Hallo zusammen,
wie seht Ihr das: kann man, die Ermordung tausender Germanen und Kelten (sprich: Heiden) in den Jahrhunderten der Christianisierung betrachtend, gemessen an der damaligen Bevölkerung nicht von einem Völkermord durch die christliche Kirche reden?
Gruß
Andreas
Hallo Andreas!
Wie kommst Du denn auf Kelten?
Die Kelten als Volk gibt es seit 60 v. Chr. nicht mehr. Sie wurden von Caesar aus Gallien verdrängt und ihre Eigenständigkeit war zu Ende. Sie zogen dann ab nach Wales und Cornwall. Von dort kam ein Teil im 5. und 6. Jahrhundert zurück in die Bretagne.
Man weiß das durch die Sprachverwandtschaft.
Völkermord durch die Kirche?
Die Kirche hat nie gemordet, war nur immer der Anlaß. Dafür hatte sie ihre weltlichen Helfer, Kaiser und Könige.
Und die bekamen dafür kleine Geschenke, wie Länder, Völker usw.
Gruß Werner
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Andreas!
Wie kommst Du denn auf Kelten?
Die Kelten als Volk gibt es seit 60 v.
Chr. nicht mehr. Sie wurden von Caesar
aus Gallien verdrängt und ihre
Eigenständigkeit war zu Ende. Sie zogen
dann ab nach Wales und Cornwall. Von dort
kam ein Teil im 5. und 6. Jahrhundert
zurück in die Bretagne.
Man weiß das durch die
Sprachverwandtschaft.Völkermord durch die Kirche?
Die Kirche hat nie gemordet, war nur
immer der Anlaß. Dafür hatte sie ihre
weltlichen Helfer, Kaiser und Könige.Und die bekamen dafür kleine Geschenke,
wie Länder, Völker usw.
Gruß Werner
Ich meinet damit auch nur noch die Reste der keltischen Rasse bzw Relegion, die ja noch bis ins 9. oder 10. Jh. zu bemerken waren.
Gruß
Andreas
Hallo,
Völkermord durch die Kirche?
Die Kirche hat nie gemordet, war nur
immer der Anlaß. Dafür hatte sie ihre
weltlichen Helfer, Kaiser und Könige.
Bist Du sicher? Waren nicht die als Mönchsorden anerkannten Ritterorden Templer, Deutscher Orden und Johanniter (durchaus sehr exekutiv tätig…) teil der Ecclesia Catholica? Was ist mit den Inquisitoren, z. B. Torquemada und seiner Autodafe? Die Kirche war wohl nicht nur Anlass, sondern oft auch Auftraggeber und Ausführer.
Gruss
Peter
Hallo Peter!
Immer schön bei der Frage bleiben !
Die Frage betrifft nur die Kelten, Germanen und das 8./9.Jahrhundert.
Die Kelten kann man weglassen, an ihnen gab es wegen der Christianisierung keine Morde.
Die Orden waren nicht zur Christianisierung der Germanen/Deutschen gegründet worden, sondern zum Schutz und Pflege der Kreuzzügler, aber erst im 11. Jahrh.
Also 200 Jahre später.
Was hat denn die Inquisition mit der Christianisierung zu tun?
Gegründet wurde die Inq. im 12. Jahrh. um die Christen auf den richtigen Weg zu halten.
Also 300 Jahre später.
Mit der Frage kann eigentlich nur, unter anderem, das massenhafte Abschlachten der Sachsen unter Widukind im 8. Jahrhundert durch Karl den Großen, gemeint sein. Es wurden 4500 sächs. Führer durch Karl den Großen ermordet.
Dieser wurde dann auch im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekrönt.
Gruß Werner
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Werner,
Immer schön bei der Frage bleiben !
Die Frage betrifft nur die Kelten,
Germanen und das 8./9.Jahrhundert.
Die Kelten kann man weglassen, an ihnen
gab es wegen der Christianisierung keine
Morde.
Na gut, unter den Voraussetzungen…ich habe in der Antwort halt so ein explizites „Die Kirche hat niemals…“ gelesen.
Die Orden waren nicht zur
Christianisierung der Germanen/Deutschen
gegründet worden, sondern zum Schutz und
Pflege der Kreuzzügler, aber erst im 11.
Jahrh.
Also 200 Jahre später.
Äh, wie kommt es dann, dass der Hauptsitz der Deutschritter auf der Marienburg im heutigen Polen war (gut, sie waren auch in der Terra Sancta). Der Deutsche Orden hat sich da sehr nachdrücklich (und blutig) um die Christianisierung der heidnischen Preussen bemüht…
Zugegeben, auch erst eine gute Weile später.
Was hat denn die Inquisition mit der
Christianisierung zu tun?
Gegründet wurde die Inq. im 12. Jahrh. um
die Christen auf den richtigen Weg zu
halten.
Glaubst Du das wirklich?
Also 300 Jahre später.
Mit der Frage kann eigentlich nur, unter
anderem, das massenhafte Abschlachten der
Sachsen unter Widukind im 8. Jahrhundert
durch Karl den Großen, gemeint sein. Es
wurden 4500 sächs. Führer durch Karl den
Großen ermordet.
Dieser wurde dann auch im Jahr 800 in
Rom zum Kaiser gekrönt.
Es sei denn, man glaubt an diese „300 Jahre Geschichtsfälschung“-Geschichte. Nein, Scherz beiseite, explizit auf die Frage bezogen ist das natürlich komplett richtig.
Leider hat sich das ab dem Jahr 1096 entscheidend geändert.
Gruss
Peter
Das hängt davon ab, wie man Völkermord definiert. Sieht man es als politischen Begriff: vielleicht. Sieht man es als juristischen Terminus wie in § 220 a StGB, dann wohl eher nicht. § 220 a StGB stellt unter Strafe das Töten von Mitgliedern einer Gruppe (oder andere Maßnahmen wie Kindesentführungen etc.) in der Absicht, diese nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören.
Natürloch kann man einen heutigen Straftatbestand nicht auf vergangene Zeiten anwenden, aber ich denke, es ist vorrangig, erst mal zu klären, was völkermord überhaupt sein soll - bevor man sich in die Debatte stürzt. frank
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Kleiner Beitrag: Stimmt mit der Schlacht Caesar gegen Vercingetorix war’s vorbei mit den Kelten in Gallien. Im 9.Jahrhdt. wütete Karl d. Grosse als „Sachsenschlächter“ - hinreichend bekannt…
Völkermord durch die Kirche, messen mit heutigen Massstäben, juristischer Terminus … ? Wie wäre es damit die (christliche) Kirche an ihren eigenen Grundsätzen zu messen? Im übrigen hat die Kirche nicht nur Handlanger gehabt, die Päpste haben bis in die Neuzeit hinein selbst immer wieder Kriege und Eroberungen angezettelt.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]