VL als Fond sparen

Liebe/-r wer-weiss-was Forum Besucher,

benötige Informationen zu Vermögenwirksame Leistungen als Fond
-sparen!
Auf was muss man hier beachten? Ist es üblich 6 x der Monatsbeiträge als Provosion zu geben?

Ich wollte z.B. Tempelton Growth als Fond auswählen.

Bitte, um Information/Erfahrungen zu dem Thema bzw. Rat, wie ich hier vorgehen sollte

DANKE und Grüße

B.D.

Hallo,

Ich nehme mal an du meinst den Templeton Growth (Euro) Fund Class A (acc) ?
Also ich habe für meinen VL fähigen Fondssparplan keine Provision gezahlt.
Je nachdem wo du abschließt, bekommt der Vermittler ja schon vom Ausgabeaufschlag Provisionen, und selbst die kann man z.B. bei ebase + Fondsdiscounter sparen, bekommt dann aber natürlich auch keine Beratung.

Gruß
M

Hallo Metty,
wo kann ich ein VL Fond sparen abschließen ohne eine Gebühr zu bezahlen. Bitte hierzu konkrete Angaben.

Wie schon erwähnt hat mir der Berater einen Vertrag vorgelegt mit 6 x Monatsbeitrag als Gebühr für die Provision.

DANKE und Grüße

Bulo

Hallo Bulo,

über google „Finanzdiscount“ findest du mehrere Anbieter.

Immer darauf achten, dass der Fonds den du kaufen willst auch tatsächlich ohne Ausgabeaufschlag verkauft wird und dieser Rabatt direkt beim Kauf gutgeschrieben wird.

Außerdem immer auch Depotkosten pro Jahr erfragen und mit einberechnen.

Andere Möglichkeit ist bei den Banken direkt, hier werden normalerweise Ausgabeaufschläge und Depotkosten fällig, aber keine zustätzlichen Provisionen, und du hast einen Berater (im Gegensatz zum Discounter).

Wie sieht es bezüglich Ausgabeaufschlägen und Depotkosten bei dem Berater der die Provision will aus?

Gruß
M

Hi,

du solltest aber beachten das nicht jeder Fonds für Vl-Verträge zugelassen ist. Hier gibts ne Übersicht.

http://www.akademie.de/private-finanzen/sparen-alter…

MFG

Hallo,
ich habe nun ein Angebot erhalten bei dem z.B. pro Jahr eine Depotgebühr 12 € p.a und ca. 5 % Ausgabe Aufschlag zahlen soll.

Das Angebot scheint nicht i.O. zu sein, wenn man das Angebot mit dem ebase vergleich.

Soweit ich verstanden habe muss das Ebase Depot über www.happyfonds.de bzw. dima24.de eröffnet werden. Man bekommt wohl die Ebase Depotgebühren über www.happyfonds.de bzw. dima24.de erstattet. Oder gibt es irgendwelche versteckenten Kosten - die ich zur Zeit nicht erblicke ?

Muss ein bestimmter Anlagebetrag, wie z.B. 10000 € vorgewiesen werden - damit die Depotgebühren entfallen?

Hat jemand schon mit den Anbietern Erfahrungen (pos.o. neg)sammeln können?

Vielen DAnk und Grüße

Bülo

Hallo „Infosammler“ !

für Beratung, falls da eine sinnvolle war und gewünscht wird ;.–) fallen eben auch Kosten an, grundsätzlich ist der Unterschied nicht groß, ob Du zunächst vorab bspw. 6 Monatsbeiträge Provision bezahlst oder ob Du diese, das nennt man ratierlich bezahlst, also über die Ausgabeaufschläge (AA).

Da ich selbst Finanzmakler bin, eine kurze Erklärung zu den Möglichkeiten VL Beiträge in Investmentfonds zu sparen.
Du kannst entweder frei Dir einen sog. VL-Fonds heraussuchen, Hintergrund ist dass bei vielen Fondsgesellschaften erst ab 50 Euro monatlich ein Sparplan eingerichtet werden kann, und VL-Fonds schon ab 5 Euro möglich sind (nicht alle). Fakt ist aber, Du besparst nur einen Fonds. Es geht aber auch noch anders:

Nun gibt es auch Angebote am Markt die den Vorteil für Dich als Kunde haben, Du kannst Investmentfonds besparen, die sonst nicht VL-Fähig sind, dass liegt an einer Sondervereinbarung des Anbieters, hier werden aber vorab bis zu 6 Monatsbeiträge „sofort“ abgezogen, wie gesagt dass ist hier bei VL egal, da Du „normalerweise“ eh nicht vor dem Ablauf von 6 Jahren Spardauer an Dein Fondsvermögen kommst (6+1).
Zweiter Vorteil: Du kannst beliebig viele (je nach Sparrate) Top-Fonds besparen, an die Du so nicht mit dem Aufwand von z.B. 40 oder 50 Euro im Monat besparen kannst, dass sind Fonds von MLynch, FTempelton, etc.

Also wie ich schon woanderes geschrieben habe, nicht immer gleich so negativ urteilen, sondern die Gesamtheit betrachten für sich selber. Damit meine ich, billig ist nicht immer gut und teuer auch nicht ;–)))

Bei Fragen helfe ich gerne weiter.

Viele Grüße Jens

Auf was muss man hier beachten? Ist es üblich 6 x der
Monatsbeiträge als Provosion zu geben?

Ich wollte z.B. Tempelton Growth als Fond auswählen.

Hallo Bulo,

vielleicht mal fürs leichtere Verständnis die Klärung einiger Begriffe:

Depotführende Stelle:
Das ist der Ort, wo die Fondsnateile aufbewahrt werden und Dein Geld in Fondsanteile umgetauscht wird (also die Fonds gekauft werden…).
Das kann zum Einen die Fondsgesellschaft selbst sein (z.B. wie in Deinem Bsp. Franklin Templeton), zum Anderen eine sog. Fondsplattform wie ebase, Frankfurter Fondsbank(FFB) usw. (FSB, FDB, AAB…). Im Prinzip hast Du dort dann einfach ein Wertpapierdepot, in welches Du dann später auch noch andere Fonds reinkaufen kannst.
Die hier anfallende Depotgebühr ist eben das, was die entsprechende Bank für die Depotführung veranschlagt.

Ausgabeaufschlag (AA):
Normal ist es, dass Fonds zu einem höheren Preis gekauft werden, als Du sie gleich wieder verkaufen kannst. Das sind z.B. 5%. Dieser Betrag ist größtenteils für den Vertrieb, also den Menschen, der Dir hilft den richtigen Fonds auszusuchen, die entsprechenden Formulare vorzubereiten und Deine Fragen rund um dieses Thema beantwortet.

Rechenbeispiel (vereinfacht):
bei 40,- euro mtl. Anlage gehen bei 5% AA jeden Monat 2,- euro weg. Im Jahr also 24,- euro.
Bei sechs Jahre Einzahlung (+ 1 Ruhejahr) vergütest Du also Deinem Berater 144,- euro.
Ein qualifizierter (freier) Berater kann Dir für diesen Betrag wohl etwa ein bis zwei Stunden seiner Zeit zur Verüfgung stellen. Wenn Du keinen AA zahlst, hast Du auf diese Zeit keinen Anspruch.
(OK, ein bisserl was kommt aus der Bestandspflege. Aber wollen wir hier wirklich über Kleinstbeträge diskutieren?)

„Vordiskontierte Sparpläne“
Das sind solche, bei welchen Du im Vorlfeld eine Gebühr bezahlst und anschließend ohne AA kaufen kannst.
Das kannst Du selbst leicht ausrechnen. Drei Monatsbeiträge vorab (3 x 40,- = 120) sind also ähnliche Kosten wie im obigen Beispiel. Alles darüber wird teurer für Dich.
Nachteil: Falls Du die sechs jahre Laufzeit nicht durchhälst, z.B. wegen Arbeitslosigkeit oder Weiterbildung oder Arbeitgeber, der keine VL zahlt, hast Du die Kosten in Voraus bezahlt und bekommst nichts zurück. Beim normalen AA zahlst Du nur, wenn Du auch Fondsanteile kaufst.
Noch ein Nachteil:
Auf den kompletten Kostenbetrag hast Du keinen „Zinseszinseffekt“. Das kann bei sieben Jahren Anlagedauer schon ein gutes Essen für zwei Unterschied machen. Beim normalen AA fehlt der abgeführte Betrag eben rein mathematisch nur 3,5 Jahre und nicht sieben jahre.

VL-fähiger Fonds:
Ob ein Fonds VL-fähig ist, entscheidet das Vermögensbildungsgesetz. Voraussetzung ist, dass er zu einem gewissen Mindestanteil in Aktien investiert. Es sollte also per Definition ein Aktienfonds sein.
Dann stellt sich nur noch die Frage, ob der Abwickler (Fondsgesellschaft, Plattform) diesen Fonds auch für VL anbietet.
(Das VL-Geschäft ist für den Abwickler ein erhöhter Aufwand mit wenig Ertrag. Deswegen ist das Angebot oft eingeschränkt).

FAZIT:

  • wenn Du Dich in der Lage fühlst, selbst den richtigen Fonds für Dich herauszusuchen und den Papierkrieg zu bewältigen, dann nutze einen der Fondsdiscounter und kaufe ohne AA.
    Wenn Du aber Hilfe brauchst, ist der AA gut angelegt.

  • ein Modell wie von Dir beschrieben hat für Dich nur Nachteile, ohne Vorteile zu haben.
    Der Berater, der Dir so etwas anbietet braucht dringend monatliche Abschlußprovisionen, sonst würde er Dir so einen Quatsch nicht anbieten. Schick den am besten heim!

Viel Erfolg!

Gruß Schorsch

P.S.: Der Templeton Growth ist so ein richtiger Klassiker. Aus heutiger Sicht ist mir nichts bekannt, was deutlich gegen diesen Fonds spricht.

Hallo,

wenn du es ganz einfach haben willst, kannst du das auch bei jeder Volksbank machen.

In Anbtracht der geringen Beiträge und einer „eher kurzen Laufzeit“ beim VL Sparen, solltest du keine Provisionen zahlen. Ein AA bei Fonds ist da eher sinnvoll.

Gruss
Börsenfan1968

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nun gibt es auch Angebote am Markt die den Vorteil für Dich
als Kunde haben, Du kannst Investmentfonds besparen, die sonst
nicht VL-Fähig sind, dass liegt an einer Sondervereinbarung
des Anbieters, hier werden aber vorab bis zu 6 Monatsbeiträge
„sofort“ abgezogen, wie gesagt dass ist hier bei VL egal, da
Du „normalerweise“ eh nicht vor dem Ablauf von 6 Jahren
Spardauer an Dein Fondsvermögen kommst (6+1).

Ich finde das nicht ganz egal, wird das Arbeitsverhältnis nicht wie geplant fortgesetzt, hat mann diese 6 Monatsbeiträge umsonst bezahlt.

Zweiter Vorteil: Du kannst beliebig viele (je nach Sparrate)
Top-Fonds besparen, an die Du so nicht mit dem Aufwand von
z.B. 40 oder 50 Euro im Monat besparen kannst, dass sind Fonds
von MLynch, FTempelton, etc.

Sicher nur ein Versehen, aber Sie meinen sicher die Fondsgesellschaft Franklin Templeton, oder? Es gibt nämlich auch eine Namens Tempelton. Wäre gar nicht sooo gut, wenn die auf dem Antrag stehen :smile:))

Also wie ich schon woanderes geschrieben habe, nicht immer
gleich so negativ urteilen, sondern die Gesamtheit betrachten
für sich selber. Damit meine ich, billig ist nicht immer gut
und teuer auch nicht ;–)))

Bei Fragen helfe ich gerne weiter.

Viele Grüße Jens

Man macht sicher nichts verkehrt, wenn man sich für 34 oder sogar 40€ monatlich einen Fidelity European Growth oder Templeton Growth Fund holt. Bei manchen Anbietern sogar zu 50% Rabatt auf den AA, ratierlich abgerechnet und dabei auch noch niedrigen Depotguthaben. Man muss seinen Makler nicht immer mit Front-up-Provisionen erfreuen.

Man macht sicher nichts verkehrt, wenn man sich für 34 oder
sogar 40€ monatlich einen Fidelity European Growth oder
Templeton Growth Fund holt. Bei manchen Anbietern sogar zu 50%
Rabatt auf den AA, ratierlich abgerechnet und dabei auch noch
niedrigen Depotguthaben. Man muss seinen Makler nicht immer
mit Front-up-Provisionen erfreuen.

Es gibt auch VL Anlagen mit 100% Rabatt. Habe ich selbst.

Den Fideliy European Growth sehe ich eher als kritisch. Der dürfte es aufgrund seiner Grüße schwer haben, an vergangene Erfolge anzuknüpfen.
Außerdem gab es hier einen Managerwechsel. Der Neue muss erstmal zeigen, was er kann…
Würde ich im Moment erstmal beobachten.

Gruß Schorsch