Vision? - Deutung?

was verstehst du denn unter gott?

Hallo René,

für mich steckt in dem Wort „Gott“ (das ich ja nicht erfunden habe) eine Frage, keine Antwort.
Die Antwort auf diese Frage geben wir Menschen mit unserem Leben.
Wir leben unseren Alltag in einer subjektiven Werteordnung, Prioritätenliste, Sinnrichtung.
Das Wort „Gott“ ist eine Anfrage an diese Sinnrichtung.

Gruß,
Quest

Hallo René

natürlich kann ich dir kein experiment nennen, daß die
nicht-existenz gottes untermauert. aber tagtäglich zeigt die
wissenschaft und darüber hinaus einfach der gesunde
menschenverstand, was gott alles nicht getan hat. und sein
raum wird immer enger.

Also hier widersprichst Du Dir. Erst sagst Du, es sei kein Experiment möglich und dann sagst Du, daß es tagtäglich ausgeführt wird. Woher weisst Du, was Gott nicht getan hat, wie willst Du dies tagtäglich sehen?? Ist etwas nur deswegen nicht von Gott getan, weil es wiederholbar ist?

innerhalb dieses universums bedarf es
keiner göttlichen macht, um irgendetwas zu erklären.

Das hast Du selbst widerlegt. Du hast selbst Beispiele gebracht, in der der „normale Geist“ eine solche Erklärung benötigt. Du meinst damit vermutlich, daß Du kein schwächlicher normaler Geist bist und daher auf eine solche Erklärung verzichtest, aber vielleicht bist Du ja lediglich ab-normal? :wink:)

aber man sieht doch wie unglaubwürdig diese methodik ist.

Nein, das ist nicht unglaubwürdig, sondern normale wissenschaftliche Methodik. Am Anfang dachte man auch, Licht hätte Wellencharakter, Zeit wäre absolut oder Atome wären unteilbar, aber dann wurde man doch eines besseren belehrt.

Natürlich interpretieren die Menschen Gott innerhalb ihrer Vorstellungswelt, messen ihn an ihren Erfahrungen und benutzen ihre Kultur, aber wie gesagt, das ist nicht die Schuld von Gott. Gott bleibt derselbe, aber wir Menschen lernen halt ständig dazu.

und heute, wie definierst du heute deinen gott? welche
„korrekturen“ werden heute vorgenommen, um gott noch sein
existenzminimum zu garantieren?

Nun, unsere Welt, unsere Vorstellungen sind geprägt von den Naturwissenschaften. demgemäß hat mein Gott sehr viel mit Naturwissenschaften zu tun. Für mich ist Gott überall, insbesondere auch dort, wo Du nur normale wiederholbare Vorgänge siehst. Damit ist Gott von dem Minimum des falschen Gottesbildes wieder auf alles und darüber hinaus gehoben.

Ich weiß aber nicht, wie ich meine Vorstellungen in wenigen Sätzen zusammenfassen kann. Am besten schaust Du mal auf meine Homepage, wenn es Dich wirklich interessiert. Dort habe ich begonnen, meine Vorstellungen zusammenzufassen, die Formulierungen sind aber noch nicht besonders und manches ist noch etwas unausgegoren - aber ich arbeite dran.

Gruß
Thomas

Hallo lehitraot

ich lese, daß du naturwissenschafter bist.

was ist dein persönliches argument für gott als hypothese?

Ganz einfach - meine Erfahrungen. ich habe Dinge erlebt und in mir Veränderungen festgestellt, die mich geradezu dazu gezwungen haben, einen Gott für real zu nehmen. Ich wollte das gar nicht - mein Weltbild war ganz anders - aber meine Erfahrungen haben die Existenz Gottes klar bewiesen.

Aber wie das eben so ist, meine Erfahrungen sind subjektiv und damit ist mein Beweis auch subjektiv. ich kann niemanden diesen Beweis andrehen, sondern nur erzählen, wie man zu den erfahrungen kommen kann.

Gruß
Thomas

hiho quest,

mich dünkt, ich kann dir nicht ganz folgen :frowning:
kannst du das vielleicht etwas ausformulieren?

grüße, rené

interessant…
hallo thomas,

lese grade deine ausführungen auf deiner site,
kann sehr gut nachvollziehen was du dort schreibst, ähnliches findet sich auf tagebuchähnlichen kladden meinerseits. finde ich gut, daß du versucht hast das zu sortieren und zu veröffentlichen.
grüße, rené

Klar, René,
das könnte ich, ich bin schließlich Theologe :wink:

Aber ich glaube, du hättest bald genug davon.

Wenn du nur einfach mit der allzu raschen Entsorgung des Wortes „Gott“ warten und noch ein bisschen darüber nachdenken würdest?

Gruß,
Quest

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hallo quest,

na, wenn ich schon einen theologen erwischt habe :smile:
warum ist es so wichtig für die menschen, daß sie einen sinn in all dem sehen? warum ist es so unabdingbar, daß mehr dahinter steckt?
grüße, rené

Hallo René,

du hast längst einen „Sinn“, d.h. eine Richtung, eine Prioritätenliste (s.o.), nach der du lebst.
„Gott“ ist nicht der Sinn, sondern „Gott“ (dieses zweifellos vorhandene Wort) fragt nach deinem Sinn.

Gruß,
Quest

P.S. Ab morgen bin ich übrigens für zwei Wochen verreist, ohne PC…