Hallo,
das Prinzip beruht auf den physiologischen und anatomischen Eigenschaften des Auges. Ich werde es hier nur ganz kurz und allgemein darstellen, da eine genaue Erklärung den Rahmen sprengte.
Im Auge finden sich bestimmte Zellen, die bei dem Auftreffen von Licht bestimmter Wellenlänge elektrische Impulse an das Gehirn leiten. In diesen Zellen findet sich ein so genanntes Sehpigment, das für jede Zelle Licht aus einem bestimmten Bereich des Farbspektrum absorbiert, so dass einige Zellen für lang-, einige für mittel- und einige für kurzwelliges Licht empfindlich sind. Alle Farben entstehen durch die Reaktionen der drei Pigmentarten im Auge anhand des „Mischungsverhältnisses“ ihrer Aktivität durch auftreffendes Licht, ganz so wie man Farben aus einem Tuschkasten zusammenmischen kann.
Nun wird dieses Pigment bei Auftreffen von Licht „seiner“ Wellenlänge verbraucht, und die Zelle muss neues bilden, um weiter Informationen an das Gehirn liefern zu können. Dies geht blitzschnell, aber wenn man einen derartigen Versuch macht wie auf der Internetseite, dann wird das Pigments zur Wahrnehmung einer bestimmten Wellenlänge verbraucht ist und muss nachgebildet werden. Dies erklärt, warum die Kreise bei Konzentration auf das Fixationskreuz verschwinden.
Die Farbveränderung ist ein so genanntes Nachbild. Wenn ein visueller Wahrnehmungseindruck entsteht, obwohl die ursprüngliche Stimulationsquelle entfernt wurde, entsteht je nach ursprünglichem Reiz ein Nachbild in der komplementären Farbe (negatives Nacbild) oder eines mit der gleichen Farbe und gleichen Helligkeit (positves Nachbild). Dieses Phänomen wird durch die Verschaltung der Neuronen und Wahrnehmungszellen des Auges und die so genannten Gegenfarbzellen erklärt. Die Gegenfarbzellen zeigen dann eine Reaktion, wenn Licht einer bestimmten Wellenlänge auf sie trifft, werden aber durch Lichteinfall einer anderen Wellenlänge in ihrer Aktivität gehemmt.
Steckt da irgendein ganz einfaches, bekanntes, Prinzip
dahinter,
Wie Du siehst, steckt da selbstverständlich ein Prinzip hinter, aber „einfach“ ist es sicherlich nicht.
oder muss man sich fragen, was denn von dem, was wir
wahrnehmen, auch tatsächlich so ist *g* ?
Wahrnehmung ist ein psychologisches Phänomen.
Viele Grüße,
Sam