Vitamine fürs Zahnfleisch?

Hallo!
Mein Freund hat ziemliche Probleme mit dem Zahnfleisch und ist deshalb häufig in ärztlicher Behandlung und schon komplett fertig mit den Nerven. Ich hab ihn schon mit Meridol Zahnpasta und Mundspühlung eingedeckt und auch mit Wasserstoff usw.
Jetzt hab ich mir überlegt ob man nicht auch indirekt das Zahnfleisch unterstützen könnte?
Er ist Raucher, was natürlich dazu beiträgt, dass sein Zahnfleisch ist, wie es ist, aber aufhören kann er auch nicht. Also tippe ich mal darauf, dass Vitamin C genommen werden sollte, stimmt das? Außerdem höre ich in der WErbung immer wieder dass Vitamin E helfen soll den Rückgang des Zahnfleisches zu verhindern.
Würde also mal diese beiden Vitamine in der Apotheke besoregen.
Habt ihr ansonsten noch Tipps was helfen könnte?

Danke!
lg infi

Mein Freund hat ziemliche Probleme mit dem Zahnfleisch und ist
deshalb häufig in ärztlicher Behandlung und schon komplett
fertig mit den Nerven.

Servus Infi,
würde es Dir etwas ausmachen, den Begriff ‚Probleme mit dem Zahnfleisch‘ mit etwas konkreteren Inhalten zu füllen. Sonst haben wir nämlich Probleme mit der Antwort :wink:)

Kai

Ach so ja… Sorry *smile*

Ok… Also das Problem ist, dass es (das Zahnfleisch) immer mal wieder anschwillt, sich entzündet oder auch blutet. Auf jeden Fall immer schmerzhaft. Die Entzündung klingt dann nach einigen Tagen wieder ab, kommt dann aber an anderer Stelle nach ca einem Monat wieder.
Außerdem geht sein Zahnfleisch langsam aber sicher zurück, wodurch er auch schon Angst hat seine Zähne auf lang oder kurz zu verlieren.
Ich weiß jetzt nicht ob das spezifisch genug war… hm?

Ich hab eben den Verdacht, dass das Rauchen stark dafür verantwortlich ist und auch, dass seine Zähne, die teils schief stehen, einfach viele Ziwschenräume bilden, die für Bakterien ein idealer Wohnort sind. Er hat sich jetzt schon ein paarmal professionell die Zähne reinigen lassen, aber so richtige Erfolge haben sich dadurch auch nicht eingestellt.

lg infi

Servus Infi,

die weltweit vertretene Lehrmeinung ist, daß Entzündungen des Zahnfleisches von Bakterien verursacht werden. Das ist nicht nur eine Bakterienart, sondern eine ganze Menge, die die Mundhöhle als Heimat benutzen. (Prevotella intermedia, Porphyromonas und der beliebte actinobacillus actinomycetemcomitans gehören zu den ekelhafteren Vertretern dieser Parasiten) - Das schreibe ich nur hin, um meine hohe fachliche Kompetenz anzudeuten, und damit Du was zum googeln hast :wink:).

Als weitere Variable kommt noch die Abwehrkompetenz des ‚Wirtsorganismus‘ (Dein Freund also) dazu. Diese Kompetenz ist bei ihm statistisch sicher durch das Rauchen verringert, und zwar deutlich. Neben der ererbten (und variablen) Ausstattung der Abwehrmechanismen variiert der Gesundheitszustand (Diabetiker z.B. kriegen leichter Zahnfleischentzündungen), die hormonelle Situation, der Ernährungsszustand (Vitamine, Mineralien) und der Lebensstil (Zähneputzen, Zahnseide - ja, oder nein, wieviel Marlboro, Caipi etc.?). Das Zahnfleich hat nur eine sehr dünne schützende Epithelschicht, ist immer naß, und der Mund bietet gute Brutbedingungen (37 Grad Celsius). Der Zahn ist im Knochen mit Hilfe hochkomplexer Bio-Federelemente aufgehängt, die bei Entzündungen rasch zerstört sind. Unter diesen Bedingungen ist es eh’ ein Wunder, daß wir jenseits der dreissig noch die meisten Zähne haben. :-0

Das ist nur so, weil die meisten von uns doch das tun, was ihnen die Mama eingetrichtert hat, nämlich Mundygiene betreiben. Daß das verschieden betrieben werden kann, merkt man, wenn man die ersten Male neben dem neuen Bettgenossen im Badezimmer steht - da gurgelt der eine mehr, als er putzt, da schrubbt sich der andere das Zahnfleisch von den Wurzeln.

Was mich an Deiner Schilderung wundert: zur professionellen Zahnreinigung gehört UNVERZICHTBAR die individualisierte Beratung und Überwachung in Sachen Mundhygiene. Dein Freund müßte z.B. schon wissen, daß Entzündung (Schwellung. Blutung) und Zurückgehen des Zahnfleisches zwei Paar Stiefel sind. Er müßte geeignete Mittel (Zahnseide, Zahnzwischenraumbürste) kennen und gezielt einsetzen. Wenn er all dies schon tut (?) wird’s internistisch. Nikotin absetzen (doch, doch - kann man), Blutzucker testen lassen. Vielleicht auch mal die Hygienikerin wechseln.

Gott, ist das ein Roman geworden - sorry. Wahr ist trotzdem: ein gesunder junger Mann im Besitz einer Zahnbürste und von 20 m Zahnseide hat kein entzündetes, blutendes Zahnfleisch. Basta.

Kai

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Hallo!
Erst mal danke für deine fachlich hochkompetent ( ;o) ) auskunft. Also ich persönlich bin mit seiner Zahnärztin sehr unzufrieden. Nicht nur, was ihn betrifft, sondern auch aus eigener Erfahrung. Ich hab inzwischen gewechselt und bin jetzt hoch zufrieden. Seine Ärztin empfindet es überhaupt nicht als nötig mit ihm zu sprechen. Sie tut irgendwas, gibt einen blöden Kommentar ab und das wars. Dann hat er sie mal gefragt, was er tun soll, um sein Zahnfleisch zu retten. Sie hat gesagt da kann man nix machen. Ich mein allein diese Aussage…

Naja, ich weiß jetzt halt auch net. Ich hab ihm bis jetzt geraten nicht mehr so häufig die Zähne zu putzen, sondern nur 2mal täglich und dafür gründlich und Zahnseide und Mundspühlung verwenden. Es wird aber nicht besser. Also ich bin ratlos. Hab gedacht Vitamine könnten helfen. Dass er zum Rauchen aufhören sollte wiss ma eh *smile*

lg infi