Vista wollte/will (?) nicht mehr hochfahren

Hallo,

ich hatte folgendes Problem: Vor Installation der neuesten Version von PDFCreator hatte ich die alte Version wie üblich durch Revo Uninstaller (gründlichster Modus) beseitigt. Beim Neustart fuhr Vista nicht mehr hoch (Blackscreen nach RAM-Check), keine Auswahl zwischen Normalstart / und abgesichertem Modus. Die Systemstart-Reparatur + der Rückgriff auf den Systemwiederherstellungszeitpunkt mittels Vista-DVD brachten nichts. Die Speicherdiagnose lief immer ohne Fehlermeldung bis 99%, dann blieb sie (augenscheinlich) hängen. Nach Neustart mittels Strg/Alt/Entf wieder Blackscreen. Dann habe ich die Speicherdiagnose nochmals laufen lassen und den Laptop über Nacht nicht ausgeschaltet. Am nächsten Morgen war Vista wieder da :smile:). Jetzt habe ich natürlich Bedenken, den Rechner runter zu fahren - ohne ihn schlimmstenfalls wiederbeleben zu können.

Meine Vermutung: Durch Revo Uninstaller ist irgendein Windows-Treiber mit gelöscht worden (ich werde künftig nur noch den mittleren Modus - wenn überhaupt - verwenden).

Hat jemand eine Idee, wei ich rausfinden kann, an welcher Stelle Vista beim Hochfahren immer hängen blieb?

Danke!

VG,
Olaf

Hallo,
legt VISTA einen automatischen Wiederherstellungspunkt an, kann es mitunter zu einem verzögerten Start kommen. Des Weitern können USB-Geräte ebenfalls dazu führen, das es längere Zeit zu einem schwarzen Bildschirm während des Bootvorgangs kommt. Wahrscheinlich hast du beim ersten Mal nur nicht lange genug gewartet, dann sind Folgefehler natürlich denkbar.
Nach einem Neustart kannst du den letzten ordnungsgemäßen Systemzustand ggf. auswählen.

LG Culles

Danke für die schnelle Antwort. Ich hatte allerdings bei den Startversuchen jeweils 1-2 Stunden gewartet - ohne, dass der Rechner hochfuhr. USB-Geräte waren nicht angeschlossen, hatte ihn von Dockingstation/Hub abgenommen. Das Anlegen von Wiederherstellungspunkten hatte ich (riskanterweise, gebe ich zu) ausgeschaltet, da meine 52 GB-C:-Partition nur noch etwa 5 GB frei hat und für die WHP bis 15% des Partitionsplatzes benötigt werden (hier also ca. 8 GB). Auch auf D:\ (22 GB) reicht der Platz nicht.

Idee: Gibt es die Möglichkeit, den WHP für C:\ auf einer externen FP (da habe ich genügend Platz) speichern zu lassen? Für den worst case hieße das: Start über Vista-DVD -> Wiederherstellen -> ext. FP für das Aufrufen des WHP auswählen. Wie lade ich den Treiber für die ext. FP? Auf Datenpartition speichern und üper DOS-Prompt aufrufen? Wenn ja, wie heisst der entsprechende DOS-Befehl?)

Wenn nicht, werde ich die umfänglicheren Programme wohl auf C: de- und auf der Datenpartition neuinstallieren müssen, um auf C:\ Platz zu schaffen …

VG,
Olaf

Hallo,

mit dem Befehlszeilenkommando vssadmin können die bestehenden Schattenkopien (Basis der Wiederherstellungspunkte) angezeigt und der zur Verfügung gestellte Speicher verändert werden:

Vssadmin List Provider zeigt die registrierten Volumeschattenkopie-Anbieter an.

Vssadmin List Shadows zeigt bestehende Volumeschattenkopien an.

Vssadmin List ShadowStorage zeigt Volumeschattenkopie-Speicherassoziationen an.

Vssadmin List Volumes zeigt Volumes an, auf denen Volumeschattenkopien erstellt werden können.

Vssadmin List Writers zeigt abonnierte Volumeschattenkopie-Verfasser an.

Vssadmin Resize ShadowStorage /For=FürVolumespec /On=AufVolumespec [/MaxSize=MaxGrößespec]
ändert die maximale Größe für eine Schattenkopie-Speicherassoziation zwischen FürVolumespec und AufVolumespec. Durch Ändern der Speicherassoziation können Schattenkopien verloren gehen. Ohne Angabe von MaxGrößespec ist das Speicherlimit uneingeschränkt. Durch Löschen bestimmter Schattenkopien wird der Schattenkopie-Speicherplatz kleiner. MaxGrößespec muss 300 MB oder größer sein und kann mit folgenden Einheiten verwendet werden: KB, MB, GB, TB, PB und EB. B, K, M, G, T, P und E können auch verwendet werden. Ohne Suffixangabe wird MaxGrößespec in Bytes angegeben. Falls es sich beim Anbieter um den Microsoft-Anbieter handelt, muss MaxGrößeSpec 100 MB oder größer betragen.

Beispielsyntax:
vssadmin Resize ShadowStorage /For=C: /On=D: /MaxSize=900MB

Vssadmin habe ich noch nicht ausgiebig getestet. Ob das auch mit externen Festplatten funktioniert, weiß ich auch nicht. Das könntest du ja mal testen und berichten.

Alternative 1:
In der Registrierungdatenbank kann man unter LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\
SystemRestore\DiskPercent
sowie Arbeitsplatz\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\SystemRestore\cfg jeweils den Prozentsatz des Festplattenspeichers, den VISTA zur Ablage der Volumenschattenkopien verwendet verkleinern oder erhöhen.
Sinnvoll ist auch, die Anzahl der automatischen Wiederherstellungspunkte, die in Aufgabenplanung festgelegt sind, zu reduzieren, damit du signifikantere Punkte zur Verfügung hast:
Die Trigger findest du unter in der Aufgabenplanung unter Aufgabenplanungsbibliothek / Microsoft / Windows / SystemRestore. Durch Doppelklick auf die Aufgabe SR und Wahl der Registerkarte Trigger gelangst du zur Auswahlliste, die du nun bearbeiten kannst.

Alternative 2:
Du verzichtest auf die Wiederherstellungspunkte und machst nach größeren Änderungen mittels einer LiveCD eine Spiegelung oder ein Backup der gesamten Festplatte c: auf ein externes Laufwerk, z.B. mittels der Freeware EASEUS Todo Backup oder EASEUS Disk Copy
http://www.easeus.com/disk-copy/

LG Culles

Super, danke für die ausführlichen Tipps! Ich probiere es mal, vssadmin hat er mir allerdings eben mit „Fehlenden Admin.rechten“ abgewiesen - obwohl ich nur ein Benutzerkonto habe …

An die Gesamtspiegelung habe ich auch schon gedacht. Bislang habe ich (nur) alle Daten Areca gesichert, was gut läuft und den direkten Zugriff auf die Dateien ermöglicht (ohne kompliziertes Rückverwandeln aus einem Komprimierungsformat).

VG,
Olaf

Hallo,

du hast Recht , vssadmin verlangt Benutzerrechte. Die musst als die Konsole als Administrator starten. Gebe im Suchfeld cmd ein, klicke oben auf das Symbol mit der rechten Maustaste und wähle „Als Administrator ausführen …“ aus. Jetzt öffnet sich die Konsole mit allen Rechten und vssadmin müsste funktionieren.

Areca Backup ersetzt keine Systemwiederherstellung, da es aus Windows heraus läuft und nicht alle Systemdasteien sichern kann (soweit mir bekannt). Easeus Backup hingegen kann man mit einer LiveCD starten und Windows-unabhängig ausführen. Auch kann man vorhandene Backups mounten, d.h. das Archiv öffnet sich und man ist in der Lage, wie bei einer realen Baumstruktur, auf einzelne Dateien zugreifen zu können.

LG Culles

Danke für die zusätzlichen Infos!!

VG,
Olaf