Virustotal

Hallo,

ich weiß nicht ob das der richtige Thread dafür ist… also wenn nicht bitte verschieben.

Mich interessiert sehr, wie so ein Service von Virustotal funktioniert.
Also ich weiß das man eine Datei hochlädt, sie dann überprüft wird von den Scannern und anschließend wir ein Ergebnis angezeigt. Aber mich interessiert, wie es gemacht wird, das gefährliche Sachen nicht dort alles larmlegen würde und ob alle Scanner auf einem Server sind und wie die Scanner angewiesen werden die Datei zu scannen usw.
Die Technik die dahinter steht, interessiert mich sehr.
Und dann wollte ich noch fragen, ob es stimmt, das wenn man eine Heuristik Virus findet und man ihn dort hochlädt, das dann automatisch die Datei an die Virenscanner Anbieter gesendet wird, und die Virusscanneranbieter anschließend Updates gegebenenfalls bereitsellen.
Und man so teoretisch den Virenschutzherstellern hilft wenn man die Datei dort hochlädt.

Danke für die Antworten, ich bin schon sehr gespannt.

Hy,

Mich interessiert sehr, wie so ein Service von Virustotal
funktioniert.

Ein Link hierzu wäre nett gewesen. Ich habs denke ich trotzdem gefunden (.com).

Also ich weiß das man eine Datei hochlädt, sie dann überprüft
wird von den Scannern und anschließend wir ein Ergebnis
angezeigt. Aber mich interessiert, wie es gemacht wird, das
gefährliche Sachen nicht dort alles larmlegen würde und ob
alle Scanner auf einem Server sind und wie die Scanner
angewiesen werden die Datei zu scannen usw.

Ich schätze mal, das es ein gehärtetes System ist auf dem keinerlei Dienste laufen, an das schickt man dann die Datei, lässt die „scannen“ und gibt lediglich die Ergebnisse zurück. Alles weitere wird dir aber sicherlich der Anbieter der Website gerne erklären.

Und dann wollte ich noch fragen, ob es stimmt, das wenn man
eine Heuristik Virus findet und man ihn dort hochlädt, das
dann automatisch die Datei an die Virenscanner Anbieter
gesendet wird, und die Virusscanneranbieter anschließend
Updates gegebenenfalls bereitsellen.
Und man so teoretisch den Virenschutzherstellern hilft wenn
man die Datei dort hochlädt.

theoretisch, ja.

Gruß
h.

Hallo,

Ich schätze mal, das es ein gehärtetes System ist auf dem
keinerlei Dienste laufen,

wozu?
Wenn man Dateien nur scannt, wird doch kein Virus aktiv - wenn nicht der Virenscanner von einem dazu komplett unfähigen programmiert wurde.
Gruß
loderunner

Hallo Fragewurm,

Also ich weiß das man eine Datei hochlädt, sie dann überprüft
wird von den Scannern und anschließend wir ein Ergebnis
angezeigt. Aber mich interessiert, wie es gemacht wird, das
gefährliche Sachen nicht dort alles larmlegen würde und ob
alle Scanner auf einem Server sind und wie die Scanner
angewiesen werden die Datei zu scannen usw.

Eine Datei ist eine Sammlung von Bits und macht von selbst mal gar nichts !

Der Befehl FORMAT, welcher die ganze Festplatte löscht, liegt ja auch bei dir auf der Festplatte rum und macht da gar nichts !

Erst wenn eine Datei in den Programmspeicher geladen und ausgeführt wird, kann sie Schaden anrichten.

Praktisch muss also eine verseuchte Datei erst als Programm gestartet werden.
z.B. Textdokumente waren ursprünglich sicher. Erst als man anfing Macros so zu gestalten, dass man damit richtige Programme schreiben konnte und diese schon automatisch beim laden gestartet werden, hat man der ganzen Malware Tür und Tor geöffnet. Selbiges gilt auch für HTML, also der Sprache mit welcher Webseiten dem Browser übermittelt werden …

Die älteste Malware sind eigentlich die Trojaner. Die Grossrechner waren so gut abgesichert, dass ein normaler User keine Möglichkeit hatte das System lahmzulegen, das heftigste was er anstellen konnte, war seine eigenen Daten zu vernichten.
Man schrieb also Programme, welche dem Administrator eine Aufgabe vereinfachten, dabei hat man sich richtig Mühe gegeben. Zusätzlich hat das Programm aber, im Hintergrund, noch ein paar andere Dinge gemacht. z.B. hat es einfach einen neuen Benutzer mit Administratorrechten angelegt. Damit konnte sich dann der Trojaner-Programmierer an diesem Rechner einloggen und wie ein offizieller Administrator mit dem Rechner arbeiten.

Eine andere Methode ist es, Programmfehler auszunutzen und ein Programm gezielt zum Absturz zu bringen. Auch fehlerhafte Programme, funktionieren immer streng logisch, die CPU kann sich ja nicht anders verhalten. Wenn man so einen Fehler auf Assembler-Ebene analysiert, kann es sein, dass es einen Weg gibt eigene Daten als Programm ausführen zu lassen oder Funktionen des Betriebssystems zu starten, welche normalerweise nicht zugänglich sind. Man muss dann dieses Programm nur mit den genau passenden falschen Daten füttern um das gewünschte Verhalten herbeizuführen.

Einen Fehler dieser Art hat z.B. Sasser ausgenutzt, Stichwort: Bufferoverrun. Eigentlich ein typischer Anfänger-Fehler eines Programmierers.
Dabei wird z.B. ausgenutzt, dass hinter einem Speicherblock für Daten Programmteile abgelegt sind.
Ethernet kann Datenblöcke bis 64 KiByte übertragen, die aktuelle Blockgrösse steht am Anfang eines Datenpaketes. Wenn ich nun eine Dienst definiere, welcher über Ethernet gesteuert wird, kann es sein, dass ich dafür nur maximal Blöcke mit 4KiByte benötige. Diese werden in einem vorher definierten Speicherblock abgelegt und verarbeitet. Um Speicherplatz zu sparen, definiere ich für diesen Block auch nur die maximal benötigten 4KiByte. Wenn ich nun einen Datenblock vom Netzwerkcontroller erhalte, sollte ich zuerst die Blockgrösse überprüfen. Wenn die grösser als vorgesehen ist, liegt ein Fehler vor.
Wenn ich das aber vergesse und dem Netzwerkcontroller einfach nur sage wo er die Daten hinschmeissen soll, tut er das auch. Ist der Datenblock aber jetzt 64KiByte gross, wird zuerst der vorgesehene 4KiByte beschrieben und danach noch 60KiByte welche sich dahinter befinden … Auch wenn dort mein Programm abgelegt ist, wird es normalerweise einfach abstürzen, da die Daten keinen Sinn als Programm ergeben. Allerdings kann ich auch in diesen 60KiByte ein eigenes Programm verstecken, welches dann gezielt mein eigenes überschreibt …

Man muss also einfach nur gezielt verhindern, dass der hochgeladene Virus nicht als Programm ausgeführt werden kann !!

MfG Peter(TOO)

Hallo,

jetzt weiß ich wie die es machen, das Ihr System sich nicht larm legt.
Aber mich interessiert jetzt noch, wie die es schaffen, das die Ergebnisse auf die Webseite angezeigt werden und ob wohl mehre Server mit je einem Virenschutz sind oder alle auf einem jedoch nur als Scanner…
Ich weiß nicht ob der Anbieter das einem genau erklären könnte, da ja viele solche Fragen stellen würden.
Oder wird das ganz einfach per php geregelt?

Naja:
Datei wird hochgeladen und auf der Platte des Servers abgelegt.
Virenscanner scannt Datei und Ergebnis wird angezeigt.
Fertig.

Die „Technik“ ist nun wirklich nicht besonders interessant.

Hallo Fragewurm,

Aber mich interessiert jetzt noch, wie die es schaffen, das
die Ergebnisse auf die Webseite angezeigt werden und ob wohl
mehre Server mit je einem Virenschutz sind oder alle auf einem
jedoch nur als Scanner…

Nicht alle Scanner vertragen sich miteinander, aber es gibt ja die Möglichkeit Virtuelle Maschinen anzulegen. Ob jetzt alle auf einem Computer laufen oder auf mehrere verteilt werden, ist schlussendlich nur eine Frage der kosten und der gesammten Laufzeit.

Ich weiß nicht ob der Anbieter das einem genau erklären
könnte, da ja viele solche Fragen stellen würden.
Oder wird das ganz einfach per php geregelt?

Es gibt tausende von Möglichkeiten, wie man dynamische Webseiten erstellen kann, PHP ist nur eine Möglichkeit.

MfG Peter(TOO)

Ich finde es nicht so einfach… hinter dem ganzen steht bestimmt ne menge Arbeit. z.B. wie die Scanergebnisse auf der Homepage kommen…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich finde es nicht so einfach… hinter dem ganzen steht
bestimmt ne menge Arbeit. z.B. wie die Scanergebnisse auf der
Homepage kommen…

Naja, der Scanner meldet: Infiziert ja oder nein. Das schreibst du dann auf die Homepage. Was soll daran besonders schwierig sein?