VL-Fonds -> welchen wählen?

Hoffentlich !
Guten Tag Marcel,
Bausparen ist vernünftig, weil es sich aus schlüssigen Bausteinen zusammensetzt und die Leute kreditwürdig werden lässt.
Es ist sicher, weil die Einlage selbst nicht kaputtgehen kann und
die Zinsen auch nicht. Wen die Abschlussgebühr ärgert, der sucht sich einen Tarif mit Rückerstattung (zugegeben, im Moment gibt es nur einen, vor einiger Zeit gab es noch mehrere). Wen die Kontogebühr
ärgert sucht sich einen Tarif ohne Kontogebühr (davon gibt es im Moment mehrere). Es stimmt. Man hat wirklich keine Chance auf einen
überdurchschnittlichen Gewinn. Deswegen heißt das Ding auch Bausparen
und nicht Zocken. Mit einem 5T€ BSV kommt man wirklich nicht weit,
wenn man bauen will. Da haben SIe wieder Recht. Nur, wer hat das denn
behauptet ? Ob ein BSV erhöht werden soll, ist eine ganz andere Frage
und verursacht selbstredend wiederum Kosten. Aber wenn wir schon bei den Kosten sind: Wissen SIe wirklich, was Fonds kosten ? Und was es
kostet, das Depot nach dem neuesten Vogelflug wieder neu auszurichten?
Ich stimme Ihnen zu, man sollte ungefähr wissen, was man mit einem BSV
anfangen will. Deswegen wurde ja auch differenziert.
Wer nur sparen will und sich dafür einen Finanzierertarif einfängt,
ist eine arme Socke. Aber dafür spricht man ja die Dinge an.
Wer will schon als arme Socke dastehen ?
Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

nicht Fonds, aber Asset-Klassen

Cost-Average-Effekt: Bei regelmäßigen Einzahlungen erreicht
der Anleger, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden
Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden. Dies
hat für den Anleger den Vorteil, dass er die Anteile bei
unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem insgesamt
günstigeren Durchschnittspreis kauft.

Vielleicht sagen wie lieber, er kauft bei niedrigen Kursen weniger, bei höheren mehr Anteile. Denn ob der Kurs geade von oben oder von unten kommt, spielt beim Kauf des Anteils zu Preis X keine Rolle

->Dies bezieht sich dann auf einen Fonds.

Der Cost-Average-Effekt ist nicht dazu geeigenet verschiedene
Fonds miteinander zu vergleichen !

Hallo Börsenfan,

etwas anderes wollte ich auch nicht sagen. Wo hast Du den „Vergleichsmechanismus“ in meinem Posting entdeckt?

Vielleicht, weil ich schrieb, dass unter dem Aspekt cost-average ein volatilerer Fonds interessanter ist?
Das denke ich grundsätzlich schon. Beispiel:

Ein sparer legt 100,- euro mtl. über 5 Jahre. Der Kurs liegt anfangs bei 100,- Euro, genauso am Ende der Laufzeit.
Über die 5 Jahre fällt der Kurs, erholt sich dann genau zum Ende der Laufzeit (nur mal so angenommen).

Wenn nun während der Laufzeit der Anteilspreis auf 50,- euro sinkt, kauft unser Anleger im Schnitt deutlich günstiger ein, als wenn der Fonds zwischenzeitlich „nur“ auf 75,- euro fällt.

Somit kann man sagen, dass die Investition in einen volatileren Markt vom cost-average mehr profitiert.
Oder wie siehst Du das?

Gruß vom Moeny-Schorsch

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Hallo Fritz,

da wird etwas verwechselt.

bei einem Fondssparplan hat Money-Schorsch da doch völlig
recht!?

man kann aber Fonds nicht anhand des cost-avarage-Effekt
vergleichen.

Zudem ist deine Aussage

Je stärker ein Fonds um seinen Mittelwert schwankt, desto
ausgeprägter ist der cost-average-effect.
Schwankt der Fonds dagegen überhaupt nicht, bleibt natürlich
auch der cost-average-effect aus.

so nicht richtig.

Er suggeriert, dass man bei einem stark schwankenden Fonds auf
eine „günstigeren“ Durchschnittskurs kommt.
Dies ist nicht so, auch wenn man dies vielleicht zuerst
vermutet.

Dazu noch eine Anmerkung, du schreibst von einem „Mittelwert“.
Aktienmärkte haben aber langsfristig einen „unterliegenden
steigen Trend“, aber keinen Mittelwert. Das wäre fatal und
würde letztendlich stagnierende Kurse bedeuten.

Schwankt der Fonds dagegen überhaupt nicht, bleibt natürlich
auch der cost-average-effect aus.

Stimmt, aber in diesem Fall wird der cost-average-effect auch
garnicht benötigt.
Das wie du selbst schreibst , der Fonds garnicht schwankt.

Vielleicht ein Hinweis:
Mit dem cost-average-effect sollen Schankungen geglättet
werden.
Ein volatiler Fonds wird mehr geglättet, ein ruhiger Fonds
weniger.

Dies läßt keine Wertung zu, da sozusagen eine „volatiler
Fonds“ auch mehr „Glättung“ benötigt.

Gruss
Börsenfan1968

Hallo Börsenfan 1968,

besten Dank für Dein Echo.
Deine Argumentation kann ich allerdings nicht nachvollziehen.

Angenommen, ich bespare drei unterschiedliche Fonds mit jeweils 100,-- EUR/Monat, und das vier aufeinander folgende Monate lang.
Jeder Fonds hat einen mittleren Kurs von 100,-- EUR/Anteil.

Fonds 1 schwankt überhaupt nicht.
Ich kaufe also viermal zum Kurs von 100,-- EUR/Anteil.

Fonds 2 schwankt um ±25%.
Ich kaufe einmal zum Kurs von 100,-- EUR/Anteil,
einmal zum Kurs von 125,-- EUR/Anteil,
einmal zum Kurs von 75,-- EUR/Anteil
und nocheinmal zum Kurs von 100,-- EUR/Anteil.

Fonds 3 schwankt um ±50%.
Ich kaufe einmal zum Kurs von 100,-- EUR/Anteil,
einmal zum Kurs von 150,-- EUR/Anteil,
einmal zum Kurs von 50,-- EUR/Anteil
und nocheinmal zum Kurs von 100,-- EUR/Anteil.

Nach vier Monaten habe ich also in jeden Fonds 400,-- EUR einbezahlt.

Von dem nicht schwankenden Fonds 1 habe ich:
4 Anteile zum Preis von je 100,-- EUR.

Von dem mäßig schwankenden Fonds 2 habe ich:
4,133 Anteile zum durchschnittlichen Preis von 96,77 EUR.

Von dem stark schwankendem Fonds 3 habe ich:
4,667 Anteile zum durchschnittlichen Preis von 85,71 EUR.

Ich erhalte also mehr Fondsanteile zu einem niedrigeren Durchschnittspreis.
Je höher die Schwankungsbreite eines Fonds ist, desto ausgeprägter ist der cost-average-effect.

Daß die Volatilität kein Qualitätsmerkmal ist, ist mir schon klar.

Wenn der von mir beschriebene Effekt nicht der cost-average-effekt ist,- wie heißt dieser Effekt dann?

Gruß Fritz

nicht Volatilität, sondern ‚Art des Kursverlaufs‘
Hallo Money-Schorsch,

Vielleicht sagen wie lieber, er kauft bei niedrigen Kursen
weniger, bei höheren mehr Anteile. Denn ob der Kurs geade von
oben oder von unten kommt, spielt beim Kauf des Anteils zu
Preis X keine Rolle

Ja stimmt, nur der cost-average soll einen Vergleich der „Kauftätigkeit“ innerhalb eines Fonds machen.
Er kann es nicht zwischen Fopnds leisten.

Vielleicht, weil ich schrieb, dass unter dem Aspekt
cost-average ein volatilerer Fonds interessanter ist?
Das denke ich grundsätzlich schon. Beispiel:

Ein sparer legt 100,- euro mtl. über 5 Jahre. Der Kurs liegt
anfangs bei 100,- Euro, genauso am Ende der Laufzeit.
Über die 5 Jahre fällt der Kurs, erholt sich dann genau zum
Ende der Laufzeit (nur mal so angenommen).

Wenn nun während der Laufzeit der Anteilspreis auf 50,- euro
sinkt, kauft unser Anleger im Schnitt deutlich günstiger ein,
als wenn der Fonds zwischenzeitlich „nur“ auf 75,- euro fällt.

Somit kann man sagen, dass die Investition in einen
volatileren Markt vom cost-average mehr profitiert.
Oder wie siehst Du das?

Ganz einfach, du hast dir ein Beispiel rausgesucht, wo es so ist.
genauso kann es anderst sein. Es gibt keine Regel

Das Ergebnis hängt nicht von der Volatilität des Fonds sondern von der „Art des Kursverlaufs“ ab.

Beispiel: Fonds1 nicht sehr volatil: 100 105 110 120
Fonds 2 volatil: 100 110 140 120

Fonds1 wäre „besser“ als Fonds2

Gruss
Börsenfan1968

Antwort unter dem Posting von Money-Schrosch
Hallo Fritz,

ich habe eine Antwort unter dem Posting von Money-Schrosch geschrieben, um eine Doppelposting zu vermeiden !!!

Gruss
Börsenfan1968

Hallo Börsenfan,

es ging mir definitv nicht um den Vergleich der Fonds an sich. Wenn das so rübergekommen ist, dann sorry, Kommunikatinsfehler.

Ich wollte nur ausdrücken, dass ich den deutschen Aktienmarkt als spannender für einen Sparplan -Du kannst gerne sagen: wegen der erwarteten Art des Kursverlaufs- halte, als den breiter gestreuten europäischen (oder global).

Die Fonds sind hier nur die Vehikel zum Vollzug.

Gruß der Money-Schorsch

Hi zurück,

es ging mir definitv nicht um den Vergleich der Fonds an sich.
Wenn das so rübergekommen ist, dann sorry,
Kommunikatinsfehler.

ok, sfg

Ich wollte nur ausdrücken, dass ich den deutschen Aktienmarkt
als spannender für einen Sparplan -Du kannst gerne sagen:
wegen der erwarteten Art des Kursverlaufs- halte, als den
breiter gestreuten europäischen (oder global).

Sehe ich auch so, gerade aufgrund der hohen Anteils an Exportwerten /Industrie.

Das macht ihn halt nur volatiler als der europäische Markt.

Gruss
Börsenfan1968