Vögelei

Hallo Wissende,

gerade jetzt sammeln sie sich wieder. Auf unseren Sromleitungen.
Aber nur auf den „Niedervolt“. Woher wisen die das? Was hält die davon ab, sich auf 'ner 380kV-Leitung zu sammeln? Rein physikalisch spricht doch nichts dagegen. Irgend einen Grund muss es doch geben!?

Danke
Kalle

H wie Hola.

Die Monopolpreise im Übertragungsnetz schrecken eben ab, da sitzt es sich im Verteilnetz viel besser. :wink:

MfG

Irgend einen Grund
muss es doch geben!?

Die Leitungen dürften ja auch elektromagnetische Wellen ausstrahlen. Vielleicht mögen die das nicht (Vögel haben ja auch quasi einen inneren Kompass).

Hallo

Aber nur auf den „Niedervolt“. Woher wisen die das? Was hält
die davon ab, sich auf 'ner 380kV-Leitung zu sammeln? Rein
physikalisch spricht doch nichts dagegen. Irgend einen Grund
muss es doch geben!?
Danke
Kalle

Ist dem so? M.E. sitzen auch auf den Hochspannungsmasten Vögel. Physikalisch spricht nichts dagegen, der Strom fliesst ja durch die Leitung und nicht durch den Vogel.
Vielleicht hat es auch einfach mit der Höhe zu tun, in der die Leitung aufgehängt ist. Als Vogel würde ich mich auch nicht in so eine luftige Höhe setzen.

Übrigens: Ratten mögen auch Stromführende Leitungen. Habe vor ein paar Monaten eine auf der Stromschiene der Hauptverteilung gefunden. Beim Versuch von dieser auf ein anderes (geerdetes) Teil zu klettern bekam diese Kontakt und wurde etwas gegrillt :wink:

Greetz, Gley

Hi Kalle,

also bei uns sitzen die alle auf der 380kV-Leitung.
Vielleicht weil alle anderen Leitungen bei uns zwischenzeitlich dem Erdkabel gewichen sind?

Gruss Sebastian

Hallo,
das liegt vermutlich an der Höhe der Leitung.
Das magnetische Feld der Leitung hängt vom Strom ab - der ist aber in allen Leitungen ähnlich groß und damit auch das Magnetfeld. Desgleichen die Spannung zwischen den beiden Füßen der Vögel.
Die Masthöhe gleicht die Unterschiede in der Spannung so aus, dass das elektrische Feld auch nahezu gleich ist.
Vielleicht solltest Du diese Frage aber noch mal im Biologiebrett stellen, wenn hier nicht gescheites kommt.
Gruß
loderunner

Hi,

möglicherweise habt Ihr andere Vögel.
Unsere, die machen das.

nicki

Hallo
Das liegt möglicherweise an den Entladungen die bei dieser Spannungshöhe schon ohne Erdkontakt auftreten.
Ich hab mal einen Beitrag im TV gesehen wo Mitarbeiter eines Netzbetreibers an unter Spannung stehenden Höchstspannungsleitungen von einem Helikopter aus Reparaturarbeiten durchführten.
Da musste erst ein Potentialausgleich zwischen Heli und Leiterseil durchgeführt werden. Dabei gab es mehr als 30cm lange Entladungen!
Der Mitarbeiter musste zum Schutz vor Verbrennungen einen Ganzkörperkettenanzug tragen.

Gruß Armin

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Danke
Danke,
ich denke, das sollte/könnte/müsste es sein.
Denn auf den Erddraht drauen die sich ja sogar bei 380 kV, nur die drei…vier Meter drunter … da geht nichts.

Nochmals Danke
Kalle

Hallo Kalle und alle Strahlenempfindliche…
Die 380kV-Leitungen sind rel. dick. Wenn also eine dünnere Leitung in der Nähe ist, dann setzen sich die Vögel mit ihren kleinen Füßen natürlich lieber da drauf. Fehlen dünnere Leitungen, sitzen z.B. Stare beim Sammeln zu hunderten auch auf 380kV-Leitungen. Solche theoretischen Überlegungen, wie sie manche Menschen wegen Strahlung anstellen, kennen Vögel nicht. Einen Schlag können sie auch nicht bekommen, da sie keinen Gegenpol berühren!

Gruß Edi


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Hallo
Rein physikalisch sind 380kV ein hohes Potential, welches dazu führen sollte, das die Federn abstehen. Und das auch noch mit 100 Hz! Gleiche Pole elektrischer Aufladung stoßen sich ab.
Schon beim „draufsetzen“ sollte es einen gewischt geben, weil der Vogel sich auflädt. Eventuell fließt noch ein ständiger Strom durch die Beinchen aufgrund der wechselnden Aufladung.
Außerdem kann es sein, das ein Vogel es bereits merkt, das er von den Leitungen „komisch“ angezogen wird oder so, also ein wenig hin oder her gezogen wird, wenn er sich den Leitungen nähert.
Setzen sich da große Vögel drauf, welche sich auch noch berühren, werden sie schließlich auch noch gebraten.
MfG
Matthias

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Hallo,

Rein physikalisch sind 380kV ein hohes Potential, welches dazu
führen sollte, das die Federn abstehen.

Die Flaumfedern vielleicht. Die anderen sind mit Sicherheit zu stabil und zu stark befestigt. Sonst würden sie auch schon beim Fliegen dem Luftzug ausweichen, was aber das Fliegen verhindern würde (siehe gerupfter Vogel - der fliegt nicht).

Schon beim „draufsetzen“ sollte es einen gewischt geben, weil
der Vogel sich auflädt.

Schonmal die Kapazität eines Vogels ausgerechnet? Die ist so klein, dass er vom Aufladestrom wohl kaum was merkt.

Eventuell fließt noch ein ständiger
Strom durch die Beinchen aufgrund der wechselnden Aufladung.

Desgleichen.

Außerdem kann es sein, das ein Vogel es bereits merkt, das er
von den Leitungen „komisch“ angezogen wird oder so, also ein
wenig hin oder her gezogen wird, wenn er sich den Leitungen
nähert.

Gezogen? Dazu ist die Kapazität nun erst recht zu klein.

Setzen sich da große Vögel drauf, welche sich auch noch
berühren, werden sie schließlich auch noch gebraten.

Das ist schlicht Quatsch.
So groß kann ein Vogel gar nicht sein, dass der Spannungsabfall zwischen seinem linken Fuß und dem rechten des Nachbarvogels eine nennenswerte Größe hätte. Überleg mal, wie groß der Leitungsverlust wäre, wenn auf einem Meter Leitungslänge schon ein paar hundert Volt Spannungsabfall entstünden. Hochspannungsleitungen ziehen sich über einige Kilometer hin, da wäre ja am Ende die Verlustleistung größeer als die Nutzleistung.
Gruß
loderunner

Der Mitarbeiter musste zum Schutz vor Verbrennungen einen
Ganzkörperkettenanzug tragen.

Also am Besten jemand mit viel Piercings! Oder? :wink:

Hallo,

Rein physikalisch sind 380kV ein hohes Potential, welches dazu
führen sollte, das die Federn abstehen.

Die Flaumfedern vielleicht. Die anderen sind mit Sicherheit zu
stabil und zu stark befestigt. Sonst würden sie auch schon
beim Fliegen dem Luftzug ausweichen, was aber das Fliegen
verhindern würde (siehe gerupfter Vogel - der fliegt nicht).

Hallo erstmal
Also wie stark so eine Kraft durch Aufladung ist, kann ich nicht genau sagen. Was ich sagen wollte ist, das der Vogel eine leichte Kraft an den Federn bemerken sollte, deren Ursache im elektrischen Feld liegt.

Schon beim „draufsetzen“ sollte es einen gewischt geben, weil
der Vogel sich auflädt.

Schonmal die Kapazität eines Vogels ausgerechnet? Die ist so
klein, dass er vom Aufladestrom wohl kaum was merkt.

Die ist zwar schon klein, aber dafür ist die Spannung um so größer, was den Strom wiederum erhöht. Ich hab aber selber keine Lust, auszurechnen, wie stark es dem Vogel kribbeln könnte.
Außerdem ist es wahrscheinlich so, das eine Entladung einer Spannungsdifferenz, also diejenige zwischen Vogel und Leitung in einer kurzen Entladung stattfindet. Deswegen erschrecken ja auch Menschen, wenn sie zum Beispiel ein aufgeladenes Auto berühren.

Eventuell fließt noch ein ständiger
Strom durch die Beinchen aufgrund der wechselnden Aufladung.

Desgleichen.

Na gut, hier weiß ich es nicht genau. Es ist hier meine Vermutung, ich würds auf jeden Fall auch als kleiner Vogel nicht probieren.

Außerdem kann es sein, das ein Vogel es bereits merkt, das er
von den Leitungen „komisch“ angezogen wird oder so, also ein
wenig hin oder her gezogen wird, wenn er sich den Leitungen
nähert.

Gezogen? Dazu ist die Kapazität nun erst recht zu klein.

Ich meine, so wie ein Papierschnipsel von einer Aufladung angezogen wird. Was meinst du denn, ab welcher Spannung sowas bei Vögeln eine Rolle spielt?

Setzen sich da große Vögel drauf, welche sich auch noch
berühren, werden sie schließlich auch noch gebraten.

Das ist schlicht Quatsch.
So groß kann ein Vogel gar nicht sein, dass der
Spannungsabfall zwischen seinem linken Fuß und dem rechten des
Nachbarvogels eine nennenswerte Größe hätte. Überleg mal, wie
groß der Leitungsverlust wäre, wenn auf einem Meter
Leitungslänge schon ein paar hundert Volt Spannungsabfall
entstünden. Hochspannungsleitungen ziehen sich über einige
Kilometer hin, da wäre ja am Ende die Verlustleistung größeer
als die Nutzleistung.

Na klar, das stimmt zwar, aber ich dachte eher z.B. an Störche die zum Beispiel sowas machen:
Storch A sitzt auf Leitung A, Storch B auf Leitung B.
Nun denken sie, sie müßten sich mit den Schnäbeln beklappern, was sie ja zuweilen tun. Ich glaube nicht, das Hochspannungsleitungen eine Sicherheit für solche Fälle des Falles einkalkuliert bekommen haben.
Außerdem hab ich von so einem Fall mal in der Zeitung gelesen.

Gruß
loderunner

MfG
Matthias

Hallo,

Also wie stark so eine Kraft durch Aufladung ist, kann ich
nicht genau sagen.

Ich auch nicht, ich habe nur vermutet.

Was ich sagen wollte ist, das der Vogel
eine leichte Kraft an den Federn bemerken sollte, deren
Ursache im elektrischen Feld liegt.

Durchaus möglich. Und natürlich weiß ich nicht, was ein Vogel dabei spürt und ob er das vielleicht schön findet oder nicht.

Schon beim „draufsetzen“ sollte es einen gewischt geben, weil
der Vogel sich auflädt.

Schonmal die Kapazität eines Vogels ausgerechnet? Die ist so
klein, dass er vom Aufladestrom wohl kaum was merkt.

Die ist zwar schon klein, aber dafür ist die Spannung um so
größer, was den Strom wiederum erhöht. Ich hab aber selber
keine Lust, auszurechnen, wie stark es dem Vogel kribbeln
könnte.

Habe ich auch nicht. Und deshalb ist auch das nur eine Vermutung von mir gewesen.

Außerdem ist es wahrscheinlich so, das eine Entladung einer
Spannungsdifferenz, also diejenige zwischen Vogel und Leitung
in einer kurzen Entladung stattfindet.

Kann sein.

Deswegen erschrecken ja auch Menschen, wenn sie zum Beispiel ein
aufgeladenes Auto berühren.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Auto oder der Mensch aufgeladen ist. Aber eine Entladung findet jedenfalls statt und angenehm ist das auch nicht.

Eventuell fließt noch ein ständiger
Strom durch die Beinchen aufgrund der wechselnden Aufladung.

Desgleichen.

Na gut, hier weiß ich es nicht genau. Es ist hier meine
Vermutung, ich würds auf jeden Fall auch als kleiner Vogel
nicht probieren.

Ich glaube nicht, dass sich ein Vogel derartige Gedanken macht. Der probiert es aus oder auch nicht - ja nach arteigenen Instinkten/Grundprogrammen und vorherigen Nebeneffekten (will sagen: wenn es schon vor dem Hinsetzen unangenehm ist, wird er die Nähe eh’ meiden).

Außerdem kann es sein, das ein Vogel es bereits merkt, das er
von den Leitungen „komisch“ angezogen wird oder so, also ein
wenig hin oder her gezogen wird, wenn er sich den Leitungen
nähert.

Gezogen? Dazu ist die Kapazität nun erst recht zu klein.

Ich meine, so wie ein Papierschnipsel von einer Aufladung
angezogen wird. Was meinst du denn, ab welcher Spannung sowas
bei Vögeln eine Rolle spielt?

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dieser Aspekt eine Rolle spielt. Dazu ist ein Vogel vermutlich zu stark anderen Einflüssen wie Wind etc. ausgesetzt, um davon etwas zu merken.

Setzen sich da große Vögel drauf, welche sich auch noch
berühren, werden sie schließlich auch noch gebraten.

Das ist schlicht Quatsch.
So groß kann ein Vogel gar nicht sein,…

Na klar, das stimmt zwar, aber ich dachte eher z.B. an Störche
die zum Beispiel sowas machen:

Du hast recht - es gibt genügend Störche, die in Stromleitungen enden. Allerdings meine ich, dass da der Storch gegen die für ihn schlecht sichtbare Leitung fliegt und durch den nachfolgenden Absturz umkommt. Bei unsd in der Nähe gibt es ein Storchennest direkt neben einer Hochspannungsleitung. Dort hat man zum Schutz der Vögel zusätzliche Haken an die Leitung gehängt, um dem Storch die Leitung sichtbar zu machen. Durch Stromstoß direkt passiert da imho nichts.

Den ‚Quatsch‘ nehme ich aber ausdrücklich zurück - entschuldige bitte. Ich hatte nicht an die zwei Störche auf verschiedenen Leitungen gedacht. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob da was passieren kann - immerhin haben normalerweise beide Vögel den Kopf oben, soweit runterbeugen bis zum Überschlag können/tun sie imho nicht.
Aber ich bin auch kein Vogelkundler.

Gruß
loderunner