Hallo nochmal,
Allerdings scheint mir die Grenze zwischen normaler sexueller
Neugier und Voyeurismus subjektiv oft etwas zu eng gezogen.
hast Du dafür ein konkretes Beispiel?
Naja, ich denke Frauen werden jeden Spanner, der auch
nur per Zufall die Gelegeheit nutzt in die Ecke
(krankhafter) Voyeurist stellen.
Zumindest bei männlichen Jugendlichen scheint es ja auch
normal zu sein, daß sie versuchen etwas zu erblicken,
wo immer sich die Chance ergibt. Das ist aber sicher noch
nicht zwanghaft bzw. krankhaft.
vorhandene Bedürfnisse stille, aber keine wecke. So ist z.B.
die Häufigkeit des sexuellen Kindesmißbrauchs seit den 50er
Jahren in etwa konstant, obwohl es in früheren Jahrzehnten :die heutigen Möglichkeiten zur Verbreitung von
Kinderpornographie nicht gab (Internet).
Falls Dich der Inhalt des Vortrages interessieren sollte:
http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?ac…
Ja, sehr interessant.
Bestätigt z.B. auch die Vermutung, daß durch die Sensibiliserung der Gesellschaft gegenüber diesem Thema
das ganze teilweise auch aufgebauscht wird (von wegen
300tausend Fälle pro Jahr).
Ich frage mich allerdings, ob bei den Zahlen eben diese
Sensibilisierung berücksichtigt ist (Hellfeld - Dunkelfeld).
Ich denke, daß solche Vorfälle vor einigen Jahrzehnten noch
viel weniger bekannt wurden weil es weitgehend Tabu war und
man es deshalb seltener zur Anzeige brachte.
Es soll aber auch experimentelle Forschungen geben, die
zu der Schlußfolgerung Anlaß geben sollen, daß
Pornographie doch Sexualstraftaten fördere.
Naja, schwer zu sagen .
Es kann durchaus sein, daß die oft extrem machomäßigen
Darstellungen bei (männl.) Jugendlichen schon ein seltsammes
wirklichkeitsfernes Frauenbild projezieren.
Nach meiner Kenntnis sind Voyeure und auch Exibitionisten
kaum potentielle Vergewaltiger? Ist das prinzipiell so?
Wenn ja, müßte man vor diesen Leuten nicht wirklich
Angst haben.
Das ist - wie Du schon sagst - unterschiedlich. Man findet in
pornographischen Filmen doch immer wieder Szenen, in denen
Menschen beim Sex von anderen beobachtet werden. Allein das
Drehen von Pornofilmen und die pornographische Photographie
zeigen doch, daß Menschen durchaus in der Lage sind, sexuelle
Handlungen unter Beobachtung durchzuführen.
Ist aber doch in keiner heutigen Gesellschaft die Norm,
sondern eher mehr oder weniger gächtete Ausnahme.
Außerdem spielen andere Antriebe dabei sicher eine große
Rolle (Geld, soziele Sicherheit, auch krankhafte Neigungen).
Auch bei Tierarten kann man beobachten, daß sich Individuen
zurückziehen und verbergen, wenn sie sich paaren wollen. Das
hat wohl unterschiedliche Gründe.
Ja, sind oft wohl eher Sicherheitsaspekte.
Ist ja schließlich eine ungünstige Situation, wenn
Tiere beim poppen plötzlich zur leichten Beute werden.
Wie gesagt, bei den mir bekannten Tieren (auch alle Haus-
tiere wie Pferde, Kühe, Schweine, Hunde, Hühner, Karnickel
usw. ) kenne ich solche Scham nicht, obwohl oder gerade
weil das alles Herden oder Rudeltiere sind.
In dem Zusammenhang mutet es z.B. auch sehr befremdlich an,
wenn in vergangenen Jahrhunderten der Vollzug der Ehe
durch den anwesenden Hofstaat bezeugt werden mußte.
Wie mag sich da das junge Paar gefühlt haben? Oder war
das normal, weil es einfach den gesellschaftlichichen
Normen entsprach?
In welcher Kultur war das der Fall?
Na z.B. an europäischen Adels- und Herrscherhäusern gab es
sowas wohl öfter. (z.B. englicher Königshof).
Auch beim Besuch im Lovre wurde so eine Geschichte erzählt
(also zur Zeit Ludwig 14.).
Generationen gemeinsamen in einem Bett/Raum schliefen,
konnte sowas ja auch schlecht geheim bleiben (nicht mal
den Kindern).
Menschen sind erfinderisch.
Ja, aber auch bequem!
Glaubst Du, daß der Bauer da groß Rücksicht auf Großvater
und Kinder nahm, wenn er abends auf seine Alte wollte 
Manchmal reicht eine Besenkammer :
Also z.B. im historischen Spreewalddorf Lehde kann man
sehen, wie die Leute lebten und schliefen.
Da lagen alle auf engen Raum auf dem Ofen.
Jungverheiratet verzogen sich aber wohl auch mal in die
Scheune. ich denke, aber nicht nur wegen der Scham.
Auch wegen der nächtlichen Unruhe für die restliche
Teil der müden Familie.
Junge Kinder können sogar daneben stehen und fangen doch
nichts damit an, was sie sehen. Das führt zu den
merkwürdigsten Interpretationen, was Mami und Papi tun
(Interpretation im Sinne von Gewaltanwendung zum Beispiel).
Kann man bei Freud nachlesen.
Ja, das ist ja bekannt. Da kann manche Kindergärtnerin
einen Schlag zu erzählen, wie die Kinder so darüber
berichten, wenn nachts der Papi die Mutti gequält hat.
Für ältere Kinder/Jugendliche gilt das dann aber lange
nicht mehr. Die waren früher wohl viel eher über solche
Vorgänge aufgeklärt, als viele Kinder heute, weil sie
die Praxis häufig auch schon bei Haustieren sahen.
Die wissen dann schon Bescheid, was da so passiert.
Nicht selten werden gerade auch Kinder/Jugentliche den
Paaren nachgeschlichen sein, um zu sehen was da passiert
(mit großer Schwester oder Bruder usw.)
womit wir wieder beim Thema wären 
Gruß Uwi