit stelle ich zur ueberlegung, einfach je 14 tage BEIDE laender zu besuchen - dann muss keine entscheidung gefaellt werden, man macht garantiert nichts falsch und hat zeit gewonnen, weitere schoene reisen zu planen und andere daran teilhaben zu lassen.

gruss + gute reise
khs

Hallo

Helft den Menschen dort, das ist besser!

Helfen? Wobei denn?

Die Armut - zumindest in O-Afrika - hat nichts mit fehlendem Geld zu tun, sondern damit, daß die Leute dort völlig anders gestrickt sind.

Naja, das führt jetzt zu weit.

Gruß S

Hi,

In Tansania kannst Du zwar auch fahren, Du wirst aber
Schwierigkeiten haben Deine Route zu finden. Weiterhin sind
viele Nationalparks schwer zugänglich so dass Du einen Allrad
brauchst und einige Straßen wirst Du ohne Permit nicht fahren
dürfen. Hier würde ich definitiv von einem Mietwagen abraten.
Mir persönlich wäre Tansania für vier Wochen auch zu lang da
es eigentlich nur Natur und Tiere zum angucken gibt. Eventuell
wäre eine Kombi mit Sansibar (Badeaufenthalt) interessant aber
selbst dann würde ich „nur“ drei Wochen gehen.

Für den Landrover mit Fahrer vom Safariunternehmen spricht auch, daß man von der Polizei (die nur Dein bestes will - Dein Geld nämlich) nie angehalten wird; offenbar gibts da eine Anweisung von oben, damit der Ruf des Landes nicht zu sehr leidet. Inländer (und auch dort arbeitende Europäer) werden sehr oft angehalten, damit man den Polizisten ein wenig „Soda“ geben möge.

Gruß S